Aufklärung, Elternsein, Frausein, Geburt, Hausgeburt, Kinder, Schwangerschaft, Sternenkinder

Meine kleine Geburt

Triggerwarnung: Vorsicht, nichts für schwache Nerven!!!

 

Ich habe hin-und herüberlegt, ob ich diesen Beitrag wirklich so veröffentlichen soll. Aber ich glaube, es ist wichtig, dass genau soetwas auch an die Öffentlichkeit kommt, weil es einfach mit zum Leben dazugehört. Bisher wurde bzw. wird diese Thematik halt einfach im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen, weil es unangenehm ist, man nicht weiß, wie man mit Betroffenen umgehen soll, und man sowas vielleicht auch einfach gar nicht wissen will. Lustige Geschichten finden vermutlich mehr Leser, aber manchmal ist das Leben halt einfach NICHT lustig.

Da eine kleine Geburt ein in Deutschland leider immernoch eher ungewöhnlicher Weg ist, und frau nach der Diagnose „verhaltener Abort“ meist sofort zur Ausschabung gedrängt wird, will ich hier meinen Erfahrungsbericht dazu beisteuern und Mut machen, auch bei einer Fehl-Geburt einen selbstbestimmten Weg zu gehen:

Seit mittlerweile zwei Wochen wusste ich, dass das kleine Herz in meinem Bauch nicht mehr schlägt. Jeder Blick in den Spiegel schmerzt. Es ist wirklich nur schwer zu ertragen, wenn der Bauch noch schwanger aussieht, man aber weiß, dass das Kleine nicht mehr lebt. Es zerreißt einen fast, jeden Tag ein bisschen mehr. Ebenso wie alles, was mit Schwangerschaft oder Geburt zu tun hat. Es ist nur schwer, dem zu entfliehen. Alle Mütter von drei Kindern werden mich von nun an an unser drittes Sternchen erinnern…

Als wäre alles nicht schon schwer genug gewesen, hat eine fiese Erkältung die ganze Family flachgelegt. Die Kinder waren schnell wieder fit, aber fitte Kinder nehmen leider gar keine Rücksicht auf kranke Eltern, und so lagen unsere Nerven ziemlich schnell blank. Keine besonders guten Voraussetzungen, um gut loslassen zu können…

Umso froher war ich, dass es nach genau zwei Wochen warten und ein bisschen Nachhelfen mit Kräutern und Homöopathie letzte Woche in der Nacht von Montag auf Dienstag tatsächlich von selbst gegangen ist. Und fühle mich irgendwie seltsam erleichtert und leer.

Zwei Tage vorher fing es mit ganz leichten Schmierblutungen an. Ab Sonntag hatte ich dann schon immer mal wieder so ein regelschmerzartiges Ziehen. Montag Abend dann gegen halb 9 ging es los mit wehenähnlichen Kontraktionen wie beim richtigen Geburtsbeginn, die dann in immer kürzeren Abständen kamen, bis es alle zwei Minuten waren. Und dann kam auch das Blut, und immer mal wieder schwallartig ziemlich große Stücke, wohl Gebärmutterschleimhaut und geronnenes Blut. Zwei oder dreimal bin ich zwischendurch zum Ausruhen aufs Sofa (die Klobrille ist doch ziemlich unbequem auf Dauer), da wurden aber sofort sowohl die Abstände kürzer, als auch die Kontraktionen schmerzhafter- ich vermute, weil das Blut nicht ungehindert abfließen konnte (Zusammenhang zu Regelschmerzen?!!!). Zwischendurch hab ich immer wieder getrunken und einen Apfel gegessen. Irgendwann, nachdem die Abstände schon langsam wieder größer geworden waren, wurden sie auf einmal wieder kürzer und die Kontraktionen heftiger, und meine Vermutung, dass irgendwas im Gebärmutterhals feststeckt hat sich bestätigt. Ich habe getastet und es dann mit den Fingern rausgezogen, es sah aus wie ein Stückchen Plazenta oder vielleicht auch die Fruchtblase. Danach wurden die Kontraktionen sofort wieder schwächer und die Abstände länger, bis es sich nach insgesamt 6 Stunden wieder so beruhigt hatte, dass ich um 3 Uhr ziemlich fertig aber irgendwie auch zufrieden ins Bett gehen konnte. Mein Körper hatte es diesmal alleine geschafft.

