Kinder, Kreatives, Puppen, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Carlottas neue Schwestern

Gerade noch pünktlich sind zwei neue Puppenmädchen fertig geworden. Hier noch ein Abschiedsfoto mit allen dreien, bevor die zwei neuen Schwestern an Weihnachten zu ihren  Puppenmamis ziehen durften:

 

Einmal mit dunkelbraunen, glatten Haaren und himmelblauen Augen, angezogen mit einem Kleid, einem wärmenden Schalkragen zum Knöpfen, einer dunkelroten Weste, und blauen gehäkelten Schuhen…

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…und einem gehäkelten Blütenhaarband:

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Die zweite Schwester hat hellrosa Haare und eisblaue Augen, und trägt ein Ringeloberteil, einen Cordrock, darunter eine Unterhose, die man leider nicht sieht ;-), und drüber eine blaue Strickweste mit Spiralknopf, himbeerrote Häkelschuhe…

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…und ebenfalls ein passendes Blütenhaarband mit Glasperle:carlottas-schwestern_4

Sie wollte unbedingt noch Carlottas Mütze aufprobieren:

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Beide sind wohlbehalten bei ihren neuen Mamis angekommen und haben sich schon gut  eingelebt 🙂

 

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Unsere (IKEA-Hack) Spielküche

Ich hab lange überlegt, was es nun für  eine Spielküche für die beiden Mäuse geben soll. Kaufen oder Selbermachen? Mein absoluter Favorit war die Kombiküche von Drewart. Leider haben wir nicht viel Platz in der Küche, und günstig ist die von Drewart auch nicht unbedingt.

Da kam ich auf die Idee, einfach in unserem IVAR-Küchenregal die unterste Etage als Küche umzugestalten. Nimmt keinen zusätzlichen Platz weg, und die unteren Regalfächer sind momentan sowieso noch unbrauchbar, solange der Kleine noch alles ausräumt. Wir mussten nur ein paar Löcher bohren, Scharniere anschrauben, und fertig 🙂

Und so sieht sie aus:

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Kaufen mussten wir dafür nur die Drehknöpfe, Scharniere und den Griff für die Ofentür. Die Sperrholzplatte für die Ofentür war mal ein selbstgebautes Gewürzregal für den Küchenschrank.

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Die Herdplatten sind aus grauer Baumwolle gehäkelt, und können auch für andere Dinge verwendet werden. Hinten links ist der „Wasserhahn“.

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Herdplatten weggeräumt und Plastikschüssel her, schon ist es eine Spüle. Links und rechts gibt es Häken zum Aufhängen der Küchenutensilien, das ist momentan die Lieblingsbeschäftigung vom kleinen Bruder 😉

 

Als Backblech im Ofen dient ein kleines Holztablett. Sandsäckchen sind der Kuchenteig 🙂

Dazu gabs noch selbstgemachte Filz-Farfalle und ein Spiegelei, sowie ein recyceltes Schneidbrett und einen Regenbogen-Topflappen.

Ich liebe es, alten Dingen einen neuen Verwendungszweck zu geben. Alles in Allem ist diese Variante vermutlich „mehr“ Waldorf oder Montessori als jede gekaufte 🙂

Kinder, Kreatives, Langhaartraum, Puppen, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Carlotta

Lang hats mal wieder gedauert, endlich ein neuer Beitrag!

Feuer gefangen fürs Puppenmachen hatte ich ja schon bei der ersten Puppe, die ich selbergemacht habe: Fritzi.

Die zweite ist mit Sicherheit auch nicht die letzte 🙂

Zum dritten Geburtstag (drei Jahre ist die Große schon geworden, Waaaaaahnsinn oder?) wollte ich ihr nun noch eine etwas größere Puppe schenken. Drangesetzt habe ich mich etwa eine Woche vorher, und sie ist gerade noch so pünktlich fertig geworden. Teilweise war es ganz schön harte Arbeit, vor allem das Stopfen der Arme und Beine mit Wolle und das Häkeln der Perücke. Leider hab ich keine Fotos vom Entstehungsprozess gemacht, es war abends einfach schon zu dunkel.

Und so sieht sie aus. Darf ich vorstellen, das ist CARLOTTA:

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Sie ist 40cm groß, und wie man sieht hab ich eine Vorliebe für grüne Augen und rote Haare 😉

Genäht hab ich sie ziemlich genau nach dem Mitzi-Ebook von Mariengold, nur die Haare hab ich etwas anders gemacht. Die Haare waren auch das zeitaufwändigste an der ganzen Puppe. Ein paar hübsche warme Winterklamotten fehlen noch- der Pulli und der Schal auf dem Foto sind von einer kleineren Puppe geborgt. Mütze, Schal und Handschuhe wirds im Adventskalender geben.

