Einfach leben, Minimalismus, Primal/Paleo, ReWilding, Selbermachen, Selbstversorgung, Vereinfachen

ReWilding – wie „wild“ sind wir eigentlich noch?

Puh, schon wieder so eine lange Pause, tut mir leid 🙂

Ich bin seit einiger Zeit im ReWilding-Fieber. ReWilding? Wasn das? Leider hab ich noch keine passende deutsche Übersetzung gefunden…

Standet ihr auch schonmal mitten in der Stadt, umgeben von Lärm, Beton, stinkender Luft, und habt euch gefragt: Was machen wir hier eigentlich mit unserem Planeten? Autos, Computer, die „Errungenschaften“ unserer Zivilisation kommen mir dann plötzlich sooo absurd vor. Die vielen Konsumtempel sooo sinnlos. Unser ganzes System, in dem wir leben, so grundsätzlich falsch und lebensfeindlich…. dass ich am liebsten einfach nur hier weg möchte. In eine Welt, in der man wirklich frei ist. Überall barfuß laufen kann, alles essen kann, was um einen herum wächst, aus jedem Bach und See trinken kann, ohne sich Gedanken um mögliche Verschmutzung machen zu müssen. Nur leider können wir die Zeit nicht wieder zurückdrehen und eine zweite Erde gibt es soweit ich weiß auch nicht in unserer Nähe.

Aber es gibt Wege, sich auch innerhalb der Zivilisation an unsere eigentlichen Wurzeln, nämlich die eines Jäger-und-Sammler-Lebensstils, zurückzuerinnern, und Aspekte davon ins „normale“ Leben zu integrieren. Es gibt so vieles, was entgegen unserer eigentlichen Natur ist und uns somit auf Dauer krank macht, was man aber ganz einfach anpassen kann, wenn man denn dafür offen ist…

treppe

Wie wir schlafen, essen, wohnen, uns bewegen, kleiden, Beziehungen miteinander eingehen, gebären, sterben… einfach alles was zum Leben dazugehört.

Eine totale Inspiration für mich auf dem Gebiet des ReWilding ist Daniel Vitalis (leider nur englischsprachig). Er hat so eine erfrischend tabulose Art, die Dinge beim Namen zu nennen, in Frage zu stellen, aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten und in großen Zusammenhängen zu denken, dass es richtig Spaß macht ihm zu folgen. Es gibt ein sehr lesenswertes, freies Magazin auf seiner Webseite mit 8 Ausgaben zu den großen Themen des Lebens, die jeweils zu den Jahreskreisfesten erschienen sind, und außderdem ca. wöchentlich eine neue Folge seines ReWild Yourself! Podcasts mit sehr interessanten Gästen.

Auch unbedingt empfehlenswert ist die Podcastserie bei Extreme Health Radio zu den vier Elementen:

EARTH- Verdauung und Ernährung

WATER- Strategien für gesundes Trinkwasser

AIR- Strategien für saubere Luft

FIRE- Wie alle Formen von Licht unsere Gesundheit beeinflussen

Eine weitere großartige ReWilding Inspirationsquelle ist Arthur Haines, der auch schon ein paar Mal in Daniels Podcast zu hören war. Er ist Botaniker und sein Fokus liegt auf essbaren Wild- und Heilpflanzen und ursprünglichen (Über)Lebenstechniken unserer Vorfahren, die über bloßes Survival hinausgehen. Hier ein schöner Artikel von ihm über die ReWilding Grundsätze. Nach ihm ist ReWilding ein Prozess, Menschen zu schaffen, die in einer gesunden, heilsamen und wirklich nachhaltigen und autarken Weise und in enger Verbundenheit mit und von ihrer natürlichen Umgebung leben können. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der wahrscheinlich mehrere Generationen dauern wird, aber jeder kann genau da anfangen wo er gerade ist. Schön zusammengefasst in diesem Video über den Neo-Aboriginal Lifeway, wie er es nennt.