Einen Tag später hatte ich dann noch leichte „Nachwehen“ und ziemliche Kreislaufprobleme. Wie eine kleine Geburt eben. Nur mit leerem Bauch UND leeren Armen am Ende. Aber zumindest war es ja quasi eine kleine Hausgeburt…

Aber es war noch nicht alles. Zwei Tage später hatte ich irgendwie ein ungutes Gefühl, und spürte so einen Druck nach unten, als ob noch irgendwas rauswollte. Also hab ich das homöopathische Mittel nochmal wiederholt, vorsorglich viel Wasser mit Zitrone getrunken, und kurze Zeit später fing es tatsächlich nochmal ganz schön stark an zu bluten. Es steckte nochmal etwas im Gebärmutterhals fest, diesmal konnte ich es allerdings nicht rausziehen. Dann fiel mir zum Glück noch ein, mit aller Kraft zu pressen wie bei einer Geburt. Und siehe da, ein kinderfaustgroßer Klumpen plumpste heraus. Danach hat sich sofort alles wieder beruhigt, und die Blutung wurde wieder deutlich schwächer. Den Klumpen hab ich aufgehoben und eingefroren, um später, wenn ich soweit bin, etwas zu haben, was ich bei einem kleinen Beerdigungsritual an Mutter Erde zurückgeben kann.

Kreislaufmäßig ging es mir dann allerdings ziemlich miserabel, bei jedem Aufstehen wurde mir schwindelig. Zum Glück kam meine Mum für zwei Tage zu uns, alleine hätte ich mich nicht um die Kids kümmern können. Beim Frauenarzttermin am nächsten Tag zeigte sich auch der Grund dafür: ein Hb-Wert von 6,2 (normal ist ca. 12). Ab einem Wert von 6 ist eigentlich eine Bluttransfusion angezeigt. Das war erstmal ein ziemlicher Schock. Bluttransfusion?! Ich sollte nun übers Wochenende hochdosierte Eisentabletten nehmen, und dann wollte die Ärztin den Hb-Wert nochmal kontrollieren. Da er aber in den zwei Tagen (logischerweise) nur minimal auf 6,6 gestiegen ist, ich immernoch weiß wie eine Wand aussah und mein Kreislauf immernoch total im Keller war, wurde ich sofort zum Hämatologen überwiesen. Am gleichen Tag bekam ich noch eine Eiseninfusion, und einen Tag später dann tatsächlich eine Bluttransfusion. War schon ein etwas seltsames Gefühl, insgesamt 2 Stunden dazusitzen und fremdes Blut durch einen Schlauch in den eigenen Körper laufen zu sehen, aber ich spürte förmlich, wie die Farbe in mein Gesicht zurückkehrte. Danke an den Menschen, der sein Blut gespendet hat.

Danach ging es mir schlagartig wieder besser. Und beim heutigen Frauenarzttermin endlich die Erleichterung: ich brauche keine Ausschabung, bis auf einen klitzekleinen Rest ist alles abgeblutet. Es ist also geschafft. Ein kleines bisschen stolz, dass ich es diesmal alleine geschafft habe, auch wenn es durch den hohen Blutverlust gefährlich war.

Die Wut auf das Schicksal weicht langsam, und macht anderen Überlegungen Platz.

Will ich wirklich noch ein weiteres Kind, wenn es scheinbar nur mit medizinischer Hilfe (Heparinspritzen) möglich ist? Kann ich mich mit zwei Kindern zufrieden geben, wenn ich doch so gerne eine große Familie hätte? Was tue ich meinen Kindern für ein potentielles Leid an, wenn ich meine „Defekte“ an sie weitervererbe? Vielleicht hätte ich, wenn es rein nach der Natur ginge, ja auch gar keine Kinder bekommen sollen?…

Weil ich es so wichtig finde, die Alternative kleine Geburt bekannter zu machen, hier noch ein paar Links:

Allgemeine Informationen zu Fehlgeburten und Vor-und Nachteile einer kleinen Geburt:

http://www.mein-sternenkind.de/fehlgeburt/kleine-geburt/

Noch zwei andere (lange) Berichte über kleine Geburten:

https://www.hebammenblog.de/die-kleine-geburt-ein-fehl-geburtsbericht/

http://www.schwanger-in-duesseldorf.de/selbstbestimmt_auch_bei_einer_fehlgeburt.html

Advertisements
Aufklärung, Elternsein, Frausein, Geburt, Schwangerschaft, Sternenkinder

Und wieder ein viel zu früher Abschied….

brombeerfalter_sepia

Es war leider nur ein kurzer Besuch auf der Erde…

Die größte Angst, die eine Sternchenmama leider immer bei einer neuen Schwangerschaft begleitet, ist wieder wahr geworden. Ein drittes Mal.

