Einfach leben, Minimalismus, Naturkosmetik, Naturschutz, Selbermachen, Selbstversorgung, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

Projekt „Weg mit dem Plastikdreck“ goes „Zero Waste“

Es ist wirklich unglaublich, wieviel wir als vierköpfige Familie so an Müll produzieren. Und wir achten schon ein bisschen drauf, keinen unnötigen Müll zu produzieren wie Plastiktüten beim Einkaufen, z.B. Wenn sich doch mal ne Plastiktüte zu uns verirrt, dann wird sie zumindest als Mülltüte recycelt 😉 Auch wenn mir das angesichts der riesigen, wachsenden Müllberge weltweit wie ein Tropfen auf den heißen Stein vorkommt. Aber wo anfangen, wenn nicht im Kleinen, bei sich selbst? Aus dem ursprünglichen Vorhaben, kein Plastik mehr im Haus zu haben, wurde mit der Zeit das Ziel, generell

  • ALLES zu Vereinfachen,
  • das Konsumverhalten zu überdenken,
  • und nur noch so wenig wie möglich Müll zu produzieren.

Die Zero-Waste-Bewegung hat mich angesteckt 🙂 Einige schaffen es tatsächlich, keinen Müll zu produzieren (siehe Links ganz unten). Auch wenn es bei uns bis hin zu wirklich Zero Waste noch ein weiter Weg ist, wenn man erstmal anfängt, finden sich bestimmt Lösungen für Probleme die man bisher für unlösbar hielt.

Das größte Einsparpotenzial sehe ich bei uns vor allem in den zwei Bereichen Lebensmittel und Kosmetik.

Lebensmittel

Da ist einfach viel zu viel (in Plastik) eingepackt. Wir wollen weniger Abgepacktes im Laden, dafür mehr direkt vom Erzeuger kaufen, wie z.B. Eier, Gemüse, Fleisch, Honig. Und Getreide, Reis, Hülsenfrüchte wenn möglich gleich im Großgebinde (z.B. hier).

Alle Vorräte werden schon lange in großen Schraub- oder Bügelverschlussgläsern aufbewahrt, wie z.B. hier unsere Frühstücksgläser:

Beim Bioladen habe ich angefragt, ob sie mir Käse und Fleisch auch in mitgebrachte Behälter abfüllen würden (da bekomme ich hoffentlich eine Antwort, wenn die Chefin aus dem Urlaub zurück ist ;-)).

Für unterwegs haben wir inzwischen eine kleine Sammlung von Glasbehältern (gibts mittlerweile sogar bei IKEA), und unsere selbstgemachten Foodwraps. Für kleine Dinge wie Nüsse tuts auch ein einfaches kleines Schraubglas.

Außerdem sollen bald noch ein paar unzerbrechliche Edelstahl-Brotdosen einziehen.

Für unsere Trinkflaschen aus Glas will ich noch für jeden eine hübsche Hülle filzen, damit sie unterwegs auch bruchsicher verstaut werden können.

Kosmetik & Putzmittel

Zahnpasta, Shampoo, Deo, Rasierschaum, etc., eigentlich alles unnötig in Plastik-Einweg oder Alu verpackt.

Was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe ist, alle gekauften Putz- und Waschmittel sowie Kosmetikartikel durch Selbstgemachte zu ersetzen. Um weniger Müll zu produzieren, um genau zu wissen was drin ist, weil es günstiger ist, und einfach weil es mir Spaß macht 🙂

So nach und nach haben sich nämlich doch wieder gekaufte Sachen eingeschlichen und angesammelt, weil sich z.B. Lavaerde zum Haarewaschen oder das selbstgemachte Deo bei mir leider nicht bewährt haben. Ich gebe aber noch lange nicht auf und suche weiter nach wirklich wirksamen, selbstgemachten Alternativen!