Und hier lose und unvollständig ein paar Dinge, die ich mittlerweile mache, und die jeder ohne großen Aufwand umsetzen kann:

  • morgens so früh wie möglich in die Sonne gehen – das hilft unseren zirkadianen Rhythmus einzustellen
  • so oft wie möglich barfuß laufen- unsere Füße sind nicht für Schuhe gemacht! Und wenn barfuß nicht geht, dann entweder Barfußschuhe (ich liebe meine Vibram Five Fingers) oder wenigstens welche ohne Absatz
  • um die Mittagszeit herum möglichst unbekleidet und ganz wichtig: OHNE Sonnenschutz ein KURZES Sonnenbad nehmen, d.h. für mich ca. 20 Minuten pro Körperseite- für eine ausreichende Vitamin D Produktion
  • so viel wie möglich wildes Obst, Gemüse und Kräuter selbst sammeln und essen- weil darin viel mehr wertvolle Inhaltsstoffe (und viel weniger Gifte) enthalten sind als in Supermarktware
  • sich abends nach Sonnenuntergang keinem hellen künstlichen Licht (inklusive Bildschirm) mehr aussetzen, sondern lieber Kerzen anmachen- wir (damit meine ich unsere Spezies) saßen vermutlich 200.000 Jahre lang jeden Abend am Lagerfeuer
  • und falls man doch spät abends noch vorm Bildschirm sitzt: f.lux installieren- die Software passt die Bildschirmhelligkeit automatisch an die Tageszeit an
  • die Schlafumgebung so dunkel wie möglich halten und keine elektrischen Geräte im Schlafzimmer, wir haben z.B. diese Verdunkelungsvorhänge
  • so viel wie möglich selbermachen
  • usw.usw. …

ReWilding ist wie eine Sucht- wenn man erstmal anfängt, kann man nicht mehr damit aufhören 😉

 

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SelbstgeMACHT: Bunte Duftknetmasse

So einfach, macht Spaß und geht wirklich schnell, genau das Richtige für ein spontanes DIY-Projekt mit Kindern:

Knetmasse selbermachen!

Die Zutaten hat man mit großer Wahrscheinlichkeit zu Hause. Und wer mag, macht es noch bunt und mit Duft 🙂

Man braucht für eine große Kugel Knetmasse:

  • 1 Tasse Mehl
  • 1/2 Tasse Salz
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Tasse Wasser (wenn die Knetmasse farbig sein soll, kann man dafür einen Auszug herstellen, siehe weiter unten)
  • 1 EL Olivenöl
  • Ätherische Öle nach Vorliebe

Zum Einfärben eignen sich zum Beispiel:

für Gelb: Kurkuma

für Grün: Spinat (Spinatpulver gibts z.B. bei behawe)

für Pink: Rote Beete

für Lila: Blaukraut

für Blau: Blaukraut + 1 TL Natron

Für die lila Knetmasse habe ich eine Tasse klein geschnittenes Blaukraut mit 2 Tassen Wasser 10 Minuten lang kochen und dannach noch eine halbe Stunde lang köcheln lassen. (Der Blaukraut-Sud mit 2EL Essig färbt übrigens auch tolle dunkelblaue Ostereier!) Dann abseihen, und evtl. die Menge auf 1 Tasse auffüllen. Gewürze wie Kurkuma müssen nicht gekocht werden, einfach einen kalten Auszug ansetzen.

 Dann zuerst Mehl, Salz und Weinsteinbackpulver mischen, (gefärbtes) Wasser und Öl dazugeben, gut verrühren. knetmasse1

Nun bei leichter Hitze immer weiter rühren, bis es anfängt am Topfboden zu kleben. Immer fleißig weiter rühren- man sieht gut wie sich die Farbe und die Konsistenz verändert-

knetmasse2

bis es ein fester Klumpen geworden ist.

knetmasse3

Kurz abkühlen lassen und mit den Händen nochmal gut durchkneten.

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Wer mag kann jetzt noch ein paar Tropfen ätherische Öle mit einarbeiten, oder auch getrocknete Blüten.

knetmasse5Unsere lila Knetmasse duftet zum Beispiel nach Lavendel. Eine gelbe Zitronenknetmasse und eine grüne mit Rosmarin möchte ich noch machen 🙂

Zum Aufbewahren in einen luftdichten Behälter geben, und am Besten im Kühlschrank lagern, dann hält sich die Knetmasse sogar mehrere Monate.

Und eigentlich unnötig zu erwähnen: viel günstiger als gekaufte Knete und vor allem: ungiftig!

