Einfach leben, Haushaltsverschönerung, Küchenzauber, Kinder, Kreatives, Montessori zu Hause, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Unsere (IKEA-Hack) Spielküche

Ich hab lange überlegt, was es nun für  eine Spielküche für die beiden Mäuse geben soll. Kaufen oder Selbermachen? Mein absoluter Favorit war die Kombiküche von Drewart. Leider haben wir nicht viel Platz in der Küche, und günstig ist die von Drewart auch nicht unbedingt.

Da kam ich auf die Idee, einfach in unserem IVAR-Küchenregal die unterste Etage als Küche umzugestalten. Nimmt keinen zusätzlichen Platz weg, und die unteren Regalfächer sind momentan sowieso noch unbrauchbar, solange der Kleine noch alles ausräumt. Wir mussten nur ein paar Löcher bohren, Scharniere anschrauben, und fertig 🙂

Und so sieht sie aus:

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Kaufen mussten wir dafür nur die Drehknöpfe, Scharniere und den Griff für die Ofentür. Die Sperrholzplatte für die Ofentür war mal ein selbstgebautes Gewürzregal für den Küchenschrank.

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Die Herdplatten sind aus grauer Baumwolle gehäkelt, und können auch für andere Dinge verwendet werden. Hinten links ist der „Wasserhahn“.

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Herdplatten weggeräumt und Plastikschüssel her, schon ist es eine Spüle. Links und rechts gibt es Häken zum Aufhängen der Küchenutensilien, das ist momentan die Lieblingsbeschäftigung vom kleinen Bruder 😉

 

Als Backblech im Ofen dient ein kleines Holztablett. Sandsäckchen sind der Kuchenteig 🙂

Dazu gabs noch selbstgemachte Filz-Farfalle und ein Spiegelei, sowie ein recyceltes Schneidbrett und einen Regenbogen-Topflappen.

Ich liebe es, alten Dingen einen neuen Verwendungszweck zu geben. Alles in Allem ist diese Variante vermutlich „mehr“ Waldorf oder Montessori als jede gekaufte 🙂

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2 unter 3, Attachment Parenting, Elternsein, Montessori zu Hause, Waldorf

AP, Waldorf, Montessori: Warum oder?

 Attachment Parenting 2.0

Beim ersten Baby war ich sozusagen noch Hardcore Attachment Parenting Anhänger. In der Theorie hörte sich das alles so einfach und selbstverständlich an. Natürlich wird das Baby AUSSCHLIESSLICH getragen, natürlich VOLL und NACH BEDARF gestillt, so lange bis sich das Kind von alleine abstillt, natürlich schlafen wir im FAMILIENBETT, usw. Bei der Erwähnung eines Kinderwagens, Schnullers, Fläschchens oder Gitterbettchens im gar eigenen Zimmer lief es mir eiskalt den Rücken runter – wie kann man nur! Erstelterlicher Idealismus, würde ich sagen 😉 Mittlerweile hat sich das alles ein bisschen relativiert. Nur weil man alles 100%ig richtig zu machen glaubt, heißt das noch lange nicht, dass das auch für die eigene Familie so funktioniert und die beste Lösung ist. Hier ein sehr schöner Artikel dazu: Vorsicht! Attachment Parenting funktioniert nicht

Irgendwann gab es dann auch bei uns Schnuller, Kinderwagen, Wegwerfwindeln und (teilweises) Abstillen, weil der Alltag dadurch für alle einfacher wurde. Was nützt es denn, alles einer Ideologie entsprechend fanatisch „richtig“ machen zu wollen, wenn man sich dadurch selber nur das Leben schwer macht.

Waldorf

Über Leonies Bücherliste fiel mir das Buch  „You are your child`s first teacher“ in die Hand. Dadurch wurde mir erst so richtig klar, wie wichtig eine ansprechende Umgebung, Rhythmus und Rituale für ein Kind sind, und ich habe angefangen, unseren Alltag und Wohnraum dementsprechend umzugestalten, z.B. gibt es jetzt bei uns ein Wochenrad, wo jeder Tag seine eigene Farbe hat, und entsprechende Aktivitäten stattfinden. Dazu gibt es bald noch einen extra Beitrag.