Das ist meine Liste mit den bisherigen Produkten/und dem Ziel (erreichtes fettgedruckt):

Kosmetik:

  • Zahnpasta (Sole Zahncreme von Weleda/Zahnputzpulver)
  • Gesichtsöl (Dr. Hauschka Gesichtsöl/eigene Rezeptur mit ätherischen Ölen finden)
  • Seife zum Händewaschen und Duschen: selbstgesiedet (zum Duschen hab ich Seifensäckchen aus Sisal bestellt, Danke an Sabrina für die Idee :-))
  • Deo (Deocreme von Manna/ Edit am 10.3.15: selbstgerührte Deocreme)
  • Haarshampoo (Haarseife von Manna & alverde/selbersieden)
  • Sonnenschutz (Kokosöl/Ölmischung mit höhere LSF wie das hier)
  • Mascara (Dr. Hauschka)
  • Puder (Dr. Hauschka)
  • Rasierseife für den Mann: selbstgesiedet

Putzmittel:

  • Handspülmittel (Bio-Geschirrspülmittel/ Versuche mit Efeu und Kastanien)
  • Spülmittel für die Geschirrspülmaschine (ganz normale Tabs)
  • Badreiniger (bisher: Melaleuca)
  • Waschmittel (bisher: dm-Hausmarke)

Für alle Punkte hab ich schon Rezepte gefunden, ich muss sie nur noch ausprobieren 🙂 Dazu gibt es dann jeweils einzelne Beiträge.

Und hier noch ein paar interessante Links und Blogs zum Thema:

Original Unverpackt Laden in Berlin

Béa Johnsons Zero Waste Home und Videos von ihrem Haus

Zero Waste Chef

keinheimfürplastik, Familie Krautwaschl aus Österreich

Lauren Singer von trashisfortossers

Du riechst so gut!, Küchenzauber, Selbermachen

Küchenlieblinge: Zitronensalz & Chaisirup

Eigentlich waren die beiden Rezepte aus der Schrot&Korn als Weihnachtsgeschenke geplant, aber ich habs leider nicht mehr rechtzeitig geschafft… Zum Glück hab ich sie trotzdem noch ausprobiert! Schon gleich nach dem ersten Probieren wurden es absolute Küchenlieblinge, die ich auf jeden Fall nachproduzieren werde sobald sie aufgebraucht sind. Die Rezepte sind online leider nicht mehr verfügbar, daher hoffe ich dass es in Ordnung ist, wenn ich sie hier nochmal verrate 🙂

Das Zitronen-Kräutersalz mit Zitronen- und Orangenschale und Rosmarin ist soooo aromatisch, und gibt vielen Gerichten nochmal einen besonderen Pfiff, als „nur“ einfaches Salz. Es schmeckt ein bisschen nach Sommer…

zitronensalz2

Und so gehts:

  • 150 g etwas gröberes Salz (ich hab große Brocken Himalayasalz im Mörser zerkleinert)
  • abgeriebene Schale von zwei Zitronen und
  • einer Orange
  • 2 EL Rosmarin

zusammen mischen und auf einem Backblech im Ofen bei 100°C 30 Minuten trocknen. Abkühlen lassen und in hübsche Gläser füllen, fertig 🙂

zitronensalz

Der Chaisirup ist ein bisschen aufwendiger, aber es lohnt sich. Ich mache mir immer ein bisschen davon in den Kakao, das schmeckt absolut göttlich. Aber auch pur nur mit heißem Wasser oder heißer Milch aufgegossen schmeckt es total lecker und intensiv „chai-ig“. Ich könnte es mir auch über Vanilleeis vorstellen, oder im Schokopudding, oder…

chaisirup

 Man braucht für 250ml:

  • 3 Beutel Schwarzen Tee
  • 10g Ingwer
  • 3 Zimtstangen
  • 4 Nelken
  • 6 Kardamomkapseln
  • 1 Vanilleschote
  • 1TL schwarzer Pfeffer
  • 250g Zucker

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden, Kardamom und Pfeffer leicht im Mörser zerstoßen, die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Kardamom , Zimtstangen, Nelken und Pfeffer im Topf kurz anrösten bis es anfängt zu duften.