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SelbstgeMACHT: Deocreme ohne Zinkoxid

Wie es aussieht, bin ich was mein Deo-Problem betrifft nun wirklich eeeendlich am Ziel angekommen:

Ein selbstgemachtes Deo ohne Zinkoxid, das wirklich funktioniert!

Ich hatte vor längerer Zeit schonmal die Deocreme von Wolkenseifen getestet, mit der ich auch zufrieden war, nur das Zinkoxid hat mich etwas gestört, da es unschöne weiße Flecken auf der Kleidung hinterlässt, und man im Sommer auch mit weißen Achseln rumläuft… Spätestens Abends hat die Wirkung dann auch meistens nachgelassen.

Das erste Naturkosmetikdeo, das mich zu 100% überzeugt hat, ist das Cremedeo von Manna (einziger Wermutstropfen: das Aludöschen). Ich hatte mir ein kleines Probedöschen „Taufrischer Morgen“ bestellt, und war schon nach kurzer Zeit begeistert. Es konnte problemlos mit meinem Rexona Aludeo mithalten, mehr noch: es war sogar besser! Kein unangenehmer Schweißgeruch, niemals.

Das 15ml-Döschen hat jetzt ungefähr 8 Wochen lang gereicht und kostet 5,90€. Ein relativ stolzer Preis, finde ich. Nachdem mein kleines Döschen nun fast leer ist, wollte ich versuchen anhand der Zutatenliste ein ähnliches Deo selberzumachen:

Sheabutter, Kokosöl, Natron, Maisstärke, und ätherische Öle Rosengeranie, Kampfer und Ylang Ylang.

Hier gibts ein Rezept mit den gleichen Hauptzutaten, daran hab ich mich mengentechnisch ein bisschen orientiert.

Allerdings hab ich die Gesamtmenge erstmal halbiert, um ohne große Verluste testen zu können, und ein bisschen mehr Natron und Stärke genommen, weil mir die Konsistenz noch zu flüssig war (da kommt es wohl ein bisschen auf die Sheabutter an, meine von BaccaraRose ist ziemlich weich).

Hier also mein Rezept für etwa 20ml:

  • 1 TL Sheabutter (BaccaraRose)
  • 1/2 TL Kokosöl (Aman Prana)
  • 1 1/4 TL Natron (5kg-Eimer Natriumhydrogenkarbonat bei ebay)
  • 1 1/4 TL Maisstärke (Speisestärke vom Bauckhof)
  • je 5 Tropfen ÄÖ Rosengeranie, Kampfer, Ylang Ylang (BaccaraRose und Primavera)

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Zuerst Sheabutter und Kokosöl miteinander verrühren, dann Stärke und Natron dazugeben, und zum Schluss die ätherischen Öle. Das wars schon! 🙂

Nächstes Mal rühre ich es allerdings gleich in einem passenden Behälter an, dann entfällt das lästige Umfüllen 😉 Den Tiegel hab ich noch mit einem schicken Klebeband aufgehübscht:

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Ich muss sagen, ich bin vom Ergebnis restlos begeistert! Die Konsistenz ist fluffig, samtig-cremig, zartschmelzend, zum Auftragen sogar noch angenehmer als das Manna-Deo, das relativ fest ist und zuerst zwischen den Fingern geschmolzen werden muss. Die Duftmischung ist mir auch schon ganz gut gelungen, ein bisschen werd ich aber noch dran rumtüfteln.

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Und ich hab mir mal die Mühe gemacht auszurechnen, was meine selbstgemachte Deocreme im Vergleich zur gekauften kostet: sagenhafte 1,25€ ! (+ einmalig 1,59 € für den wiederverwendbaren Violettglastiegel).

Ich bin jetzt seit knapp über 2 Monaten 100%ig aludeofrei, und habe den Eindruck, sogar weniger zu schwitzen als vorher, und wenn, dann auch nicht mehr so, dass ich mich selbst nicht mehr riechen kann. Genial! Da hätt ich auch schon mal früher drauf kommen können.