Die Klamotten & Accessoires zu machen macht mindestens genauso viel Spaß wie die Puppe selber 🙂

Küchenzauber, Selbermachen, Waldorf

SelbstgeMACHT: Morgenmuffelsemmeln

Ja, bei mir heißen Brötchen Semmeln 😉

Eine toller Trick, um morgens ohne viel Aufwand frische Semmeln fürs Frühstück zu haben ist, den Teig einfach schon am Abend vorher zu machen und morgens dann nur noch zu backen. Die Kids können dabei (schon im Schlafanzug 😉 ) mit helfen und freuen sich schon beim Ins-Bett-Gehen auf die frischgebackenen Semmeln 🙂

Ich habe mich grob nach diesem Rezept hier gerichtet:

http://www.mamas-rezepte.de/rezept_Fruehstuecksbroetchen-3-1176.html

Allerdings hab ich statt ausschließlich weißem Mehl ungefähr 150g 450er Weizenmehl, 100g Dinkelvollkornmehl und 100g Roggenmehl (da donnerstags ja eigentlich Roggentag ist) genommen. Und meine schon 4 Jahre abgelaufene Trockenhefe funktioniert scheinbar noch tadellos 😉

Die Semmeln sind relativ schwer, trotzdem schön fluffig, echt lecker! Gibts bei uns jetzt öfter.

2 unter 3, Haushaltsverschönerung, Küchenzauber, Kreatives, Selbermachen, Waldorf

SelbstgeMACHT: Schilder für Frühstücksgläser

Für ausführliche Blogbeiträge fehlt mir momentan ein bisschen die Zeit und die Muse, wie man anhand des Datums des letzten Beitrags sehen kann 😉 Daher möchte ich euch in nächster Zeit mit der Serie „SelbstgeMACHT“ einfach nur zeigen, was hier so alles gewerkelt und selbergemacht wird.

Inspiriert von dem Waldorf Getreiderhythmus gibt es bei uns nun neue Frühstücks-Vorratsgläser. Jedem Tag wird eine Getreidesorte zugeordnet, aus der es dann ein leckeres Frühstück gibt. Für die Gläser hab ich aus alten Yogiteeschachteln neue Schilder gebastelt:

Farbig beschriftet, passende Holzperlen dazu. So sieht das Regal gleich viel hübscher aus 🙂

2 unter 3, Haushaltsverschönerung, Jahreskreis, Jahreskreisfeste, Kreatives, Selbermachen, Waldorf

Unser Wochenrhythmus

Wochenrad

Um meiner knapp 2 1/2 Jährigen im normalen Alltag so etwas wie Ankerpunkte zu geben, an denen sie den Ablauf einer Woche erkennen kann, hab ich uns inspiriert von dem Getreiderhythmus von Emma Graf, nachdem jedem Tag ein Planet und eine entsprechende Getreidesorte zugeordnet wird, ein Wochenrad gebastelt:

wochenrad

Jeder Tag hat eine bestimmte Farbe und bekommt außerdem eine bestimmte Haushalts- und Freizeitaktivität zugeordnet. Das hängt nun an der Wand und wird jeden Tag zum Frühstück weitergedreht. Mittlerweile weiß sie schon, welche Farbe und welcher Tag zusammengehören und auch einige Aktivitäten dazu, d.h. es wird für sie schon vorhersehbar, was an diesem und am nächsten Tag passieren wird.

Wochentagszwerge

Passend dazu hab ich nach dieser Idee hier noch Wochentagszwerge geschnitzt, die passende farbige Filzzipfelmützen tragen. Sie stehen im Halbkreis ganz oben auf dem Jahreszeitenständer, und jeden Tag kommt derjenige nach vorne, der gerade dran ist. Auch eine schöne Idee, um ganz nebenbei die Farben kennenzulernen.

Bald soll es auch noch ein Jahresrad dazu geben, wo die Jahreszeiten und die 8 Jahreskreisfeste eingetragen sind. Eine schöne Idee finde ich auch, die drei Etagen des Jahreszeitenständers zu nutzen, um den Ablauf der Zeit darzustellen: ganz oben die Wochentagszwerge, in der Mitte das jeweilige Jahreskreisfest, und ganz unten die Jahreszeit.

