(F)Rohkost, Einfach leben, Gesundheit, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck

Vitamix-Alternative und Mandelmilch

Ich habe schon länger mit einem Blender geliebäugelt, aber der Vitamix war mir mit 600 € einfach zu teuer. Nun hab ich eine denke ich wirklich gute Alternative gefunden: Den OmniBlend V von JTC, für 229€.

blender

Er hat auch maximal 38.000 Umdrehungen/Min und kann laut verschiedenen Vergleichstests durchaus mit seinem teureren Bruder mithalten.

Nun gibt es endlich auch bei uns selbstgemachte Mandelmilch 🙂 Die gekaufte (von Provamel) mochte ich von der Konsistenz her nicht so, war mir zu dick, und außerdem auch relativ teuer, mit 2,99€ pro Liter.

Dazu nehm ich einfach zwei Handvoll Mandeln, lasse sie über Nacht in Wasser einweichen, dann mit ca. 1 Liter Wasser und drei Datteln (wers dezent süß mag) gründlich mixen. Das Ganze durch einen Nussmilchbeutel, bzw. einen aus einem Geschirrtuch selbstgenähten filtern, und das was übrig bleibt auf einem Backblech trocknen. (Dafür bräuchten wir jetzt noch einen Dehydrator… ;-)) Das lässt sich dann wunderbar als Mandelmehl in Smoothies, Cookies oder Pancakes verwenden.

Außerdem haben wir gleichzeitig auch noch weniger Müll und keine potentiellen Giftstoffe durch den Tetrapack. Zu dem Thema gibt es noch eine erschreckende Doku von Arte über Schadstoffe, die aus der Verpackung in die Lebensmittel wandern und teilweise verheerende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen:

Nachtrag am 10.3.: Die Mandelmilch hält im Kühlschrank nur höchstens3-4 Tage! Wer also keinen ganzen Liter in drei Tagen verbraucht, lieber gleich weniger machen…

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Deo selbstgemacht

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Das letzte konventionelle Kosmetikprodukt, das noch in meinem Bad überdauert hat, muss jetzt auch gehen, die Suche nach einem möglichst natürlichen und ungiftigen Deo hat endlich ein Ende!

Schuld ist dieses Rezept von „The Pistachio Project„:

1/4 cup Soda

1/4 cup Pfeilwurzmehl

3/4 Esslöffel Kokosöl

Kokosöl pur hatte ich ja schon probiert, das hat aber nicht so wirklich funktioniert. Auf die Idee, das Kokosöl mit Soda und Pfeilwurzmehl zu mischen, bin ich natürlich nicht gekommen 😉

Ich hab es dahingehend abgewandelt, dass ich einfach je einen Esslöffel Soda und Pfeilwurzmehl vermischt habe, und soviel flüssiges Kokosöl dazugegeben habe, bis eine knetmassenartige Konsistenz entstanden ist.

Es bröselt etwas, wenn man es sich unter die Arme schmiert, ist aber gewöhnungssache 😉 Ebenso wie die Tatsache, dass es (nach dem anfänglich dezenten Kokosduft) einfach nach gar nichts riecht. Vielleicht mische ich einfach noch ein bisschen mehr Kokosöl dazu damit es sich leichter verteilen lässt und ein paar Tropfen ätherisches Öl für den Duft.

Der erste Praxistest war auf jeden Fall erfolgreich, es funktioniert!

Aufbewahrt wird es in einem leeren Kokosöl-Glas. (Hab ich schon erwähnt, dass ich Kokosöl liebe? 🙂 )

Hier  noch ein ähnliches Rezept mit Kakaobutter, das werde ich demnächst auch ausprobieren.

