Kinder, Kreatives, Puppen, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Carlottas neue Schwestern

Gerade noch pünktlich sind zwei neue Puppenmädchen fertig geworden. Hier noch ein Abschiedsfoto mit allen dreien, bevor die zwei neuen Schwestern an Weihnachten zu ihren  Puppenmamis ziehen durften:

 

Einmal mit dunkelbraunen, glatten Haaren und himmelblauen Augen, angezogen mit einem Kleid, einem wärmenden Schalkragen zum Knöpfen, einer dunkelroten Weste, und blauen gehäkelten Schuhen…

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…und einem gehäkelten Blütenhaarband:

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Die zweite Schwester hat hellrosa Haare und eisblaue Augen, und trägt ein Ringeloberteil, einen Cordrock, darunter eine Unterhose, die man leider nicht sieht ;-), und drüber eine blaue Strickweste mit Spiralknopf, himbeerrote Häkelschuhe…

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…und ebenfalls ein passendes Blütenhaarband mit Glasperle:carlottas-schwestern_4

Sie wollte unbedingt noch Carlottas Mütze aufprobieren:

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Beide sind wohlbehalten bei ihren neuen Mamis angekommen und haben sich schon gut  eingelebt 🙂

 

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Einfach leben, Frausein, Konsumwut, Kreatives, Minimalismus, Vereinfachen

Projekt „Minimalistischer Kleiderschrank“ oder Wieviel Klamotten braucht frau wirklich?

Ich bin grade dabei, so ziemlich ALLES zu entrümpeln. Irgendwann fängt das ganze Zeug was man so anhäuft an, einen zu erdrücken, die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich hab schon seit einiger Zeit einen richtigen Drang, Ballast loszuwerden. Bis jetzt allerdings ohne großes System dahinter. Ich nehm mir einfach immer wenn ich Zeit habe einen Bereich in der Wohnung vor, den ich gründlich ausmiste und neu organisiere. Mein Ziel ist es, nur noch Dinge zu besitzen, die wir auch wirklich brauchen und benutzen, und genau zu wissen, WO ich was finde. Als nächstes ist der Kleiderschrank dran.

Mein Schrank ist übervoll, trotzdem steh ich oft ratlos davor und „hab nix zum Anziehen“. Und ich ziehe bestimmt nur einen Bruchteil vom Gesamtinhalt regelmäßig an, der Rest verstaubt. Ein Zeichen, endlich etwas zu ändern! Einmal richtig gründlich ausmisten, neu organisieren und Up- bzw. Recycling ist angesagt.

Bezüglich unseres Konsumverhaltens was speziell Klamotten angeht sind mir vor kurzem noch ein paar interessante Videos im Internet begegnet:

  • Die Doku „Schick aber schädlich“ zeigt eindrucksvoll, wer den eigentlichen Preis für die günstigen Klamotten von H&M und Co. zahlt- die Arbeiter nämlich, die nicht selten ihr Leben aufs Spiel setzen, um die neueste Mode für uns zu produzieren-, und dass auch Bio-Kleidung nicht wirklich Bio ist, weil meist zwar die Baumwolle biologisch angebaut wird, aber erstens nicht garantiert werden kann, dass nicht vom nicht-bio Nachbarfeld doch Pestizide herüberwehen, und zweitens trotzdem synthetisch (das heißt mit giftigen Substanzen) gefärbt wird.
  • Und die Video-Serie „Sweatshop – Deadly Fashion“, in der drei junge Modeblogger aus Schweden für 10 Tage nach Kambodscha reisen, um sich die Bedingungen vor Ort anzuschauen, und erschüttert werden. Auch wenn das für mich ein bisschen konstruiert wirkte, es ist auf jeden Fall ein Augenöffner.

Ich wusste zwar, dass die Klamotten unter widrigen Bedingungen hergestellt werden, aber die Bilder haben das nochmal mehr verdeutlicht. Da will ich nicht mehr mitmachen.

Gehört es zum glücklichen Frausein tatsächlich dazu, jede Saison einen neuen Stapel Klamotten zu kaufen, so wie es uns die Werbemaschinerie glauben machen will? Bestimmt nicht. Auch dann nicht, wenn alles irgendwann tatsächlich alles fair produziert werden sollte.

Mit dem ständigen Mehr-Wollen und Mehr-Kaufen befriedigen wir andere, tiefer liegendere Bedürfnisse, die uns vielleicht gar nicht so bewusst sind. Die Wilde Wölfin hat vor kurzem den schönen Beitrag „Haben und Sein“ dazu geschrieben.