Ein weiterer (wichtiger) Punkt auf meiner DIY-Liste abgehakt, YEAH! 🙂

Bleibt nur noch abzuwarten, ob die Deocreme auch im Sommer ihre Dienste tut…

Einfach leben, Minimalismus, Naturkosmetik, Naturschutz, Selbermachen, Selbstversorgung, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

Projekt „Weg mit dem Plastikdreck“ goes „Zero Waste“

Es ist wirklich unglaublich, wieviel wir als vierköpfige Familie so an Müll produzieren. Und wir achten schon ein bisschen drauf, keinen unnötigen Müll zu produzieren wie Plastiktüten beim Einkaufen, z.B. Wenn sich doch mal ne Plastiktüte zu uns verirrt, dann wird sie zumindest als Mülltüte recycelt 😉 Auch wenn mir das angesichts der riesigen, wachsenden Müllberge weltweit wie ein Tropfen auf den heißen Stein vorkommt. Aber wo anfangen, wenn nicht im Kleinen, bei sich selbst? Aus dem ursprünglichen Vorhaben, kein Plastik mehr im Haus zu haben, wurde mit der Zeit das Ziel, generell

  • ALLES zu Vereinfachen,
  • das Konsumverhalten zu überdenken,
  • und nur noch so wenig wie möglich Müll zu produzieren.

Die Zero-Waste-Bewegung hat mich angesteckt 🙂 Einige schaffen es tatsächlich, keinen Müll zu produzieren (siehe Links ganz unten). Auch wenn es bei uns bis hin zu wirklich Zero Waste noch ein weiter Weg ist, wenn man erstmal anfängt, finden sich bestimmt Lösungen für Probleme die man bisher für unlösbar hielt.

Das größte Einsparpotenzial sehe ich bei uns vor allem in den zwei Bereichen Lebensmittel und Kosmetik.

Lebensmittel

Da ist einfach viel zu viel (in Plastik) eingepackt. Wir wollen weniger Abgepacktes im Laden, dafür mehr direkt vom Erzeuger kaufen, wie z.B. Eier, Gemüse, Fleisch, Honig. Und Getreide, Reis, Hülsenfrüchte wenn möglich gleich im Großgebinde (z.B. hier).

Alle Vorräte werden schon lange in großen Schraub- oder Bügelverschlussgläsern aufbewahrt, wie z.B. hier unsere Frühstücksgläser:

Beim Bioladen habe ich angefragt, ob sie mir Käse und Fleisch auch in mitgebrachte Behälter abfüllen würden (da bekomme ich hoffentlich eine Antwort, wenn die Chefin aus dem Urlaub zurück ist ;-)).

Für unterwegs haben wir inzwischen eine kleine Sammlung von Glasbehältern (gibts mittlerweile sogar bei IKEA), und unsere selbstgemachten Foodwraps. Für kleine Dinge wie Nüsse tuts auch ein einfaches kleines Schraubglas.

Außerdem sollen bald noch ein paar unzerbrechliche Edelstahl-Brotdosen einziehen.

Für unsere Trinkflaschen aus Glas will ich noch für jeden eine hübsche Hülle filzen, damit sie unterwegs auch bruchsicher verstaut werden können.

Kosmetik & Putzmittel

Zahnpasta, Shampoo, Deo, Rasierschaum, etc., eigentlich alles unnötig in Plastik-Einweg oder Alu verpackt.

Was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe ist, alle gekauften Putz- und Waschmittel sowie Kosmetikartikel durch Selbstgemachte zu ersetzen. Um weniger Müll zu produzieren, um genau zu wissen was drin ist, weil es günstiger ist, und einfach weil es mir Spaß macht 🙂

So nach und nach haben sich nämlich doch wieder gekaufte Sachen eingeschlichen und angesammelt, weil sich z.B. Lavaerde zum Haarewaschen oder das selbstgemachte Deo bei mir leider nicht bewährt haben. Ich gebe aber noch lange nicht auf und suche weiter nach wirklich wirksamen, selbstgemachten Alternativen!