500ml Wasser, Ingwer, Vanillemark und Schote und Zucker zugeben und aufkochen lassen. Ohhhhhhhhhh, wie gut das riecht! Ich lieeeeeebe Chai!

chaisirup2

Dann die Teebeutel reinhängen und 5 Minuten mitköcheln lassen, noch weitere 5 Minuten köcheln und danach noch 30 Minuten ziehen lassen. Zum Schluss durch ein feines Sieb schütten und auf 250ml einkochen lassen, noch heiß in eine saubere Flasche füllen. Im Kühlschrank hält es sich mindestens einen Monat. Aber vermutlich ist es nach einem Monat schon lange leer. Es bietet sich auf jeden Fall an, gleich die doppelte Menge zu machen 😉

Frausein, Langhaartraum, Naturkosmetik, Selbermachen

Wiederbelebung meines Langhaartraums

Vor ziemlich genau 4 Jahren hab ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Züchten von wirklich langen Haaren zu beschäftigen. Interessanterweise kommen manche Themen immer zyklisch zu einem ähnlichen Zeitpunkt wieder zu mir… Nach meiner damaligen Rechnung hätte ich JETZT mein Ziel von langen Haaren bis zum Hintern erreicht haben müssen 😉

Tja, dann kamen da ganz unverhofft zwei kleine Zwerge dazwischen, und das Projekt Langhaartraum geriet in Vergessenheit. Und die Haarpflege stand auch erstmal nicht mehr auf der Prioritätenliste. Zweimaliger übler nachschwangerschaftlicher Haarausfall und (zum Glück!) wie verrückt nachwachsende Haare haben mich zum unfreiwilligen, ständigen Haarbandtragen gezwungen, alles andere sah einfach verboten aus. Meine Haare führten im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein.

Aber nun ist es eeeendlich soweit: der Haar-Nachwuchs ist so lange rausgewachsen, dass nicht mehr alles nur unkoordiniert vom Kopf absteht, es sieht tatsächlich ein bisschen nach Pony aus und lässt sich sogar einigermaßen bändigen. Der Nachwuchs gewährt mir mittlerweile auch ein paar Minütchen täglich für die Haarpflege 😉 Außerdem habe ich nun auch noch eine ganz wunderbare Freundin & Haarfee an meiner Seite <3, perfekte Voraussetzungen, um einen neuen Anlauf in Richtung arschlange Haare zu starten 🙂

Ich starte mit 68 cm Länge nach der SSS-Messmethode, d.h. vom Stirnansatz über den Scheitel bis zu den Spitzen gemessen. Fehlen ja nur noch ca. 40 cm… In punkto Pflege hat sich ein bisschen was getan, ich treibe mich auch schon wieder fleißig im Langhaarnetzwerk rum 🙂

So sieht es pflegetechnisch momentan aus:

  • vor dem Waschen eine Ölkur mit Olivenöl oder Kokosöl, wenn ich rechtzeitig dran denke über Nacht
  • Haare waschen: 1x pro Woche mit der Manna Haarseife und anschließender Apfelessig-Rosmarin-Rinse
  • tagsüber stecke ich die Haare mit einem Stab hoch, oder mache einen Dutt, kein Mama-Pferdeschwanz mehr! Haargummi immer an derselben Stelle tragen macht die Haare auf Dauer auch kaputt
  • die Spitzen kriegen eine tägliche Portion Pflege, z.B. Kokosöl
  • gekämmt wird nach Bedarf mit grobzinkigem Hornkamm oder Holz-Noppenbürste von dm
  • nachts mache ich einen einfachen Flechtzopf
  • und schlafe mit einem Seidentuch auf dem Kopfkissen, um die Haare zu schonen

Und das ist noch zu tun/auszuprobieren:

