Barfuß, Einfach leben, Gesundheit, Konsumwut, Luxusprobleme, Minimalismus, ReWilding, Vereinfachen

ReWilding für die Füße: Barfußschuhe

Wir sperren uns freiwillig in so viele Gefängnisse, ohne es selbst überhaupt zu merken! Zum Beispiel isolieren wir kollektiv unsere Fußsohlen vom direkten Kontakt mit der Erde, und verhindern dadurch natürlich, dass wir geerdet sind. Dass ein Großteil der Menschheit den Kontakt zu Mutter Erde verloren hat, ist ja offensichtlich wenn man nur aus dem Fenster (!) schaut. Vielleicht wäre das anders, wenn alle wieder mehr barfuß laufen, und die Erde endlich auch wieder spüren würden?…

Im Sommer laufe ich wenn möglich nur barfuß, hier in der Stadt auf den „beschissenen“ Gehsteigen mit vielen Scherben aber dann doch lieber mit FlipFlops oder Barfußschuhen. Und nachdem ich mittlerweile ein paar verschiedene Barfußschuhe getestet habe (Vibrams, Vivobarefoots und Wildlinge), wollen meine Füße sich auch gar nicht mehr in normale Schuhe reinzwängen lassen. So mussten sogar schon mehrere Paare meiner eigentlich so heiß geliebten El Naturalistas gehen. Sie lassen zwar vergleichsweise viel Platz für die Zehen, sind aber leider alle ziemlich klobig und schwer. Außderdem hab ich noch ausnahmslos alle Schuhe aussortiert, die unbequem sind oder einen Absatz haben.

Ich würde ja gerne, so wie Brittany, nur drei Paar Schuhe und eine handvoll Klamotten besitzen (ihre GANZEN Sachen inklusive Klamotten passen in einen RUCKSACK), aber soweit bin ich noch lange nicht 😉

Besonders viele Schuhe hatte ich sowieso noch nie, aber mein Schuhbestand hat sich seit dem letzten Beitrag zum minimalistischen Kleiderschrank

schuhe

noch ein bisschen weiter reduziert und verändert, und das ist übrig geblieben bzw. dazugekommen:

schuhe-2016

Die nennenswerten Unterschiede: Statt zwei Paar jetzt 6 Paar Barfußschuhe, und 3 von 4 Paar El Naturalistas hab ich aussortiert. Wer Interesse an den El Naturalistas hat, kann sich gerne melden, ich verkaufe die blauen Ballerinas, die lila Spangenschuhe, und die schwarzen Stiefel auf dem oberen Foto.

Und das hier sind die 5 Neuzugänge:

Wildlinge

Wir haben das kickstarter-Projekt mit unterstützt, und haben gleich welche der ersten Generation bekommen. Mittlerweile wurden sie schon überarbeitet, und es gibt noch mehr Modelle zur Auswahl. Sie haben ein tolles Barfußgefühl, absolut empfehlenswert! Die Kinder hatten auch welche bekommen, und für diesen Herbst werde ich wieder welche kaufen.

Vivobarefoot

Von Vivobarefoot habe ich zwei Paar, Halbschuhe & Stiefel (ein Tipp: im Sale kaufen, da spart man ordentlich! Die Stiefel haben z.B. „nur“ 115€ statt 190€ gekostet.)

Chalas

chalas

Das sind meine Sandalen für den Sommer- total bequem, schön am Fuß, und zu allem tragbar. Kosten ca. 45€, gibts in vielen verschiedenen Farben. Könnte man sich natürlich auch z.B. nach dieser Anleitung von der Frohen Minimalistin selbermachen 🙂

Außerdem noch ein Paar Sandalen von CaShott, ein paar schicke Sommersandalen braucht frau ja doch auch mal 😉

Schuhtechnisch ist somit mein Ziel fast erreicht, nur noch möglichst wenige, bequeme (möglichst Barfuß-)Schuhe zu haben. Es fehlen nur noch ein Paar Barfuß-Gummistiefel und Winterschuhe… Oder man löst das Problem wie Brittany, und hält sich nur in Gegenden auf, wo man nicht mehr braucht als ein Paar Sandalen 😉