Das ist meine Liste mit den bisherigen Produkten/und dem Ziel (erreichtes fettgedruckt):

Kosmetik:

  • Zahnpasta (Sole Zahncreme von Weleda/Zahnputzpulver)
  • Gesichtsöl (Dr. Hauschka Gesichtsöl/eigene Rezeptur mit ätherischen Ölen finden)
  • Seife zum Händewaschen und Duschen: selbstgesiedet (zum Duschen hab ich Seifensäckchen aus Sisal bestellt, Danke an Sabrina für die Idee :-))
  • Deo (Deocreme von Manna/ Edit am 10.3.15: selbstgerührte Deocreme)
  • Haarshampoo (Haarseife von Manna & alverde/selbersieden)
  • Sonnenschutz (Kokosöl/Ölmischung mit höhere LSF wie das hier)
  • Mascara (Dr. Hauschka)
  • Puder (Dr. Hauschka)
  • Rasierseife für den Mann: selbstgesiedet

Putzmittel:

  • Handspülmittel (Bio-Geschirrspülmittel/ Versuche mit Efeu und Kastanien)
  • Spülmittel für die Geschirrspülmaschine (ganz normale Tabs)
  • Badreiniger (bisher: Melaleuca)
  • Waschmittel (bisher: dm-Hausmarke)

Für alle Punkte hab ich schon Rezepte gefunden, ich muss sie nur noch ausprobieren 🙂 Dazu gibt es dann jeweils einzelne Beiträge.

Und hier noch ein paar interessante Links und Blogs zum Thema:

Original Unverpackt Laden in Berlin

Béa Johnsons Zero Waste Home und Videos von ihrem Haus

Zero Waste Chef

keinheimfürplastik, Familie Krautwaschl aus Österreich

Lauren Singer von trashisfortossers

Du riechst so gut!, Küchenzauber, Selbermachen

Küchenlieblinge: Zitronensalz & Chaisirup

Eigentlich waren die beiden Rezepte aus der Schrot&Korn als Weihnachtsgeschenke geplant, aber ich habs leider nicht mehr rechtzeitig geschafft… Zum Glück hab ich sie trotzdem noch ausprobiert! Schon gleich nach dem ersten Probieren wurden es absolute Küchenlieblinge, die ich auf jeden Fall nachproduzieren werde sobald sie aufgebraucht sind. Die Rezepte sind online leider nicht mehr verfügbar, daher hoffe ich dass es in Ordnung ist, wenn ich sie hier nochmal verrate 🙂

Das Zitronen-Kräutersalz mit Zitronen- und Orangenschale und Rosmarin ist soooo aromatisch, und gibt vielen Gerichten nochmal einen besonderen Pfiff, als „nur“ einfaches Salz. Es schmeckt ein bisschen nach Sommer…

zitronensalz2

Und so gehts:

  • 150 g etwas gröberes Salz (ich hab große Brocken Himalayasalz im Mörser zerkleinert)
  • abgeriebene Schale von zwei Zitronen und
  • einer Orange
  • 2 EL Rosmarin

zusammen mischen und auf einem Backblech im Ofen bei 100°C 30 Minuten trocknen. Abkühlen lassen und in hübsche Gläser füllen, fertig 🙂

zitronensalz

Der Chaisirup ist ein bisschen aufwendiger, aber es lohnt sich. Ich mache mir immer ein bisschen davon in den Kakao, das schmeckt absolut göttlich. Aber auch pur nur mit heißem Wasser oder heißer Milch aufgegossen schmeckt es total lecker und intensiv „chai-ig“. Ich könnte es mir auch über Vanilleeis vorstellen, oder im Schokopudding, oder…

chaisirup

 Man braucht für 250ml:

  • 3 Beutel Schwarzen Tee
  • 10g Ingwer
  • 3 Zimtstangen
  • 4 Nelken
  • 6 Kardamomkapseln
  • 1 Vanilleschote
  • 1TL schwarzer Pfeffer
  • 250g Zucker

Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden, Kardamom und Pfeffer leicht im Mörser zerstoßen, die Vanilleschote aufschneiden und auskratzen. Kardamom , Zimtstangen, Nelken und Pfeffer im Topf kurz anrösten bis es anfängt zu duften.