  • Was das Waschen angeht, will ich den sogenannten „Scalpwash“ ausprobieren, d.h. nur die Kopfhaut zu waschen, und die Längen trocken zu lassen, wie hier in dem Video von Haartraum, weil ich auch genau das Problem von fettigem Ansatz und trockenen Spitzen habe
  • Zum Waschen will ich unbedingt auch die ayurvedischen Kräuterpulver von khadi ausprobieren
  • die LOC-Methode, die die Haare mit besonders viel Feuchtigkeit versorgen soll. LOC steht für Liquid-Oil-Cream, und heißt: nach dem Waschen in die noch feuchten Haare(=Liquid) ein Öl nach Wahl(=Oil) einkneten und danach noch eine Creme(=Creme, haha ;-))
  • Mehr Wissen über verschiedene Kuren aneignen, testen will ich z.B. Protein-Kuren mit Ei, und Kokosmilch soll auch toll für die Haare sein
  • Das Kopfhautbalsam von haselnussblond
  • und das Protein-Leave-In von Haartraum ausprobieren
  • Ich bin immernoch auf der Suche nach der perfekten Bürste für meine dicken Haare. Ich liebäugle mit dieser Paddle-Brush aus Ahorn, nachdem ich über die positiven Berichte von Holistichabits (Vorsicht, die Videos dieser kanadischen Lady machen süchtig ;-)) und Wuscheline gestolpert bin. Aber vermutlich brauche ich die bei meiner derzeitigen Haarlänge noch gar nicht. Wer noch Bürsten-Tipps hat für welliges Pferdehaar, immer her damit!
  • Ich hab mir das Vitalisierende Haaröl von khadi gekauft und bin schon ganz gespannt es zu testen 🙂 eventuell in Verbindung mit dem nächsten Punkt…
  • Etwas sich erstmal total verrückt anhörendem, wo ich dachte, da hat sich aber jemand einen schönen Scherz erlaubt: die sogenannte „Inversion Method“ (einfach mal bei Google oder youtube eingeben), mit der die Haare schneller wachsen sollen, bis zu 2cm pro WOCHE! Doch nach ein bisschen Recherche hat sich rausgestellt, dass es bei vielen wohl tatsächlich funktioniert, zumindest wachsen die Haare damit schneller als normal. Das wäre natürlich phänomenal! Versuch läuft schon 🙂 Man ölt sich mit warmem Öl gründlich den Haaransatz ein, und lässt dann den Kopf für 4 Minuten kopfüber nach unten hängen und massiert dabei die Kopfhaut. Durch die vermehrte Durchblutung soll das Haarwachstum angeregt werden. Das macht man dann im Idealfall pro Monat eine Woche lang jeden Tag einmal. Manche waschen das Öl kurz danach wieder aus, manche setzen sich über Nacht noch eine Duschhaube auf und kreieren einen Treibhauseffekt.  Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht, dachte ich mir. Im schlimmsten Fall ist es eine etwas zeitaufwändige Haarkur 😉 Ich werde vom Ergebnis berichten…
  • die Pflanzenhaarfarbe von khadi ausprobieren (-> rote Haare! :-)))
  • und natürlich: Frisuren lernen!

Und zum Schluss nun noch ein aktuelles Längenfoto (sorry für die miserable Qualität und den Wuschelkopf, ich will hier wirklich nur den Ausgangspunkt zeigen ;-)):

laengenfoto-februar2015

Geplant ist ein ca. monatliches Update, es soll ja nicht zu einem Haarblog ausarten hier 😉

Ätherische Öle, Du riechst so gut!, Naturkosmetik, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

SelbstgeMACHT: Samtpfötchenbalsam

Im Winter brauchen meine Hände immer ein bisschen Extra-Zuwendung, sie werden schnell trocken und die Haut spannt. Und nun hab ich tatsächlich mein perfektes Rezept für ein Handbalsam gefunden, in diesem wirklich tollen Buch, das ich hier schonmal kurz vorgestellt hatte. Nur wenige Zutaten, die ich sowieso im Haus habe, schnell fertig, angenehme Konsistenz, zieht gut ein ohne zu fetten, und hinterlässt ein wirklich herrlich samtig-glattes Gefühl 🙂 Einzig am Duft muss ich noch ein bisschen herumexperimentieren, der passt meiner Nase noch nicht 100%ig.

samtpfötchenbalsam

Und so geht`s:

  • 4 EL Mandelöl
  • 2 EL Kakaobutter
  • 1 EL Lanolin
  • 1 EL Bienenwachs
  • ca. 50 Tropfen ätherische Öle nach Wunsch, ich habe je 10 Tr. Grapefruit, Bergamotte, Lemongras, Orange und Ylang Ylang genommen

Alle Zutaten, bis auf die ätherischen Öle, zusammen im Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen, dann die ätherischen Öle dazugeben, gut umrühren und in einen Behälter nach Wahl füllen. Erst nach dem Abkühlen Deckel drauf. Und dann nach Bedarf Hände damit eincremen und sich über die Samtpfötchen freuen 🙂

 

Küchenzauber, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck

Selbstgemacht: Wiederverwendbare „Foodwraps“

Schon lange wollte ich solche Food-Wraps selbermachen, die Frischhaltefolie und Plastikverpackungen ersetzen. Ganz einfach aus einem Stück Stoff und Bienenwachs. Immer wieder bin ich im Internet mal drüber gestolpert, hier bei diynatural und zuletzt bei langsamerleben. Jetzt endlich hatte ich auch die Muse dazu 🙂

Herhalten musste ein IKEA-Geschirrtuch, das zwar hübsch, aber zum Abtrocknen nicht so geeignet ist.