Montessori

Auf der Suche nach Anregungen, wie man sein Zuhause kleinkindgerechter gestalten kann, kam ich schließlich zu Montessori, und habe unter anderem einen meiner neuen Lieblingsblogs entdeckt: Eltern vom Mars. So viele tolle Ideen, am liebsten würde ich bei uns gleich sofort alles auf einmal umgestalten…

Von Montessori hatte ich zwar schon öfter mal gehört, wusste aber nicht genau, welches Konzept dahintersteckt. Zeit, sich mal genauer zu informieren, und so hab ich mir ein paar Bücher gekauft:

Gelesen habe ich bis jetzt die ersten beiden, in die „Übungen des praktischen Lebens“ gucke ich ab und zu mal rein, und das letzte lese ich momentan.

Der Montessori-Grundgedanke ist eigentlich ganz einfach:

„Hilf mir, es selbst zu tun.“

Dadurch, dass es bestimmte Dinge selbst tun kann, gewinnt das Kind ein gesundes Selbstbewusstsein. Ich versuche, sie bei sovielen alltäglichen Dingen wie möglich mitmachen zu lassen, und ihr alles ganz genau, aber mit wenigen und einfachen Worten zu erklären. Und es ist wirklich spannend zu sehen, was die Maus alles schon selber machen kann, wenn man sie nur lässt! An-und Ausziehen, etwas zum Trinken eingießen, eine Banane schälen und in Stücke schneiden, usw. Das schwierigste dabei ist eigentlich, mich selbst zurückzuhalten, ihr „helfen“ zu wollen, wenn es mir nicht schnell genug geht. Meistens genügt Warten oder ein kleiner Stupser in die richtige Richtung. Auch bei den Kleinsten kann man schon anfangen, ihnen Möglichkeiten zur Selbstständigkeit anzubieten, zum Beispiel indem man sie ab ca. 6 Monaten aus einem kleinen Schnapsglas trinken lässt statt aus einer Nuckelflasche.

In der nächsten Zeit werde ich einzelne Montessori-Aspekte herausgreifen und über unsere Umsetzung zu berichten.

Und was ist jetzt das Richtige?

Wir suchen uns einfach aus allen Richtungen, die es da draußen gibt, die Aspekte raus, die für uns passen und basteln uns daraus unsere eigene Erziehungsphilosophie.
Inspiriert sind wir neben Attachment Parenting, Waldorf und Montessori noch von Pagan Parenting, und der Arbeit von Emmi Pikler und Magda Gerber, auch wenn es da teilweise konträre Ansichten gibt 😉

Farbenrausch, Haushaltsverschönerung, Jahreskreis, Montessori zu Hause, Selbermachen

Hallo 2014!

Etwas verspätet hole ich zum ersten Vollmond endlich den Blog ins neue Jahr…

Vor einem Jahr war unser kleiner Bauchzwerg noch ganz winzig und in meinem Bauch, jetzt ist der kleine Mann schon fast wieder ein halbes Jahr alt. Die Zeit verfliegt so schnell, dass es mir fast den Atem nimmt.

So viele Ideen und Entwürfe für Blogeinträge, aber keine Zeit sie zu schreiben, das ist momentan mein Problem 😉

Um den Ablauf eines Jahres für die Maus (und auch für mich ;-)) im wahrsten Sinne des Wortes etwas beGREIFbarer zu machen, hab ich uns, inspiriert von Montessori und dieser Jahreskette von Grimm`s, eine solche Jahreskreiskette selbergemacht. Jeder Monat hat seine eigene Farbe, jeden Tag kommt eine Perle dazu. Für die Geburtstage der Familienmitglieder wird eine Perle in der jeweiligen Lieblingsfarbe aufgefädelt.

jahreskreiskette

Am Jahresende ist die Kette dann in etwa 3,5 Meter lang. Kombinieren lässt sich die Jahreskreiskette im Glas ganz toll mit dem wunderbaren Glücksmomente-Sammelglas von Ramona.