500ml Wasser, Ingwer, Vanillemark und Schote und Zucker zugeben und aufkochen lassen. Ohhhhhhhhhh, wie gut das riecht! Ich lieeeeeebe Chai!

chaisirup2

Dann die Teebeutel reinhängen und 5 Minuten mitköcheln lassen, noch weitere 5 Minuten köcheln und danach noch 30 Minuten ziehen lassen. Zum Schluss durch ein feines Sieb schütten und auf 250ml einkochen lassen, noch heiß in eine saubere Flasche füllen. Im Kühlschrank hält es sich mindestens einen Monat. Aber vermutlich ist es nach einem Monat schon lange leer. Es bietet sich auf jeden Fall an, gleich die doppelte Menge zu machen 😉

Frausein, Langhaartraum, Naturkosmetik, Selbermachen

Wiederbelebung meines Langhaartraums

Vor ziemlich genau 4 Jahren hab ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Züchten von wirklich langen Haaren zu beschäftigen. Interessanterweise kommen manche Themen immer zyklisch zu einem ähnlichen Zeitpunkt wieder zu mir… Nach meiner damaligen Rechnung hätte ich JETZT mein Ziel von langen Haaren bis zum Hintern erreicht haben müssen 😉

Tja, dann kamen da ganz unverhofft zwei kleine Zwerge dazwischen, und das Projekt Langhaartraum geriet in Vergessenheit. Und die Haarpflege stand auch erstmal nicht mehr auf der Prioritätenliste. Zweimaliger übler nachschwangerschaftlicher Haarausfall und (zum Glück!) wie verrückt nachwachsende Haare haben mich zum unfreiwilligen, ständigen Haarbandtragen gezwungen, alles andere sah einfach verboten aus. Meine Haare führten im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein.

Aber nun ist es eeeendlich soweit: der Haar-Nachwuchs ist so lange rausgewachsen, dass nicht mehr alles nur unkoordiniert vom Kopf absteht, es sieht tatsächlich ein bisschen nach Pony aus und lässt sich sogar einigermaßen bändigen. Der Nachwuchs gewährt mir mittlerweile auch ein paar Minütchen täglich für die Haarpflege 😉 Außerdem habe ich nun auch noch eine ganz wunderbare Freundin & Haarfee an meiner Seite <3, perfekte Voraussetzungen, um einen neuen Anlauf in Richtung arschlange Haare zu starten 🙂

Ich starte mit 68 cm Länge nach der SSS-Messmethode, d.h. vom Stirnansatz über den Scheitel bis zu den Spitzen gemessen. Fehlen ja nur noch ca. 40 cm… In punkto Pflege hat sich ein bisschen was getan, ich treibe mich auch schon wieder fleißig im Langhaarnetzwerk rum 🙂

So sieht es pflegetechnisch momentan aus:

  • vor dem Waschen eine Ölkur mit Olivenöl oder Kokosöl, wenn ich rechtzeitig dran denke über Nacht
  • Haare waschen: 1x pro Woche mit der Manna Haarseife und anschließender Apfelessig-Rosmarin-Rinse
  • tagsüber stecke ich die Haare mit einem Stab hoch, oder mache einen Dutt, kein Mama-Pferdeschwanz mehr! Haargummi immer an derselben Stelle tragen macht die Haare auf Dauer auch kaputt
  • die Spitzen kriegen eine tägliche Portion Pflege, z.B. Kokosöl
  • gekämmt wird nach Bedarf mit grobzinkigem Hornkamm oder Holz-Noppenbürste von dm
  • nachts mache ich einen einfachen Flechtzopf
  • und schlafe mit einem Seidentuch auf dem Kopfkissen, um die Haare zu schonen

Und das ist noch zu tun/auszuprobieren:

