Barfuß, Einfach leben, Gesundheit, Konsumwut, Luxusprobleme, Minimalismus, ReWilding, Vereinfachen

ReWilding für die Füße: Barfußschuhe

Wir sperren uns freiwillig in so viele Gefängnisse, ohne es selbst überhaupt zu merken! Zum Beispiel isolieren wir kollektiv unsere Fußsohlen vom direkten Kontakt mit der Erde, und verhindern dadurch natürlich, dass wir geerdet sind. Dass ein Großteil der Menschheit den Kontakt zu Mutter Erde verloren hat, ist ja offensichtlich wenn man nur aus dem Fenster (!) schaut. Vielleicht wäre das anders, wenn alle wieder mehr barfuß laufen, und die Erde endlich auch wieder spüren würden?…

Im Sommer laufe ich wenn möglich nur barfuß, hier in der Stadt auf den „beschissenen“ Gehsteigen mit vielen Scherben aber dann doch lieber mit FlipFlops oder Barfußschuhen. Und nachdem ich mittlerweile ein paar verschiedene Barfußschuhe getestet habe (Vibrams, Vivobarefoots und Wildlinge), wollen meine Füße sich auch gar nicht mehr in normale Schuhe reinzwängen lassen. So mussten sogar schon mehrere Paare meiner eigentlich so heiß geliebten El Naturalistas gehen. Sie lassen zwar vergleichsweise viel Platz für die Zehen, sind aber leider alle ziemlich klobig und schwer. Außderdem hab ich noch ausnahmslos alle Schuhe aussortiert, die unbequem sind oder einen Absatz haben.

Ich würde ja gerne, so wie Brittany, nur drei Paar Schuhe und eine handvoll Klamotten besitzen (ihre GANZEN Sachen inklusive Klamotten passen in einen RUCKSACK), aber soweit bin ich noch lange nicht 😉

Besonders viele Schuhe hatte ich sowieso noch nie, aber mein Schuhbestand hat sich seit dem letzten Beitrag zum minimalistischen Kleiderschrank

schuhe

noch ein bisschen weiter reduziert und verändert, und das ist übrig geblieben bzw. dazugekommen:

schuhe-2016

Die nennenswerten Unterschiede: Statt zwei Paar jetzt 6 Paar Barfußschuhe, und 3 von 4 Paar El Naturalistas hab ich aussortiert. Wer Interesse an den El Naturalistas hat, kann sich gerne melden, ich verkaufe die blauen Ballerinas, die lila Spangenschuhe, und die schwarzen Stiefel auf dem oberen Foto.

Und das hier sind die 5 Neuzugänge:

Wildlinge

Wir haben das kickstarter-Projekt mit unterstützt, und haben gleich welche der ersten Generation bekommen. Mittlerweile wurden sie schon überarbeitet, und es gibt noch mehr Modelle zur Auswahl. Sie haben ein tolles Barfußgefühl, absolut empfehlenswert! Die Kinder hatten auch welche bekommen, und für diesen Herbst werde ich wieder welche kaufen.

Vivobarefoot

Von Vivobarefoot habe ich zwei Paar, Halbschuhe & Stiefel (ein Tipp: im Sale kaufen, da spart man ordentlich! Die Stiefel haben z.B. „nur“ 115€ statt 190€ gekostet.)

Chalas

chalas

Das sind meine Sandalen für den Sommer- total bequem, schön am Fuß, und zu allem tragbar. Kosten ca. 45€, gibts in vielen verschiedenen Farben. Könnte man sich natürlich auch z.B. nach dieser Anleitung von der Frohen Minimalistin selbermachen 🙂

Außerdem noch ein Paar Sandalen von CaShott, ein paar schicke Sommersandalen braucht frau ja doch auch mal 😉

Schuhtechnisch ist somit mein Ziel fast erreicht, nur noch möglichst wenige, bequeme (möglichst Barfuß-)Schuhe zu haben. Es fehlen nur noch ein Paar Barfuß-Gummistiefel und Winterschuhe… Oder man löst das Problem wie Brittany, und hält sich nur in Gegenden auf, wo man nicht mehr braucht als ein Paar Sandalen 😉

(F)Rohkost, Du riechst so gut!, Einfach leben, Frauengesundheit, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Minimalismus, Naturkosmetik, ReWilding, Seifenschaum, Selbermachen, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