Ich habe die Säume aufgetrennt, es in drei unterschiedlich große Stücke geschnitten, und mit der Zick-Zackschere die Ränder „versäubert“. Und dann muss frau sich entscheiden: Backofen oder Bügeleisen 😉 Ich hab den Backofen genommen, und den Stoff auf ein Backblech mit Backpapier gelegt.

Bienenwachs möglichst gleichmäßig draufgestreut, meines hatte glücklicherweise eine richtige schöne bröselige Konsistenz dafür:

DSC00547

Dann bei ca. 85°C ab in den Backofen, solange bis das Bienenwachs geschmolzen ist, und mit einem sauberen Backpinsel verteilt. Man sieht ziemlich gut, wo der Stoff das Wachs aufsaugt, ein paar Mal hab ich das Prozedere wiederholt, bis der Stoff schön gleichmäßig mit Wachs getränkt war:

DSC00549

Aber zuviel darfs auch nicht sein, sonst wird das Endergebnis zu steif. Falls es doch zuviel geworden ist, einfach auf ein noch nicht mit Wachs getränktes Stück Stoff legen, nochmal in den Ofen, dann saugt der untere Stoff das Zuviel raus. Dann kurz zum Abkühlen aufhängen, und fertig 🙂

Dann z.B. zum Abdecken für eine Schüssel nehmen, anstatt Frischhaltefolie.

foodwrapSehr praktisch auch fürs Picknick, z.B. auch als Unterlage oder Tellerersatz.

Davon mach ich bestimmt noch ein paar mehr, evtl. noch mit Knöpfen als Verschluss wie hier bei mommypotamus.

Farbenrausch, Frausein, Kraftplätze, Rotes Zelt, Selbermachen

Mein Rotes Zelt & Mondblutgedanken

Es ist wieder soweit, Neumond, Mondblutzeit 🙂 Mein Zyklus hat sich tatsächlich so langsam ziemlich mondsynchron eingependelt.

Vor einiger Zeit hab ich mir mein allererstes Rotes Zelt im Wohnzimmer aus einem roten Teppich, einer roten Sofadecke, einem bestickten Kissen, und einem Sarong eingerichtet. Auch wenn es nur provisorisch war, es fühlte sich auf jeden Fall besonders und schon nach einem echten Kraftplatz in der Wohnung an. Was die Farbe Rot allein schon bewirkt! Ich fühlte mich förmlich zurückversetzt in ein vor langer Zeit wirklich dagewesenes Rotes Zelt, mit anderen Frauen verbunden, im Kreis sitzend, …

Normalerweise ist die Farbe Rot im Alltag ja eher weniger anzutreffen. In einer von Männern beherrschten Welt ist Rot hauptsächlich eine Signal- und Warnfarbe und hat eher negative Bedeutung… In unserer Gesellschaft ist es ja auch üblich, möglichst zu verstecken, dass frau gerade blutet. Warum eigentlich? Was ist denn bitte so schlimm daran? Sollten wir nicht endlich anfangen, unsere „Tage“ als etwas Positives zu sehen, ja sogar stolz darauf sein, und es vielleicht auch nach außen hin zeigen? Ich glaube ja, dass viele Menstruationsprobleme mit der eigenen (negativen, anerzogenen?) Einstellung dazu zusammenhängen…

Ich zumindest habe, seit ich meine Mondblutzeit wirklich als etwas Positives sehe, bis auf ein gelegentliches leichtes Ziehen keine negativen Begleiterscheinungen mehr. Und seit ich nur noch Stoffbinden (von Kulmine) und nicht mal mehr eine Menstruationstasse oder Schwämmchen benutze, ist meine relativ starke Blutung sogar schwächer und kürzer geworden. Mittlerweile freue ich mich tatsächlich auf das Rote Zelt 🙂