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(F)Rohkost, Du riechst so gut!, Einfach leben, Frauengesundheit, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Minimalismus, Naturkosmetik, ReWilding, Seifenschaum, Selbermachen, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

Minimalismus im Bad

Der erste Beitrag dieses Jahr, Yeah! 😉
Minimalismus ist gerade ein sehr großes Thema bei mir, was man auch an der Beitragszahl hier sieht *räusper*

Vor kurzem bin ich über einen sehr inspirierenden Artikel von Jennifer von happygaia über natürliche Körperpflege gestolpert. Sie ist vegane Rohköstlerin und benutzt von Kopf bis Fuß eigentlich hauptsächlich Wasser, was ich ziemlich cool finde 😉

Sie hat mich dazu gebracht, in punkto Körperpflege und Ernährung nochmal einiges zu überdenken und zu reduzieren. Von „Nur-Wasser“ zwar noch weit entfernt, aber so sieht es von oben nach unten kosmetiktechnisch momentan bei mir aus:

kosmetik-minimal

Haare

  • Haarwäsche mit Lavaerde momentan ca. alle 10-14 Tage, mit dem Ziel, bald nur noch Wasser bzw. Zitronenwasser zu benutzen. Was die Lavaerde angeht, habe ich eine für mich bessere Andwendungsmethode gefunden: Einfach 1-2 EL Erde (je nach Haarmenge) in einem kleinen Messbecher mit ca. 500ml Wasser auflösen, und die dann ziemlich flüssige Erde über die Kopfhaut kippen und einmassieren. Funktioniert bei mir viel besser, als die Erde mit nur wenig Wasser anzurühren.
  • Außerdem wird fast täglich gründlich gebürstet, mit einer Paddlebrush aus Holz.
  • Und für meine trockenen Spitzen habe ich eeeendlich DAS ultimative Produkt gefunden: Sheabutter pur 🙂

Gesicht

  • zum Waschen nur Wasser, aber nicht unbedingt täglich, außerdem
  • Rosenwasser als Gesichtswasser
  • Sheabutter oder Jojobaöl auf die feuchte Haut, sonst fühlt es sich zu trocken an. Seit ein paar Tagen experimentiere ich noch mit Wildrosenöl, das wäre insofern besser, da regionaler 😉
  • Makeup verwende ich außer Kajal kaum noch, wenn dann Mascara und Kompaktpuder von Dr. Hauschka
  • für Pickel einen Tropfen Teebaumöl

Zähne

Deo

benutze immernoch meine selbstgerührte Deocreme, (mit Sheabutter, Kokosöl und Natron) und kann mir momentan nix besseres vorstellen. Außer, gar kein Deo mehr zu brauchen 😉 Wer weiß, ich versuche gerade wieder mehr Rohkost in meine Ernährung zu integrieren, vielleicht erübrigt sich das Deo dann ja auch bald…

Körper

  • Duschen nur mit Wasser und hinterher Kokosöl als Bodylotion, oder ab und zu ein
  • Öl-Salz-Peeling (z.B. mit Traubenkernöl, Meersalz und ein paar Tropfen Lavendelöl, da kann frau kreativ werden :-)) Probiert das unbedingt aus, ich hatte noch nie so schöne, samtweiche Haut!
  • rasiert wird nicht mehr, zumindest nicht im Winter, im Sommer mal sehen 😉
  • Magnesium-Öl, selbst hergestellt aus Magnesiumflakes, für die tägliche Dosis Magnesium

Sheabutter pur nehme ich außerdem noch als Lippenbalsam und Handcreme. Hab ich schon erwähnt, dass ich Sheabutter lieeebe? Wenn sie nur nicht von so weit her kommen würde… Ich kaufe sie immer beim Stübener Kräutergarten, wenn ich sowieso eine Kräuterbestellung mache.

Also, zusammengefasst:

  • Lavaerde,
  • Sheabutter,
  • Kokosöl,
  • Rosenwasser,
  • Kajal,
  • Zahnputzpulver/Xylit,
  • Deocreme,
  • Magnesium-Öl

Wozu gibts nochmal Drogerieläden? 😉

Einfach leben, Frausein, Konsumwut, Kreatives, Minimalismus, Vereinfachen

Projekt „Minimalistischer Kleiderschrank“ oder Wieviel Klamotten braucht frau wirklich?