Minimalismus im Bad

Der erste Beitrag dieses Jahr, Yeah! 😉
Minimalismus ist gerade ein sehr großes Thema bei mir, was man auch an der Beitragszahl hier sieht *räusper*

Vor kurzem bin ich über einen sehr inspirierenden Artikel von Jennifer von happygaia über natürliche Körperpflege gestolpert. Sie ist vegane Rohköstlerin und benutzt von Kopf bis Fuß eigentlich hauptsächlich Wasser, was ich ziemlich cool finde 😉

Sie hat mich dazu gebracht, in punkto Körperpflege und Ernährung nochmal einiges zu überdenken und zu reduzieren. Von „Nur-Wasser“ zwar noch weit entfernt, aber so sieht es von oben nach unten kosmetiktechnisch momentan bei mir aus:

kosmetik-minimal

Haare

  • Haarwäsche mit Lavaerde momentan ca. alle 10-14 Tage, mit dem Ziel, bald nur noch Wasser bzw. Zitronenwasser zu benutzen. Was die Lavaerde angeht, habe ich eine für mich bessere Andwendungsmethode gefunden: Einfach 1-2 EL Erde (je nach Haarmenge) in einem kleinen Messbecher mit ca. 500ml Wasser auflösen, und die dann ziemlich flüssige Erde über die Kopfhaut kippen und einmassieren. Funktioniert bei mir viel besser, als die Erde mit nur wenig Wasser anzurühren.
  • Außerdem wird fast täglich gründlich gebürstet, mit einer Paddlebrush aus Holz.
  • Und für meine trockenen Spitzen habe ich eeeendlich DAS ultimative Produkt gefunden: Sheabutter pur 🙂

Gesicht

  • zum Waschen nur Wasser, aber nicht unbedingt täglich, außerdem
  • Rosenwasser als Gesichtswasser
  • Sheabutter oder Jojobaöl auf die feuchte Haut, sonst fühlt es sich zu trocken an. Seit ein paar Tagen experimentiere ich noch mit Wildrosenöl, das wäre insofern besser, da regionaler 😉
  • Makeup verwende ich außer Kajal kaum noch, wenn dann Mascara und Kompaktpuder von Dr. Hauschka
  • für Pickel einen Tropfen Teebaumöl

Zähne

Deo

benutze immernoch meine selbstgerührte Deocreme, (mit Sheabutter, Kokosöl und Natron) und kann mir momentan nix besseres vorstellen. Außer, gar kein Deo mehr zu brauchen 😉 Wer weiß, ich versuche gerade wieder mehr Rohkost in meine Ernährung zu integrieren, vielleicht erübrigt sich das Deo dann ja auch bald…

Körper

  • Duschen nur mit Wasser und hinterher Kokosöl als Bodylotion, oder ab und zu ein
  • Öl-Salz-Peeling (z.B. mit Traubenkernöl, Meersalz und ein paar Tropfen Lavendelöl, da kann frau kreativ werden :-)) Probiert das unbedingt aus, ich hatte noch nie so schöne, samtweiche Haut!
  • rasiert wird nicht mehr, zumindest nicht im Winter, im Sommer mal sehen 😉
  • Magnesium-Öl, selbst hergestellt aus Magnesiumflakes, für die tägliche Dosis Magnesium

Sheabutter pur nehme ich außerdem noch als Lippenbalsam und Handcreme. Hab ich schon erwähnt, dass ich Sheabutter lieeebe? Wenn sie nur nicht von so weit her kommen würde… Ich kaufe sie immer beim Stübener Kräutergarten, wenn ich sowieso eine Kräuterbestellung mache.

Also, zusammengefasst:

  • Lavaerde,
  • Sheabutter,
  • Kokosöl,
  • Rosenwasser,
  • Kajal,
  • Zahnputzpulver/Xylit,
  • Deocreme,
  • Magnesium-Öl

Wozu gibts nochmal Drogerieläden? 😉

(F)Rohkost, Einfach leben, Gesundheit, Selbermachen, Weg mit dem Plastikdreck

Vitamix-Alternative und Mandelmilch

Ich habe schon länger mit einem Blender geliebäugelt, aber der Vitamix war mir mit 600 € einfach zu teuer. Nun hab ich eine denke ich wirklich gute Alternative gefunden: Den OmniBlend V von JTC, für 229€.

blender

Er hat auch maximal 38.000 Umdrehungen/Min und kann laut verschiedenen Vergleichstests durchaus mit seinem teureren Bruder mithalten.