Edit vom 13.4.15: Inzwischen habe ich eine Rezeptur gefunden, die noch besser funktioniert:

https://weltanders.wordpress.com/2015/03/10/selbstgemacht-deocreme-ohne-zinkoxid/

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Frausein, Langhaartraum, Naturkosmetik, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck

Wasser PUR & 6 Wochen ohne Haarwäsche

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Mal ein kurzes Update zum Wasser PUR-Experiment:

 

Haut:

Ich hab durchgehalten und bis vor ein paar Tagen wirklich nur Wasser an meine Gesichtshaut gelassen. Es funktioniert recht gut, so ganz ohne „Pflege“. Im Gegenteil, die Haut scheint sich tatsächlich zu erholen!  Seit ein paar Tagen nehm ich morgens ein bisschen Kokosöl und massiere das in die noch feuchte Haut ein, weil sie mir sonst zu trocken ist- evlt. durch die trockene Heizungsluft bedingt? Das werd ich jetzt erstmal ne Weile so weitermachen.

 

Haare:

Meine Haare hab ich jetzt schon seit fast 6 Wochen nicht mehr gewaschen, und ich hab das Gefühl, dass ich noch viel länger so weitermachen könnte. Mit jedem Tag werden die Haare auch in den Längen weicher, glänzender und griffiger. Das tägliche Bürsten ist mittlerweile schon ein Ritual geworden 🙂

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Einfach leben, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Langhaartraum, Naturkosmetik, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck

Ausmisten: Haut & Haare

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Vereinfachen und Ausmisten auch beim Thema Haut & Haar.

Ich probiere ja nun schon seit geraumer Zeit mit verschiedener Naturkosmetik herum (siehe Rubrik „Frausein“), um meine Haut&Haar-Probleme in den Griff zu kriegen. Bis jetzt hat kein Produkt wirklich geholfen, also warum nicht mal die Minimalst-Schiene fahren? (Schont außerdem enorm den Geldbeutel…)

WASSER PUR. Na gut, nicht ganz. Ausnahmen: Deo, Kajal, Mascara und Öl.

Haut

Zum täglichen Waschen nehm ich schon lange nur noch Wasser und kein Duschgel mehr, und meine Haut dankt es mir. Geduscht wird weiterhin ca. einmal pro Woche, je nach Bedarf, und hinterher eingeölt mit selbstgemischten Ölen.

Neu ist jetzt WASSER PUR fürs Gesicht. Teste ich erst seit ein paar Tagen. Kurz nach dem Waschen ein leichtes Spannungsgefühl, was sich aber dann gibt. Ich hoffe darauf, dass meine Haut nach einiger Zeit wieder lernt, sich selbst zu regulieren, und ich ohne weitere Pflegeprodukte auskomme. Wenn, dann nehm ich nur Sachen, die ich auch essen würde 🙂

Noch ein positiver Aspekt: Zeitersparnis! (Die sich allerdings wieder mehr als relativiert beim Thema Haare…)

Wasser-ins-Gesicht + Abtrocknen

vs.

Wasser-ins-Gesicht + Waschcreme + Waschcreme-wieder-abwaschen + Abtrocknen + Gesichtswasser + Creme

Haare

Die Haare bürste ich täglich mit einer „Wildsau“ und trage sie dann meistens irgendwie zusammengebunden oder geflochten. Einige lockentragende Damen im Langhaarnetzwerk kämmen ihre Pracht ja gar nicht oder nur mit den Fingern, das kann ich aber nicht machen, so schön es auch aussieht- nach spätestens zwei Tagen haben ich einen nahezu unentwirrbaren Besen auf dem Kopf, und werde dem nur unter Schmerzen, Frust und Haarverlust wieder Herr. Stellas Beitrag : Bürste ohne Plastik hat mich dazu motiviert, der Schweineborste noch eine letzte Chance zu geben. Da ich sehr dicke + viele + lockige Haare habe, hat es eine Weile gedauert, bis ich die richtige Wildsau-Technik raushatte. Mit einer Kombination aus grobzinkigem Hornkamm, Holzbürste, Stielkamm und Wildsau und ein wenig Kraft- und Zeitaufwand komme ich nun sogar bis auf die Kopfhaut, Juhuu 😉 Und der scheint es tatsächlich zu gefallen.