Ich bin grade dabei, so ziemlich ALLES zu entrümpeln. Irgendwann fängt das ganze Zeug was man so anhäuft an, einen zu erdrücken, die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich hab schon seit einiger Zeit einen richtigen Drang, Ballast loszuwerden. Bis jetzt allerdings ohne großes System dahinter. Ich nehm mir einfach immer wenn ich Zeit habe einen Bereich in der Wohnung vor, den ich gründlich ausmiste und neu organisiere. Mein Ziel ist es, nur noch Dinge zu besitzen, die wir auch wirklich brauchen und benutzen, und genau zu wissen, WO ich was finde. Als nächstes ist der Kleiderschrank dran.

Mein Schrank ist übervoll, trotzdem steh ich oft ratlos davor und „hab nix zum Anziehen“. Und ich ziehe bestimmt nur einen Bruchteil vom Gesamtinhalt regelmäßig an, der Rest verstaubt. Ein Zeichen, endlich etwas zu ändern! Einmal richtig gründlich ausmisten, neu organisieren und Up- bzw. Recycling ist angesagt.

Bezüglich unseres Konsumverhaltens was speziell Klamotten angeht sind mir vor kurzem noch ein paar interessante Videos im Internet begegnet:

  • Die Doku „Schick aber schädlich“ zeigt eindrucksvoll, wer den eigentlichen Preis für die günstigen Klamotten von H&M und Co. zahlt- die Arbeiter nämlich, die nicht selten ihr Leben aufs Spiel setzen, um die neueste Mode für uns zu produzieren-, und dass auch Bio-Kleidung nicht wirklich Bio ist, weil meist zwar die Baumwolle biologisch angebaut wird, aber erstens nicht garantiert werden kann, dass nicht vom nicht-bio Nachbarfeld doch Pestizide herüberwehen, und zweitens trotzdem synthetisch (das heißt mit giftigen Substanzen) gefärbt wird.
  • Und die Video-Serie „Sweatshop – Deadly Fashion“, in der drei junge Modeblogger aus Schweden für 10 Tage nach Kambodscha reisen, um sich die Bedingungen vor Ort anzuschauen, und erschüttert werden. Auch wenn das für mich ein bisschen konstruiert wirkte, es ist auf jeden Fall ein Augenöffner.

Ich wusste zwar, dass die Klamotten unter widrigen Bedingungen hergestellt werden, aber die Bilder haben das nochmal mehr verdeutlicht. Da will ich nicht mehr mitmachen.

Gehört es zum glücklichen Frausein tatsächlich dazu, jede Saison einen neuen Stapel Klamotten zu kaufen, so wie es uns die Werbemaschinerie glauben machen will? Bestimmt nicht. Auch dann nicht, wenn alles irgendwann tatsächlich alles fair produziert werden sollte.

Mit dem ständigen Mehr-Wollen und Mehr-Kaufen befriedigen wir andere, tiefer liegendere Bedürfnisse, die uns vielleicht gar nicht so bewusst sind. Die Wilde Wölfin hat vor kurzem den schönen Beitrag „Haben und Sein“ dazu geschrieben.

In Zukunft werde ich deshalb:

  • nichts mehr bei den Billigklamottenläden kaufen (ich finde dort sowieso kaum noch was, weil mittlerweile fast überall Kunstfasern mit verarbeitet sind und ich die aktuelle „Mode“ einfach nur schrecklich finde)
  • wenn was gebraucht wird, dann entweder Second Hand oder wirklich Bio kaufen, vor allem für die Kids
  • nur hochqualitative Schuhe kaufen (wenn aus Leder, dann chromfrei gegerbt), die zwar teuerer sind, aber dafür auch jaaaaaahrelang halten. Ich bin zum Beispiel großer ElNaturalista-Fan:-)
  • Was Schuhe betrifft bin ich schon relativ minimalistisch, denke ich. Ein paar hübsche Sandalen hätte ich gern noch, da suche ich schon seit letztem Jahr. Das ist meine „Schuhsammlung“:
schuhe
Römersandalen, FlipFlops, Outdoorsandalen, Zehenschuhe, Ballerinas, Spangenschuhe, Stiefeletten, höhere Stiefel, warme Winterstiefel und Wanderschuhe. Ach, und ein paar Gummistiefel fehlt noch auf dem Bild. Das wären dann zusammen 12 Paar fürs ganze Jahr. Im Sommer lauf ich aber sowieso fast nur barfuß 😉