Nun gibt es endlich auch bei uns selbstgemachte Mandelmilch 🙂 Die gekaufte (von Provamel) mochte ich von der Konsistenz her nicht so, war mir zu dick, und außerdem auch relativ teuer, mit 2,99€ pro Liter.

Dazu nehm ich einfach zwei Handvoll Mandeln, lasse sie über Nacht in Wasser einweichen, dann mit ca. 1 Liter Wasser und drei Datteln (wers dezent süß mag) gründlich mixen. Das Ganze durch einen Nussmilchbeutel, bzw. einen aus einem Geschirrtuch selbstgenähten filtern, und das was übrig bleibt auf einem Backblech trocknen. (Dafür bräuchten wir jetzt noch einen Dehydrator… ;-)) Das lässt sich dann wunderbar als Mandelmehl in Smoothies, Cookies oder Pancakes verwenden.

Außerdem haben wir gleichzeitig auch noch weniger Müll und keine potentiellen Giftstoffe durch den Tetrapack. Zu dem Thema gibt es noch eine erschreckende Doku von Arte über Schadstoffe, die aus der Verpackung in die Lebensmittel wandern und teilweise verheerende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen:

Nachtrag am 10.3.: Die Mandelmilch hält im Kühlschrank nur höchstens3-4 Tage! Wer also keinen ganzen Liter in drei Tagen verbraucht, lieber gleich weniger machen…

(F)Rohkost, Gesundheit, Primal/Paleo

Ernährung: Radiant & Primal

In Punkto Ernährung ist auch dringend mal wieder ein Update nötig. Letztes Jahr hat sich bei mir so einiges getan, dazu hab ich hier bis jetzt noch gar kein Wort verloren.

Nach der Schwangerschaft, als Babymiez so in etwa ein halbes Jahr alt war habe ich noch voll gestillt, fühlte ich mich total ausgelaugt, müde, antriebslos und ohne jede Energie. Ende April hab ich mich bei Leonie Dawsons Goddess Circle angemeldet, und Anfang Mai startete der Radiant Goddess e-course:

„A 21-day nutrition, movement & meditation journey to revitalise your body, mind & soul! You’ll be guided by gorgeous menu plans, movement plans, spirit + inspiration projects, and meditations to guide you as you reawaken your Radiant Goddess self. This is perfect if you’re ready to be moving, meditating, eating & discovering in a joyful, spirited goddess way. Ready to feel blissed out, inspired & radiant?“

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Das hörte sich genau nach dem an, was ich brauchte, also machte ich gleich mit. Der e-course ist in der Mitgliedschaft mit inbegriffen, ansonsten kostet er 89$.

Jeden Tag gab es ein Coaching-Video von Leonie, einen Ernährungsplan mit hauptsächlich Rohkostrezepten, außerdem Meditationen und Vorschläge für kreative Projekte und Bewegung.

Das hier war z.B. mein Vision Board zum Thema „Radiance“:

visionboard-radiance

Die 3 Wochen waren total schnell rum, und es hat echt viel Spaß gemacht! Es waren soviele tolle Anregungen für den Alltag dabei, und einige der Rezepte wurden zu absoluten Lieblingen, die heute noch immer mal wieder auf den Tisch kommen. Am Ende des Kurses gab es noch eine Linkliste, unter anderem auf Leo Babautas zenhabits, bzw. einen Artikel mit einer Liste von inspirierenden Fitnessblogs. Gleich der erste war Mark’s Daily Apple. Ich hab ihn angeklickt und kam tagelang nicht mehr los von der Seite. Es war genau das, wonach ich gesucht hatte. Im Prinzip leben wie die Steinzeitmenschen, aber eben modern: „Primal Living in a modern world.“ Unsere Gene sind größtenteils noch die unserer steinzeitlichen Vorfahren, weshalb unsere Körper auch heute am besten funktionieren, wenn wir „steinzeitlich“ leben. Das heißt, v.a. kein Getreide und Zucker essen, sondern Pflanzen und Tiere. Sich viel und langsam bewegen (Stichwort Jäger und Sammler), ab und zu schwere Sachen heben und einen Sprint hinlegen (Jagd oder Flucht), genügend schlafen und ausruhen, auch mal spielen, Sonnenbaden, und möglichst viel barfuß laufen. Die Ernährung spielt seiner Meinung nach eine sehr große Rolle, etwa 80% der körperlichen Verfassung werden dadurch bestimmt.