Die Wildsau nimmt einiges an Staub und Dreck auf und verteilt das natürliche Fett auf die ganze Haarlänge. Ich hab meine Haare nun seit 22 Tagen nicht gewaschen (ja, wirklich), und die Schuppen sind verschwunden, die Kopfhaut fühlt sich gut an. Der Ansatz ist nicht fettig, und die sonst trockenen Längen und Spitzen fühlen sich griffig und fast sogar weich an, gar nicht mehr strohig. Allerdings dauert die tägliche Bürstung gut eine halbe Stunde. Mal sehen wie lang ich das durchhalte 😉

Waschen will ich beim nächsten Mal auch mit WASSER PUR probieren. Und nachdem meine Lavaerde-Versuche nicht sehr erfolgreich waren, evtl. mal Sidr als Alternative testen, mehr dazu hier bei Silke.

Mein Badregal sieht also zur Zeit so aus:

Zahnbürste & Zahnpasta, Deo, (Kokos)Öl, Kajal, Mascara, Hornkamm, Stielkamm, Holzbürste, Wildsau.

Recht übersichtlich, finde ich. Leider nicht ganz plastikfrei. Dekorative Kosmetik ist sowieso noch ein anderes Thema, das auf meiner Liste steht…

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Babykram, Einfach leben, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck, Windelfrei

Babyfreundliches

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Habt ihr euch schonmal ein für Babys bestimmtes Mobile aus Babys Perspektive angeguckt?… 😉

Deswegen gibt es bei uns ein babyfreundliches Mobile (plastikfrei und selbstgemacht von der Oma), das aus Babys Sicht so aussieht:

Und wer setzt sich schon gern mit nacktem Hintern auf einen kalten Plastiksitz, vor allem nachts?

Ein Bezug aus einem alten T-Shirt genäht, und auch die nächtlichen Töpfchen-Sitzungen sind kein Problem mehr 🙂

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Attachment Parenting, Babykram, Gesundheit, Weg mit dem Plastikdreck

Plastikfreies AttachmentParenting

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Unsere kleine Maus ist tatsächlich schon DREI Wochen alt! Wo ist nur die ganze Zeit hin? Gedanklich bin ich immernoch oft bei der Geburt selbst. Es war einfach ein unglaublich intensives Erlebnis, das wirkt nach… Dazu werde ich noch einen extra Beitrag schreiben.

Jetzt erstmal zum „Alltag“ mit Baby:

Es macht so viel Spaß, unsere AttachmentParenting Pläne in die Tat umzusetzen 🙂 Sie schläft bei uns im Bett, wird viel im Tragetuch herumgetragen, nach Bedarf gestillt und mit Stoffwindeln gewickelt. An windelfrei haben wir uns erstmal noch nicht herangetraut, es gab aber schon die ersten Versuche mit Töpfchen beim Stillen. Allerdings mit viel Geschrei, woran das liegt müssen wir noch herausfinden 😉

Was braucht man sonst noch so für ein Baby?

Ein Streifzug durch herkömmliche Babyausstattungs-Abteilungen gleicht für mich mittlerweile einem Ausflug ins Gruselkabinett. Wegwerfwindeln, Fläschchen, Schnuller, Kinderwagen, geziert von einem potthässlichen Schwammkopf oder niedlichen pink-rosa-lila-glitzer Prinzesschen und umweht von einem grausligen Plastikgestank…

Neben all den Dingen, die vom durchschnittlichen Konsummenschen, der zum ersten Mal Mutter oder Vater wird für notwendig erachtet werden, gibt es allerlei und immer mehr totalen Schwachsinn zu kaufen. Natürlich alles aus Plastik. (Da stellt sich die Frage- für WEN gibt es den ganzen Plunder denn überhaupt- für das Baby, oder für die Eltern? Babys brauchen in den ersten Wochen schließlich wenig mehr als Wärme, Muttermilch, ganz viel Liebe und Nähe von Mama und Papa…)