  • Was das Waschen angeht, will ich den sogenannten „Scalpwash“ ausprobieren, d.h. nur die Kopfhaut zu waschen, und die Längen trocken zu lassen, wie hier in dem Video von Haartraum, weil ich auch genau das Problem von fettigem Ansatz und trockenen Spitzen habe
  • Zum Waschen will ich unbedingt auch die ayurvedischen Kräuterpulver von khadi ausprobieren
  • die LOC-Methode, die die Haare mit besonders viel Feuchtigkeit versorgen soll. LOC steht für Liquid-Oil-Cream, und heißt: nach dem Waschen in die noch feuchten Haare(=Liquid) ein Öl nach Wahl(=Oil) einkneten und danach noch eine Creme(=Creme, haha ;-))
  • Mehr Wissen über verschiedene Kuren aneignen, testen will ich z.B. Protein-Kuren mit Ei, und Kokosmilch soll auch toll für die Haare sein
  • Das Kopfhautbalsam von haselnussblond
  • und das Protein-Leave-In von Haartraum ausprobieren
  • Ich bin immernoch auf der Suche nach der perfekten Bürste für meine dicken Haare. Ich liebäugle mit dieser Paddle-Brush aus Ahorn, nachdem ich über die positiven Berichte von Holistichabits (Vorsicht, die Videos dieser kanadischen Lady machen süchtig ;-)) und Wuscheline gestolpert bin. Aber vermutlich brauche ich die bei meiner derzeitigen Haarlänge noch gar nicht. Wer noch Bürsten-Tipps hat für welliges Pferdehaar, immer her damit!
  • Ich hab mir das Vitalisierende Haaröl von khadi gekauft und bin schon ganz gespannt es zu testen 🙂 eventuell in Verbindung mit dem nächsten Punkt…
  • Etwas sich erstmal total verrückt anhörendem, wo ich dachte, da hat sich aber jemand einen schönen Scherz erlaubt: die sogenannte „Inversion Method“ (einfach mal bei Google oder youtube eingeben), mit der die Haare schneller wachsen sollen, bis zu 2cm pro WOCHE! Doch nach ein bisschen Recherche hat sich rausgestellt, dass es bei vielen wohl tatsächlich funktioniert, zumindest wachsen die Haare damit schneller als normal. Das wäre natürlich phänomenal! Versuch läuft schon 🙂 Man ölt sich mit warmem Öl gründlich den Haaransatz ein, und lässt dann den Kopf für 4 Minuten kopfüber nach unten hängen und massiert dabei die Kopfhaut. Durch die vermehrte Durchblutung soll das Haarwachstum angeregt werden. Das macht man dann im Idealfall pro Monat eine Woche lang jeden Tag einmal. Manche waschen das Öl kurz danach wieder aus, manche setzen sich über Nacht noch eine Duschhaube auf und kreieren einen Treibhauseffekt.  Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht, dachte ich mir. Im schlimmsten Fall ist es eine etwas zeitaufwändige Haarkur 😉 Ich werde vom Ergebnis berichten…
  • die Pflanzenhaarfarbe von khadi ausprobieren (-> rote Haare! :-)))
  • und natürlich: Frisuren lernen!

Und zum Schluss nun noch ein aktuelles Längenfoto (sorry für die miserable Qualität und den Wuschelkopf, ich will hier wirklich nur den Ausgangspunkt zeigen ;-)):

laengenfoto-februar2015

Geplant ist ein ca. monatliches Update, es soll ja nicht zu einem Haarblog ausarten hier 😉

Ätherische Öle, Du riechst so gut!, Naturkosmetik, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

SelbstgeMACHT: Samtpfötchenbalsam

Im Winter brauchen meine Hände immer ein bisschen Extra-Zuwendung, sie werden schnell trocken und die Haut spannt. Und nun hab ich tatsächlich mein perfektes Rezept für ein Handbalsam gefunden, in diesem wirklich tollen Buch, das ich hier schonmal kurz vorgestellt hatte. Nur wenige Zutaten, die ich sowieso im Haus habe, schnell fertig, angenehme Konsistenz, zieht gut ein ohne zu fetten, und hinterlässt ein wirklich herrlich samtig-glattes Gefühl 🙂 Einzig am Duft muss ich noch ein bisschen herumexperimentieren, der passt meiner Nase noch nicht 100%ig.

samtpfötchenbalsam

Und so geht`s:

  • 4 EL Mandelöl
  • 2 EL Kakaobutter
  • 1 EL Lanolin
  • 1 EL Bienenwachs
  • ca. 50 Tropfen ätherische Öle nach Wunsch, ich habe je 10 Tr. Grapefruit, Bergamotte, Lemongras, Orange und Ylang Ylang genommen

Alle Zutaten, bis auf die ätherischen Öle, zusammen im Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen, dann die ätherischen Öle dazugeben, gut umrühren und in einen Behälter nach Wahl füllen. Erst nach dem Abkühlen Deckel drauf. Und dann nach Bedarf Hände damit eincremen und sich über die Samtpfötchen freuen 🙂