In Zukunft werde ich deshalb:

  • nichts mehr bei den Billigklamottenläden kaufen (ich finde dort sowieso kaum noch was, weil mittlerweile fast überall Kunstfasern mit verarbeitet sind und ich die aktuelle „Mode“ einfach nur schrecklich finde)
  • wenn was gebraucht wird, dann entweder Second Hand oder wirklich Bio kaufen, vor allem für die Kids
  • nur hochqualitative Schuhe kaufen (wenn aus Leder, dann chromfrei gegerbt), die zwar teuerer sind, aber dafür auch jaaaaaahrelang halten. Ich bin zum Beispiel großer ElNaturalista-Fan:-)
  • Was Schuhe betrifft bin ich schon relativ minimalistisch, denke ich. Ein paar hübsche Sandalen hätte ich gern noch, da suche ich schon seit letztem Jahr. Das ist meine „Schuhsammlung“:
schuhe
Römersandalen, FlipFlops, Outdoorsandalen, Zehenschuhe, Ballerinas, Spangenschuhe, Stiefeletten, höhere Stiefel, warme Winterstiefel und Wanderschuhe. Ach, und ein paar Gummistiefel fehlt noch auf dem Bild. Das wären dann zusammen 12 Paar fürs ganze Jahr. Im Sommer lauf ich aber sowieso fast nur barfuß 😉

Und was den jetzigen Klamottenbestand angeht:

  • eine Bestandsaufnahme machen und gründlich ausmisten,
  • mit dem Ziel eines „minimalistischen Kleiderschranks“ wie es hier bei The Project 333 beschrieben ist, d.h. zu versuchen, mit nur 33 Teilen inklusive Jacken, Schuhen und Accessoires auszukommen, und alle 3 Monate zum Saisonwechsel den Kleiderschrankinhalt zu rotieren
  • schauen, ob und wie ich aussortierte Sachen re- oder upcyclen kann, und z.B.
  • aus zwei alten Shirts eines machen  und
  • aus alten Klamotten neue Kindersachen nähen

Ich werde berichten, wie es vorangeht, und auf jeden Fall Vorher-Nachher-Fotos machen 😉

 

Links zum Thema:

http://kleinerdrei.org/2015/02/genug-gehabt/

http://theproject333.com/

 

Frühling, Haushaltsverschönerung, Jahreskreis, Jahreskreisfeste, Kreatives

Jahreskreisfest-Collage: Imbolc

Im Alltagsgewusel geht die Einstimmung auf die Jahreskreisfeste bei uns leider oft ein bisschen unter. Dann ist das Fest auf einmal schwuppdiwupp schon da, und ich ärgere mich, nicht eher mit den Vorbereitungen begonnen zu haben. Deswegen mache ich für jedes Fest eine Collage, die dann beim Küchentisch an der Wand hängt, um uns alle auf das jeweilige Fest einzustimmen. Wenn ich es direkt vor Augen habe, denke ich auch eher dran 😉

Ich suche mir immer auf Pinterest schöne Bilder die stimmungsmäßig zum jeweiligen Fest passen zusammen und drucke sie aus.

Dann einfach ausschneiden, auf einen großen Karton kleben und an die Wand hängen. Unsere Imbolc-Collage sieht so aus (die anderen zeige ich euch noch im Laufe des Jahres):

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Mittlerweile hat jedes Jahreskreisfest für mich eine bestimmte und besondere „Grundstimmung“ und Bedeutung. Und genau diese Stimmung versuche ich mit den Collagen einzufangen.

Imbolc heißt für mich vor allem: Neubeginn, Reinigung, Vorbereitung auf den Frühling, der Beginn eines neuen Lebenszyklus in der Natur, Aufbruchstimmung… Als Symbole dafür passen z.B. Lämmer, Kerzen, Schneeglöckchen, der Phönix…

Kerzen gießen, Seife sieden, Badezusätze herstellen passt für mich in diese Zeit.

Jetzt fehlen mir nur noch ein paar schöne Ideen für Rituale mit Kindern. Habt ihr vielleicht welche?

 

Einfach leben, Haushaltsverschönerung, Küchenzauber, Kinder, Kreatives, Montessori zu Hause, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Unsere (IKEA-Hack) Spielküche

Ich hab lange überlegt, was es nun für  eine Spielküche für die beiden Mäuse geben soll. Kaufen oder Selbermachen? Mein absoluter Favorit war die Kombiküche von Drewart. Leider haben wir nicht viel Platz in der Küche, und günstig ist die von Drewart auch nicht unbedingt.

Da kam ich auf die Idee, einfach in unserem IVAR-Küchenregal die unterste Etage als Küche umzugestalten. Nimmt keinen zusätzlichen Platz weg, und die unteren Regalfächer sind momentan sowieso noch unbrauchbar, solange der Kleine noch alles ausräumt. Wir mussten nur ein paar Löcher bohren, Scharniere anschrauben, und fertig 🙂

Und so sieht sie aus:

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Kaufen mussten wir dafür nur die Drehknöpfe, Scharniere und den Griff für die Ofentür. Die Sperrholzplatte für die Ofentür war mal ein selbstgebautes Gewürzregal für den Küchenschrank.

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Die Herdplatten sind aus grauer Baumwolle gehäkelt, und können auch für andere Dinge verwendet werden. Hinten links ist der „Wasserhahn“.