Rot umhüllt, wärmt, gibt Kraft, es ist für mich die Farbe der Lebenskraft und Weiblichkeit schlechthin. Allein schon sich während des Mondblutes in Rot zu kleiden, oder auch nur bewusst ein einzelnes Rotes Accessoire zu tragen, wie z.B. Ohrringe oder einen Schal, macht einen enormen Unterschied. Raus aus dem Versteck! Ich trage zur Mondblutzeit immer eine Kette mit einem roten Jaspis, und je nach Lust und Laune ein einzelnes rotes Kleidungsstück. Außerdem hab ich vor, mir ein paar schöne Rituale für die Mondblutzeit auszudenken, Rezepte, Teemischungen, usw. Dazu bald mehr 🙂

Für das „richtige“ Rote Zelt hab ich mir ähnlich wie auch Stefanie bei ebay Kleinanzeigen verschiedene rote Organzavorhänge zusammengesammelt, und die dann alle zu einer großen Stoffbahn zusammengenäht. Dann einfach mit einer dicken Schnur durch die Schlaufen aufgefädelt, und an einen Haken in der Decke gehängt:

roteszelt

So ein Rotes Zelt ist leicht, transportabel, und ruckzuck auf- und wieder abgebaut. Besonders schön bestimmt auch im Sommer unter einem Baum 🙂 Und es lässt sich bei Bedarf natürlich auch noch weiter vergrößern, sowohl in die Länge als auch in die Breite. Noch nutze ich es meist alleine, wenn sich nicht gerade ein Kind oder eine Katze mit dazukuschelt, und ich hoffe, dass der Kreis bald größer wird… Wer Interesse hat und in der Nähe wohnt, darf sich gern bei mir melden 🙂

 

 

Abwechslung aufm Teller, Küchenzauber, Selbermachen

Der perfekte Möhrenkuchen

*

Wie vermutlich die meisten hab ich spätestens an Silvester nach dem ganzen weihnachtlichen Süßkram erstmal überhaupt keine Lust mehr auf irgendwas Süßes. Die letzten Plätzchen warten vergebens darauf, dass sie jemand isst…

Mir steht der Sinn jetzt eher nach frischem Gemüse, Rohkost, Salaten in allen möglichen Formen.

Was aber trotzdem geht, ist Möhrenkuchen. Ist ja auch Gemüse drin 😉 Komischerweise jedes Jahr um die gleiche Zeit, wenn es in Richtung Imbolc geht, also JETZT, hab ich plötzlich Lust drauf. Nur ist Möhrenkuchen nicht gleich Möhrenkuchen. Den besten bisher hab ich in Australien gegessen. Ewig war ich auf der Suche nach DEM Rezept. Und hier hab ich es gefunden:

Möhrenkuchen mit Walnüssen und Frischkäse-Frosting

Meine abgewandelte Variante (Originalangaben in Klammern):

  • 300ml Öl oder flüssige Butter
  • 4 Eier
  • 200 (300) g Zucker
  • (Vanilleextrakt) 1 Msp. Vanillepulver
  • 260 (300) g Mehl + 40 g Kokosmehl
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • 300 (200) g geraspelte Möhren
  • 120 g gehackte Walnüsse
  • 120 g gehackte weiße Schokolade

Topping:

  • 250 (300) g Doppelrahmfrischkäse
  • die 60 g Butter hab ich ganz weggelassen
  • je 1 TL Saft und Schale von einer Bio-Zitrone
  • 120 (250) g Puderzucker
  • evtl. frische Orangenschale zum Verzieren

(Die Fotos sind allerdings schon vom letzten Jahr ;-))Das Natron im Teig ist vermutlich das Geheimnis, das gibt diesen typischen Geschmack. Wie immer hab ich weniger Zucker als im Originalrezept genommen. Dafür kann man von dem Frischkäsefrosting ruhig ein bisschen mehr machen. Ratet mal, was meine kleine Maus als erstes von dem Kuchen genascht hat 😉

*

Einfach leben, Jahreskreis, Jahreskreisfeste, Julzeit, Minimalismus, Selbermachen, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck

Konsum- und Müllfreies Julfest

Der „simplify“-Gedanke begleitet mich nachhaltig schon seit einiger Zeit, und so hab ich mir dieses Jahr auch unser Julfest vorgenommen. Beim weihnachtlichen Konsumterror wollen wir nicht mehr mitmachen.