2 unter 3, Attachment Parenting, Elternsein, Montessori zu Hause, Waldorf

AP, Waldorf, Montessori: Warum oder?

 Attachment Parenting 2.0

Beim ersten Baby war ich sozusagen noch Hardcore Attachment Parenting Anhänger. In der Theorie hörte sich das alles so einfach und selbstverständlich an. Natürlich wird das Baby AUSSCHLIESSLICH getragen, natürlich VOLL und NACH BEDARF gestillt, so lange bis sich das Kind von alleine abstillt, natürlich schlafen wir im FAMILIENBETT, usw. Bei der Erwähnung eines Kinderwagens, Schnullers, Fläschchens oder Gitterbettchens im gar eigenen Zimmer lief es mir eiskalt den Rücken runter – wie kann man nur! Erstelterlicher Idealismus, würde ich sagen 😉 Mittlerweile hat sich das alles ein bisschen relativiert. Nur weil man alles 100%ig richtig zu machen glaubt, heißt das noch lange nicht, dass das auch für die eigene Familie so funktioniert und die beste Lösung ist. Hier ein sehr schöner Artikel dazu: Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht

Irgendwann gab es dann auch bei uns Schnuller, Kinderwagen, Wegwerfwindeln und (teilweises) Abstillen, weil der Alltag dadurch für alle einfacher wurde. Was nützt es denn, alles einer Ideologie entsprechend fanatisch „richtig“ machen zu wollen, wenn man sich dadurch selber nur das Leben schwer macht.

Waldorf

Über Leonies Bücherliste fiel mir das Buch  „You are your child`s first teacher“ in die Hand. Dadurch wurde mir erst so richtig klar, wie wichtig eine ansprechende Umgebung, Rhythmus und Rituale für ein Kind sind, und ich habe angefangen, unseren Alltag und Wohnraum dementsprechend umzugestalten, z.B. gibt es jetzt bei uns ein Wochenrad, wo jeder Tag seine eigene Farbe hat, und entsprechende Aktivitäten stattfinden. Dazu gibt es bald noch einen extra Beitrag.

Montessori

Auf der Suche nach Anregungen, wie man sein Zuhause kleinkindgerechter gestalten kann, kam ich schließlich zu Montessori, und habe unter anderem einen meiner neuen Lieblingsblogs entdeckt: Eltern vom Mars. So viele tolle Ideen, am liebsten würde ich bei uns gleich sofort alles auf einmal umgestalten…

Von Montessori hatte ich zwar schon öfter mal gehört, wusste aber nicht genau, welches Konzept dahintersteckt. Zeit, sich mal genauer zu informieren, und so hab ich mir ein paar Bücher gekauft:

Gelesen habe ich bis jetzt die ersten beiden, in die „Übungen des praktischen Lebens“ gucke ich ab und zu mal rein, und das letzte lese ich momentan.

Der Montessori-Grundgedanke ist eigentlich ganz einfach:

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

Dadurch, dass es bestimmte Dinge selbst tun kann, gewinnt das Kind ein gesundes Selbstbewusstsein. Ich versuche, sie bei sovielen alltäglichen Dingen wie möglich mitmachen zu lassen, und ihr alles ganz genau, aber mit wenigen und einfachen Worten zu erklären. Und es ist wirklich spannend zu sehen, was die Maus alles schon selber machen kann, wenn man sie nur lässt! An-und Ausziehen, etwas zum Trinken eingießen, eine Banane schälen und in Stücke schneiden, usw. Das schwierigste dabei ist eigentlich, mich selbst zurückzuhalten, ihr „helfen“ zu wollen, wenn es mir nicht schnell genug geht. Meistens genügt Warten oder ein kleiner Stupser in die richtige Richtung. Auch bei den Kleinsten kann man schon anfangen, ihnen Möglichkeiten zur Selbstständigkeit anzubieten, zum Beispiel indem man sie ab ca. 6 Monaten aus einem kleinen Schnapsglas trinken lässt statt aus einer Nuckelflasche.

In der nächsten Zeit werde ich einzelne Montessori-Aspekte herausgreifen und über unsere Umsetzung zu berichten.

Und was ist jetzt das Richtige?

Wir suchen uns einfach aus allen Richtungen, die es da draußen gibt, die Aspekte raus, die für uns passen und basteln uns daraus unsere eigene Erziehungsphilosophie.
Inspiriert sind wir neben Attachment Parenting, Waldorf und Montessori noch von Pagan Parenting, und der Arbeit von Emmi Pikler und Magda Gerber, auch wenn es da teilweise konträre Ansichten gibt 😉