Da man Dinge wie Kinderwagen, Schnuller, etc. entgegen der landläufigen Meinung keinesfalls „unbedingt“ braucht (siehe dazu auch die Seite „Attachment Parenting“), will ich hier mal die Dinge zeigen, die wir momentan wirklich brauchen, bzw. welche plastikfreien Alternativen wir gefunden haben:

Wickeln

  • Statt Wegwerfwindeln: Stoffwindeln, oder eben gleich windelfrei. Wir benutzen Mullwindeln in Kombination mit Strickbindewindeln und Wollüberhosen. Bis jetzt hält alles dicht, und Babys Po fühlt sich wohl.

  • Statt Windeleimer aus Plastik: Blecheimer von Ikea mit Windelsack.

  • Statt gekaufter Feuchttücher mit fraglichen Inhaltsstoffen: Stofftücher aus einem alten Flanellbettlaken, Mandelöl, Calendula-Öl von Weleda und den Windelbalsam von Ingeborg Stadelmann.

  • Statt Wickelunterlage aus Plastik: mehrfach gefaltetes Flanellbettlaken oder/und Decken mit wasserdichter Unterlage und Moltontuch obendrauf
  • einen großen Stapel Mullwindeln: als Spucktücher, Windeln, Stilleinlagen (ich sag nur Milcheinschuss), „“Kopfkissen“, „Lagerungskissen“, Wickelunterlage, … kurz: UNVERZICHTBAR!

Stillen

  • Statt Schnuller: wenn nötig Mamas kleiner Finger 😉
  • Stillkissen mit Füllung aus Kapok und selbstgenähtem Bezug aus alter Bettwäsche.

  • Statt Einmal-Stilleinlagen: waschbare Stilleinlagen aus Wolle/Seide.

Tragen

  • Statt Kinderwagen: Tragetuch. Soooooooooo kuschlig! Wir verwenden hauptsächlich einen Sling und ein Tragetuch in der Größe 6 für die Wickelkreuztrage.

Und hier nun die Plastikartikel, wie wir mangels Alternativen (?) doch benutzen bzw. angeschafft haben:

  • Asiatöpfchen (ärgert mich im Nachhinein besonders, weil natürlich „Made in China“): sehr praktisch, wenn man man schnell ein Geschäft auffangen will oder windelfrei praktiziert.
  • Föhn: wunderbar zum Wärmen & Beruhigen(!!!) beim Wickeln, wenn das Baby friert. Nachteil: man braucht jemanden, der ihn hält. EDIT: Mittlerweile ist ein Wickelheizstrahler eingezogen, weil zwei Hände zum Wickeln und Föhnen einfach nicht ausreichen 😉
  • Plastikeimer: zum Einweichen der vollgekäckerten Windeln. (Hier erspare ich euch das Foto 😉 )
  • Babybadewanne: wenigstens nicht neu gekauft, sondern von mir vererbt.

Fortsetzung folgt…

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Weg mit dem Plastikdreck

Das Wasserkocherproblem- gelöst :-)

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Der Glaswasserkocher ist zurückgebracht, und eingetauscht gegen diesen hier:

Der Witz an der Sache: eigentlich kosten die beiden gleich viel, aber momentan läuft in dem Einrichtungshaus eine „Zahl-keine-Mehrwertsteuer“-Aktion, und so haben wir sogar noch 4 Euro zurückbekommen 😉

Mit diesem Wasserkocher sind wir jetzt auch glücklich- er hat 1,8 Liter Fassungsvermögen, kocht also auch für unsere Jumboteekanne genug Wasser, kein Plastik im Innenleben (bis auf einen kleinen Stöpsel an der Wasserstandsanzeige, den man aber abmachen kann), und sieht auch noch schick aus. Scheint aber ein Auslaufmodell zu sein, im Internet hab ich ihn nirgends finden können.

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