Der Baum und Schmuck

Dieses Jahr haben wir einen im Topf gekauft, Platz für einen größeren hätten wir derzeit eh nicht. Leider haben wir uns vorher nicht über die Baumpflege informiert und er fing bald an zu nadeln. Jetzt steht er zum Regenerieren auf dem Balkon, und ich hoffe, dass er es schafft!

Der Baumschmuck ist fast ausnahmslos selbstgemacht:

  • Strohsterne und
  • Sonnen und Sterne aus Salzteig sind schon ein paar Jahre alt,
  • eine Girlande aus Filzsternen und Holzperlen,
  • eine Girlande aus Mandarinensternchen,
  • Lebkuchen und
  • Sterne aus Bienenwachsplatten kamen dieses Jahr neu dazu.

Außerdem noch die tollen Holz-Steckvögel von Maas Natur.

Jedes Jahr kommt nun ein bisschen was neues Selbstgemachtes dazu. Für nächstes Jahr hab ich Filzkugeln geplant 🙂

Geschenke und Verpackung

Geschenke mache ich sowieso am liebsten selbst, und nur Dinge, die auch wirklich gebraucht werden. Am liebsten Geschenke aus der Küche, wie Plätzchen, Gebrannte Mandeln, selbstgesiedete Seife, Kosmetik, oder Gestricktes und Gefilztes. Gekauft wurde nur Holzspielzeug und Bücher für die Kids 🙂

Und das wurde so verpackt:

julfest

In schon vorhandene Spiel-Seidentücher eingewickelt und verknotet, bzw. Körbe, in denen das Spielzeug dann sowieso aufbewahrt wird, mit Seidentüchern zugedeckt und mit Filzschnüren verschnürt. Nächstes Jahr würde ich etwas ähnliches auch gerne für die Erwachsenen machen.

So kamen wir ziemlich Müll-, Plastik- und Konsumfrei über die Julzeit 🙂

Einfach leben, Haushaltsverschönerung, Küchenzauber, Kinder, Kreatives, Montessori zu Hause, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Unsere (IKEA-Hack) Spielküche

Ich hab lange überlegt, was es nun für  eine Spielküche für die beiden Mäuse geben soll. Kaufen oder Selbermachen? Mein absoluter Favorit war die Kombiküche von Drewart. Leider haben wir nicht viel Platz in der Küche, und günstig ist die von Drewart auch nicht unbedingt.

Da kam ich auf die Idee, einfach in unserem IVAR-Küchenregal die unterste Etage als Küche umzugestalten. Nimmt keinen zusätzlichen Platz weg, und die unteren Regalfächer sind momentan sowieso noch unbrauchbar, solange der Kleine noch alles ausräumt. Wir mussten nur ein paar Löcher bohren, Scharniere anschrauben, und fertig 🙂

Und so sieht sie aus:

DSC00480

Kaufen mussten wir dafür nur die Drehknöpfe, Scharniere und den Griff für die Ofentür. Die Sperrholzplatte für die Ofentür war mal ein selbstgebautes Gewürzregal für den Küchenschrank.

DSC00481

Die Herdplatten sind aus grauer Baumwolle gehäkelt, und können auch für andere Dinge verwendet werden. Hinten links ist der „Wasserhahn“.

DSC00482

Herdplatten weggeräumt und Plastikschüssel her, schon ist es eine Spüle. Links und rechts gibt es Häken zum Aufhängen der Küchenutensilien, das ist momentan die Lieblingsbeschäftigung vom kleinen Bruder 😉

 

Als Backblech im Ofen dient ein kleines Holztablett. Sandsäckchen sind der Kuchenteig 🙂

Dazu gabs noch selbstgemachte Filz-Farfalle und ein Spiegelei, sowie ein recyceltes Schneidbrett und einen Regenbogen-Topflappen.

Ich liebe es, alten Dingen einen neuen Verwendungszweck zu geben. Alles in Allem ist diese Variante vermutlich „mehr“ Waldorf oder Montessori als jede gekaufte 🙂