Ab Juni haben wir es dann einfach mal ausprobiert. Kein Getreide mehr, dafür viel Gemüse, kleine Mengen Bio-Fleisch, relativ viel gute Fette wie Kokosöl, Olivenöl, Butter & Ghee. Komischerweise hatte ich plötzlich wieder Lust auf Fleisch, nachdem ich jahrelang Vegetarierin und zeitweise sogar Veganerin war. Und siehe da: die 3-4 Kilos zuviel, die seit Jahren wie Zement an mir dranhingen, verschwanden nach und nach, obwohl ich mehr Fett aß als je zuvor. An meinen Armen wurden plötzlich Muskeln sichtbar. Die Müdigkeit, die nach einem kohlehydratreichen Essen ziemlich zuverlässig immer kurz nach dem Essen kam, weg. Kein aufgeblähter Bauch mehr. Meine Haut wurde besser. Kurz gesagt, es musste was dran sein. Über Weihnachten dann kam ein Rückfall in alte Gewohnheiten (woran teilweise auch die Schwangerschaftsgelüste Schuld sind ;-)), es gab Plätzchen, Pizza, und auch mal wieder Brot. Ich merke aber, dass es mir nicht gut tut, und nun will ich langsam wieder auf den Primal/Paleo-Zug aufspringen…

Ob ich damit nun MEINE Ernährungsweise gefunden habe, kann ich noch nicht sagen, aber ich bin auf jeden Fall näher dran als je zuvor.

Du riechst so gut!, Gesundheit, Kräuter, Selbermachen, Selbstversorgung

Fichtenspitzensirup

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Gesammelt in der Heimat vor einer Woche:

Aus frischen Fichtenspitzen mache ich Sirup, ganz ohne Kochen, nach dem Rezept von Susanne Fischer-Rizzi aus ihrem Buch „Blätter von Bäumen“:

Abwechselnd gehackte Fichtenspitzen mit Zucker in Gläser schichten, einstampfen und 3 Wochen lang an einem warmen Ort stehen lassen. Ich hab 3 verschiedene Zuckersorten verwendet: Braunen Rohrohrzucker, hellen Rohrohrzucker und Rübenzucker (aus deutschen Zuckerrüben -> hab ich neulich im Naturkostladen entdeckt). Nach einer Woche sieht das Ganze dann so aus:

 Danach filtern und kühl, am besten im Kühlschrank, lagern.

Riecht und schmeckt lecker nach Wald und hilft wunderbar bei Erkältungen.

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Einfach leben, Gesundheit, Langhaartraum, Naturkosmetik, Vereinfachen

Wasser PUR, Update

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Haut:

Das Kokosöl leistet weiterhin gute Dienste im Alleingang, allerdings hab ich momentan wieder vermehrt mit Pickeln zu kämpfen- könnte aber auch an den Hormonen liegen, weil ich grade zum ersten Mal nach der Geburt wieder meine Tage habe…

Haare:

Die hab ich nach 9 Wochen mal mit Wasser gewaschen- böser Fehler. Danach waren sie total klebrig, dreckig, einfach nur Bäääääh. Nach ein paar Tagen Bürsten hat sich das dann wieder gegeben. Das mach ich nicht nochmal.

3 Wochen später hab ich einmal mit dem Kastanienshampoo von Weleda gewaschen, und ich muss sagen, dass sie erst jetzt, nach weiteren 3 Wochen Bürsten, langsam wieder angenehm werden.

Ich würde sagen, hier ist das Projekt „Vereinfachen“ schonmal geglückt 🙂

Zum Thema Naturkosmetik hab ich mir neulich dieses vielversprechende Buch hier gekauft (entdeckt bei Soulemama):

Mit lauter tollen, und vor allem einfachen Rezepten und Zutaten, die sich in jeder Hexenküche finden. Sowas find ich genial 🙂 Vielleicht gibts bald Testberichte. Zu Beltane würde sich z.B. ein schönes Bad anbieten…

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Einfach leben, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Langhaartraum, Naturkosmetik, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck

Ausmisten: Haut & Haare

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Vereinfachen und Ausmisten auch beim Thema Haut & Haar.