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Herdplatten weggeräumt und Plastikschüssel her, schon ist es eine Spüle. Links und rechts gibt es Häken zum Aufhängen der Küchenutensilien, das ist momentan die Lieblingsbeschäftigung vom kleinen Bruder 😉

 

Als Backblech im Ofen dient ein kleines Holztablett. Sandsäckchen sind der Kuchenteig 🙂

Dazu gabs noch selbstgemachte Filz-Farfalle und ein Spiegelei, sowie ein recyceltes Schneidbrett und einen Regenbogen-Topflappen.

Ich liebe es, alten Dingen einen neuen Verwendungszweck zu geben. Alles in Allem ist diese Variante vermutlich „mehr“ Waldorf oder Montessori als jede gekaufte 🙂

Kinder, Kreatives, Langhaartraum, Puppen, Selbermachen, Spielzeug, Waldorf

Carlotta

Lang hats mal wieder gedauert, endlich ein neuer Beitrag!

Feuer gefangen fürs Puppenmachen hatte ich ja schon bei der ersten Puppe, die ich selbergemacht habe: Fritzi.

Die zweite ist mit Sicherheit auch nicht die letzte 🙂

Zum dritten Geburtstag (drei Jahre ist die Große schon geworden, Waaaaaahnsinn oder?) wollte ich ihr nun noch eine etwas größere Puppe schenken. Drangesetzt habe ich mich etwa eine Woche vorher, und sie ist gerade noch so pünktlich fertig geworden. Teilweise war es ganz schön harte Arbeit, vor allem das Stopfen der Arme und Beine mit Wolle und das Häkeln der Perücke. Leider hab ich keine Fotos vom Entstehungsprozess gemacht, es war abends einfach schon zu dunkel.

Und so sieht sie aus. Darf ich vorstellen, das ist CARLOTTA:

carlotta

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Sie ist 40cm groß, und wie man sieht hab ich eine Vorliebe für grüne Augen und rote Haare 😉

Genäht hab ich sie ziemlich genau nach dem Mitzi-Ebook von Mariengold, nur die Haare hab ich etwas anders gemacht. Die Haare waren auch das zeitaufwändigste an der ganzen Puppe. Ein paar hübsche warme Winterklamotten fehlen noch- der Pulli und der Schal auf dem Foto sind von einer kleineren Puppe geborgt. Mütze, Schal und Handschuhe wirds im Adventskalender geben.

Die Klamotten & Accessoires zu machen macht mindestens genauso viel Spaß wie die Puppe selber 🙂

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SelbstgeMACHT: Schilder für Frühstücksgläser

Für ausführliche Blogbeiträge fehlt mir momentan ein bisschen die Zeit und die Muse, wie man anhand des Datums des letzten Beitrags sehen kann 😉 Daher möchte ich euch in nächster Zeit mit der Serie „SelbstgeMACHT“ einfach nur zeigen, was hier so alles gewerkelt und selbergemacht wird.

Inspiriert von dem Waldorf Getreiderhythmus gibt es bei uns nun neue Frühstücks-Vorratsgläser. Jedem Tag wird eine Getreidesorte zugeordnet, aus der es dann ein leckeres Frühstück gibt. Für die Gläser hab ich aus alten Yogiteeschachteln neue Schilder gebastelt:

Farbig beschriftet, passende Holzperlen dazu. So sieht das Regal gleich viel hübscher aus 🙂

2 unter 3, Haushaltsverschönerung, Jahreskreis, Jahreskreisfeste, Kreatives, Selbermachen, Waldorf

Unser Wochenrhythmus

Wochenrad

Um meiner knapp 2 1/2 Jährigen im normalen Alltag so etwas wie Ankerpunkte zu geben, an denen sie den Ablauf einer Woche erkennen kann, hab ich uns inspiriert von dem Getreiderhythmus von Emma Graf, nachdem jedem Tag ein Planet und eine entsprechende Getreidesorte zugeordnet wird, ein Wochenrad gebastelt:

wochenrad

Jeder Tag hat eine bestimmte Farbe und bekommt außerdem eine bestimmte Haushalts- und Freizeitaktivität zugeordnet. Das hängt nun an der Wand und wird jeden Tag zum Frühstück weitergedreht. Mittlerweile weiß sie schon, welche Farbe und welcher Tag zusammengehören und auch einige Aktivitäten dazu, d.h. es wird für sie schon vorhersehbar, was an diesem und am nächsten Tag passieren wird.

Wochentagszwerge

Passend dazu hab ich nach dieser Idee hier noch Wochentagszwerge geschnitzt, die passende farbige Filzzipfelmützen tragen. Sie stehen im Halbkreis ganz oben auf dem Jahreszeitenständer, und jeden Tag kommt derjenige nach vorne, der gerade dran ist. Auch eine schöne Idee, um ganz nebenbei die Farben kennenzulernen.

Bald soll es auch noch ein Jahresrad dazu geben, wo die Jahreszeiten und die 8 Jahreskreisfeste eingetragen sind. Eine schöne Idee finde ich auch, die drei Etagen des Jahreszeitenständers zu nutzen, um den Ablauf der Zeit darzustellen: ganz oben die Wochentagszwerge, in der Mitte das jeweilige Jahreskreisfest, und ganz unten die Jahreszeit.