Und was den jetzigen Klamottenbestand angeht:

  • eine Bestandsaufnahme machen und gründlich ausmisten,
  • mit dem Ziel eines „minimalistischen Kleiderschranks“ wie es hier bei The Project 333 beschrieben ist, d.h. zu versuchen, mit nur 33 Teilen inklusive Jacken, Schuhen und Accessoires auszukommen, und alle 3 Monate zum Saisonwechsel den Kleiderschrankinhalt zu rotieren
  • schauen, ob und wie ich aussortierte Sachen re- oder upcyclen kann, und z.B.
  • aus zwei alten Shirts eines machen  und
  • aus alten Klamotten neue Kindersachen nähen

Ich werde berichten, wie es vorangeht, und auf jeden Fall Vorher-Nachher-Fotos machen 😉

 

Links zum Thema:

http://kleinerdrei.org/2015/02/genug-gehabt/

http://theproject333.com/

 

Einfach leben, Fundstücke, Haushaltsverschönerung, Konsumwut, Selbermachen

Verliebt in ein Einmachglas…

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Bis jetzt waren Einmachgläser für mich einfach nur langweilige Einmachgläser. Gläser, die halt ihren Zweck erfüllen. Besonders hübsch sind die selbst gesammelten Gläser ja meistens nicht, mit den bunt bedruckten Deckeln.

Dann bin ich vor kurzem über die amerikanischen Mason Jars gestolpert, und es war um mich geschehen 😉 Sie haben so ein gewisses Etwas, ich kann nicht mal genau sagen was. Klassische Eleganz? Einen Hauch von Nostalgie? Was auch immer, ich finde die sowas von schön, dass ich die jetzt unbedingt brauche. Es gibt sie in allen möglichen Größen. Zudem gibt es noch verschiedene Deckel dazu zu kaufen, z.B. welche mit Drahtsieb, mit denen man die Gläser ganz einfach zum Sprossenziehen umrüsten kann. Ganz zu schweigen von den anderen unzähligen Verwendungsmöglichkeiten von Nützlich und Praktisch bis Ausgefallen und Deko. Klar kann man dafür auch andere Gläser nehmen, aber die sind einfach nun mal nicht mal halb so stylish! Einfach mal bei flickr oder Pinterest „Mason Jar“ eingeben 😉 Besonders die alten blauen habens mir angetan. *schmacht*

Quelle: http://bigdayfor10k.com/2010/05/24/mason-jars-your-new-bff/

Und nun zum eigentlichen Problem:

WARUM kann man die in Deutschland nirgends kaufen, wo man sich doch sonst mit allem möglichen unnützem Schrapel totkaufen kann?

Hat vielleicht jemand einen Tipp, wo ich die bekommen könnte, ohne gleich ein Vermögen an Versandkosten (50€+ laut meiner bisherigen Recherche) zu zahlen? Oder hat sogar zufällig jemand eine Palette von diesen Dingern im Keller stehen, und will sie loswerden? 😉

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Einfach leben, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Langhaartraum, Naturkosmetik, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck

Ausmisten: Haut & Haare

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Vereinfachen und Ausmisten auch beim Thema Haut & Haar.

Ich probiere ja nun schon seit geraumer Zeit mit verschiedener Naturkosmetik herum (siehe Rubrik „Frausein“), um meine Haut&Haar-Probleme in den Griff zu kriegen. Bis jetzt hat kein Produkt wirklich geholfen, also warum nicht mal die Minimalst-Schiene fahren? (Schont außerdem enorm den Geldbeutel…)

WASSER PUR. Na gut, nicht ganz. Ausnahmen: Deo, Kajal, Mascara und Öl.

Haut

Zum täglichen Waschen nehm ich schon lange nur noch Wasser und kein Duschgel mehr, und meine Haut dankt es mir. Geduscht wird weiterhin ca. einmal pro Woche, je nach Bedarf, und hinterher eingeölt mit selbstgemischten Ölen.