Ich probiere ja nun schon seit geraumer Zeit mit verschiedener Naturkosmetik herum (siehe Rubrik „Frausein“), um meine Haut&Haar-Probleme in den Griff zu kriegen. Bis jetzt hat kein Produkt wirklich geholfen, also warum nicht mal die Minimalst-Schiene fahren? (Schont außerdem enorm den Geldbeutel…)

WASSER PUR. Na gut, nicht ganz. Ausnahmen: Deo, Kajal, Mascara und Öl.

Haut

Zum täglichen Waschen nehm ich schon lange nur noch Wasser und kein Duschgel mehr, und meine Haut dankt es mir. Geduscht wird weiterhin ca. einmal pro Woche, je nach Bedarf, und hinterher eingeölt mit selbstgemischten Ölen.

Neu ist jetzt WASSER PUR fürs Gesicht. Teste ich erst seit ein paar Tagen. Kurz nach dem Waschen ein leichtes Spannungsgefühl, was sich aber dann gibt. Ich hoffe darauf, dass meine Haut nach einiger Zeit wieder lernt, sich selbst zu regulieren, und ich ohne weitere Pflegeprodukte auskomme. Wenn, dann nehm ich nur Sachen, die ich auch essen würde 🙂

Noch ein positiver Aspekt: Zeitersparnis! (Die sich allerdings wieder mehr als relativiert beim Thema Haare…)

Wasser-ins-Gesicht + Abtrocknen

vs.

Wasser-ins-Gesicht + Waschcreme + Waschcreme-wieder-abwaschen + Abtrocknen + Gesichtswasser + Creme

Haare

Die Haare bürste ich täglich mit einer „Wildsau“ und trage sie dann meistens irgendwie zusammengebunden oder geflochten. Einige lockentragende Damen im Langhaarnetzwerk kämmen ihre Pracht ja gar nicht oder nur mit den Fingern, das kann ich aber nicht machen, so schön es auch aussieht- nach spätestens zwei Tagen haben ich einen nahezu unentwirrbaren Besen auf dem Kopf, und werde dem nur unter Schmerzen, Frust und Haarverlust wieder Herr. Stellas Beitrag : Bürste ohne Plastik hat mich dazu motiviert, der Schweineborste noch eine letzte Chance zu geben. Da ich sehr dicke + viele + lockige Haare habe, hat es eine Weile gedauert, bis ich die richtige Wildsau-Technik raushatte. Mit einer Kombination aus grobzinkigem Hornkamm, Holzbürste, Stielkamm und Wildsau und ein wenig Kraft- und Zeitaufwand komme ich nun sogar bis auf die Kopfhaut, Juhuu 😉 Und der scheint es tatsächlich zu gefallen.

Die Wildsau nimmt einiges an Staub und Dreck auf und verteilt das natürliche Fett auf die ganze Haarlänge. Ich hab meine Haare nun seit 22 Tagen nicht gewaschen (ja, wirklich), und die Schuppen sind verschwunden, die Kopfhaut fühlt sich gut an. Der Ansatz ist nicht fettig, und die sonst trockenen Längen und Spitzen fühlen sich griffig und fast sogar weich an, gar nicht mehr strohig. Allerdings dauert die tägliche Bürstung gut eine halbe Stunde. Mal sehen wie lang ich das durchhalte 😉

Waschen will ich beim nächsten Mal auch mit WASSER PUR probieren. Und nachdem meine Lavaerde-Versuche nicht sehr erfolgreich waren, evtl. mal Sidr als Alternative testen, mehr dazu hier bei Silke.

Mein Badregal sieht also zur Zeit so aus:

Zahnbürste & Zahnpasta, Deo, (Kokos)Öl, Kajal, Mascara, Hornkamm, Stielkamm, Holzbürste, Wildsau.

Recht übersichtlich, finde ich. Leider nicht ganz plastikfrei. Dekorative Kosmetik ist sowieso noch ein anderes Thema, das auf meiner Liste steht…

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