Neu ist jetzt WASSER PUR fürs Gesicht. Teste ich erst seit ein paar Tagen. Kurz nach dem Waschen ein leichtes Spannungsgefühl, was sich aber dann gibt. Ich hoffe darauf, dass meine Haut nach einiger Zeit wieder lernt, sich selbst zu regulieren, und ich ohne weitere Pflegeprodukte auskomme. Wenn, dann nehm ich nur Sachen, die ich auch essen würde 🙂

Noch ein positiver Aspekt: Zeitersparnis! (Die sich allerdings wieder mehr als relativiert beim Thema Haare…)

Wasser-ins-Gesicht + Abtrocknen

vs.

Wasser-ins-Gesicht + Waschcreme + Waschcreme-wieder-abwaschen + Abtrocknen + Gesichtswasser + Creme

Haare

Die Haare bürste ich täglich mit einer „Wildsau“ und trage sie dann meistens irgendwie zusammengebunden oder geflochten. Einige lockentragende Damen im Langhaarnetzwerk kämmen ihre Pracht ja gar nicht oder nur mit den Fingern, das kann ich aber nicht machen, so schön es auch aussieht- nach spätestens zwei Tagen haben ich einen nahezu unentwirrbaren Besen auf dem Kopf, und werde dem nur unter Schmerzen, Frust und Haarverlust wieder Herr. Stellas Beitrag : Bürste ohne Plastik hat mich dazu motiviert, der Schweineborste noch eine letzte Chance zu geben. Da ich sehr dicke + viele + lockige Haare habe, hat es eine Weile gedauert, bis ich die richtige Wildsau-Technik raushatte. Mit einer Kombination aus grobzinkigem Hornkamm, Holzbürste, Stielkamm und Wildsau und ein wenig Kraft- und Zeitaufwand komme ich nun sogar bis auf die Kopfhaut, Juhuu 😉 Und der scheint es tatsächlich zu gefallen.

Die Wildsau nimmt einiges an Staub und Dreck auf und verteilt das natürliche Fett auf die ganze Haarlänge. Ich hab meine Haare nun seit 22 Tagen nicht gewaschen (ja, wirklich), und die Schuppen sind verschwunden, die Kopfhaut fühlt sich gut an. Der Ansatz ist nicht fettig, und die sonst trockenen Längen und Spitzen fühlen sich griffig und fast sogar weich an, gar nicht mehr strohig. Allerdings dauert die tägliche Bürstung gut eine halbe Stunde. Mal sehen wie lang ich das durchhalte 😉

Waschen will ich beim nächsten Mal auch mit WASSER PUR probieren. Und nachdem meine Lavaerde-Versuche nicht sehr erfolgreich waren, evtl. mal Sidr als Alternative testen, mehr dazu hier bei Silke.

Mein Badregal sieht also zur Zeit so aus:

Zahnbürste & Zahnpasta, Deo, (Kokos)Öl, Kajal, Mascara, Hornkamm, Stielkamm, Holzbürste, Wildsau.

Recht übersichtlich, finde ich. Leider nicht ganz plastikfrei. Dekorative Kosmetik ist sowieso noch ein anderes Thema, das auf meiner Liste steht…

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Einfach leben, Konsumwut, Naturschutz, Seifenschaum, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck

„Weg mit dem Plastikdreck“ – Zwischenbilanz

Der Besuch von Stella vom „Leben ohne Plastik“-Blog hat mich dazu bewegt, das Projekt „Weg mit dem Plastikdreck“ mal wieder aus der Versenkung zu holen.

Da es demnächst bei uns ja noch viel mehr Plastik-Vermeidungs-Potenzial geben wird, nämlich wenn der kleine Bauchzwerg geschlüpft ist, ist das Thema momentan bei mir auch wieder hochaktuell… Dazu im nächsten Artikel dann mehr.

Das Projekt lief die Ganze Zeit mehr oder weniger weiter, manche Dinge haben sich bewährt, andere hab ich wieder verworfen, und einige neue kamen hinzu. Hier mal eine kurze Bilanz:

  • Die Strick-Spülis sind mittlerweile aus der Küche nicht mehr wegzudenken.
  • Für meine Zahnbürste verwende ich zumindest Wechselköpfe aus Naturborsten, der Griff ist leider noch aus Plastik.
  • Zum Aufbewahren von Essensresten im Kühlschrank werden statt Plastikdosen meist einfache Keramikschüsseln mit passenden Untertassen als Deckeln verwendet.
  • Zum Transportieren von Brotzeiten sind wir einen Kompromiss eingegangen und haben uns solche rechteckigen Glasbehälter mit Plastikdeckeln angeschafft. Neben der Bruchgefahr ist auch das recht beträchtliche Gewicht noch ein Faktor. Da das Transportgut ja nicht unbedingt mit dem Deckel in Berührung kommt, kann ich also damit leben, dass dieser aus Plastik ist.
  • Statt Duschgel nehm ich jetzt nur noch mein selbstgemischtes Duschpeeling. Das geht denke ich allerdings auch nur, wenn man so wie ich nur einmal pro Woche duscht, sonst nimmt einem die Haut die tägliche Salzabreibung wahrscheinlich übel 😉
  • Bürsten und Kämme zur Haarpflege sind mittlerweile alle aus Holz und Naturborsten bzw. Horn, das meiste von kostkamm.
  • Bei der Zahnpasta sind wir leider aus Bequemlichkeit wieder bei der ollen Tubenpaste gelandet, aber eine ohne bedenkliche Süßstoffe und Fluor.
  • Und leider fiel auch die Haarseife durch, von der ich mir eigentlich recht viel versprochen hatte. Ich habe Selbstgesiedete ausprobiert, Alepposeife und gekaufte Haarseife- alle hinterließen in kürzester Zeit und trotz saurer Rinse nach dem Waschen einen klebrigen, strähnigen, kaum kämmbaren Wischmopp. Schade. Also auch hier mangels Alternativen wieder zurück zum Shampoo „clarus“ von culum natura.

Zum Thema Kleidung noch etwas, was mir in letzter Zeit aufgefallen ist: Bei H*und*M gibt es jetzt relativ viele Basic-Teile mit Biobaumwollanteil, gleichzeitig haben viele Teile, die es sonst aus 100% Baumwolle gab, neuerdings einen Polyester-Anteil von 20%, was man nicht unbedingt gleich beim Anfassen merkt. Ich gucke also wirklich bei jedem Teil zuerst auf die Materialzusammensetzung, auch wenns nervt. Besonders nervig ist es dann noch, wenn das gleiche Teil in verschiedenen Farben unterschiedliche Materialzusammensetzungen hat (!).

Großes Plastik-Vermeidungs-Potenzial haben wir immernoch bei den Lebensmittelverpackungen. Wir kaufen schon soviel wie möglich Obst und Gemüse frisch vom Markt und transportieren die Einkäufe dann in Körben und Stofftaschen, aber bei Reis, Nudeln, Nüssen und Co. wirds problematisch. Größere Gebinde in Papiersäcken zu kaufen wäre eine Möglichkeit, wenn genug Platz zum Lagern vorhanden ist…

Aufklärung, Fundstücke, Konsumwut

Kaufen für die Müllhalde…

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…Oder: Ist der Apfel doch nicht so grün wie er tut?

Warum hält der eiPott nur  18 Monate, warum brennen Glühbirnen nur 1000 Stunden, wo es doch Patente für Glühbirnen mit einer Lebensdauer von 100.000 Stunden gibt?

„Geplante Obsoleszenz“ heißt das Zauberwort. Das heißt, Produkte werden absichtlich mit einem künstlichen Verfallsdatum versehen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Was dabei mit der Natur geschieht, ist nebensächlich.

In der Praxis kann das so aussehen, dass in einem Drucker ein Chip eingebaut ist, der die gedruckten Seiten mitzählt und wenn die vom Hersteller gewüschte Zahl überschritten ist, eine Fehlermeldung wirft.

Eine sehr sehenswerte Doku von Arte über heutiges Produktdesign:

Die gute Nachricht: es geht auch anders 🙂 Kennt ihr Hersteller, die nichts von geplanter Obsoleszenz halten? Sobald ich welche finde, werde ich das hier mitteilen, bzw. eine neue Linkliste anfangen. Den Anfang macht Kulmine.

Und hier kann man sich die Glühbirne, die seit 1901 brennt, live ansehen (sie hat ironischerweise schon 2 Webcams überlebt):

http://www.centennialbulb.org/photos.htm

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