Unser kleiner Bauchbewohner wollte schon wieder zurück zu den Sternen. Gestern beim Ultraschall in der 9. SSW, nach einer uuuuneeeendlich langen Stunde im Wartezimmer, die sich angefühlt hat wie die Ewigkeit, gab es keinen Herzschlag mehr zu finden.

Noch ist es schwer zu begreifen, der Alltag sorgt noch für Ablenkung. Aber ich spüre schon, wie sich die Trauer ganz langsam wie eine schwere Decke auf mich herabsenkt. Gemischt mit ein bisschen Wut aufs Schicksal, dass es uns schon wieder getroffen hat.

Aber wissend, dass nichts ohne Grund geschieht. Und dass alle meine Sternchen vielleicht die Antwort auf die Frage nach meiner Aufgabe hier auf der Erde sind… Die Reaktionen in der Arztpraxis gestern, sowohl von der Ärztin selbst (ein routinemäßiges, schulterzuckendes „Tut mir leid“) als auch von den Sprechstundenhilfen (betretenes Schweigen, wortloses Hinschieben des leeren Mutterpasses) haben mal wieder gezeigt, dass es immernoch ein großes Tabuthema ist, und keiner so richtig weiß, wie man angemessen darauf reagiert. Immerhin wusste die Ärztin schon, dass ich nicht sofort ins Krankenhaus will, sondern erst einmal auf eine kleine Geburt warten möchte.

Jetzt hoffe ich sehr, dass sich unser drittes Sternchen bald auf natürlichem Wege verabschiedet und mir wenigstens eine Ausschabung erspart bleibt. Wie ich dieses Wort HASSE- als würde man etwas Unerwünschtes herauskratzen müssen. Dafür muss dringend ein besseres Wort gefunden werden.

Durch meine beiden lebenden Kinder bin ich zum Glück gezwungen, einen „normalen“ Alltag zu leben, was hoffentlich verhindert, dass ich wieder in so ein tiefes Loch stürze wie nach der zweiten Fehlgeburt.

Gute Reise, kleiner Stern *

(F)Rohkost, Du riechst so gut!, Einfach leben, Frauengesundheit, Frausein, Gesundheit, Konsumwut, Minimalismus, Naturkosmetik, ReWilding, Seifenschaum, Selbermachen, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Zero Waste

Minimalismus im Bad

Der erste Beitrag dieses Jahr, Yeah! 😉
Minimalismus ist gerade ein sehr großes Thema bei mir, was man auch an der Beitragszahl hier sieht *räusper*

Vor kurzem bin ich über einen sehr inspirierenden Artikel von Jennifer von happygaia über natürliche Körperpflege gestolpert. Sie ist vegane Rohköstlerin und benutzt von Kopf bis Fuß eigentlich hauptsächlich Wasser, was ich ziemlich cool finde 😉

Sie hat mich dazu gebracht, in punkto Körperpflege und Ernährung nochmal einiges zu überdenken und zu reduzieren. Von „Nur-Wasser“ zwar noch weit entfernt, aber so sieht es von oben nach unten kosmetiktechnisch momentan bei mir aus:

kosmetik-minimal

Haare

  • Haarwäsche mit Lavaerde momentan ca. alle 10-14 Tage, mit dem Ziel, bald nur noch Wasser bzw. Zitronenwasser zu benutzen. Was die Lavaerde angeht, habe ich eine für mich bessere Andwendungsmethode gefunden: Einfach 1-2 EL Erde (je nach Haarmenge) in einem kleinen Messbecher mit ca. 500ml Wasser auflösen, und die dann ziemlich flüssige Erde über die Kopfhaut kippen und einmassieren. Funktioniert bei mir viel besser, als die Erde mit nur wenig Wasser anzurühren.
  • Außerdem wird fast täglich gründlich gebürstet, mit einer Paddlebrush aus Holz.
  • Und für meine trockenen Spitzen habe ich eeeendlich DAS ultimative Produkt gefunden: Sheabutter pur 🙂

Gesicht

  • zum Waschen nur Wasser, aber nicht unbedingt täglich, außerdem
  • Rosenwasser als Gesichtswasser
  • Sheabutter oder Jojobaöl auf die feuchte Haut, sonst fühlt es sich zu trocken an. Seit ein paar Tagen experimentiere ich noch mit Wildrosenöl, das wäre insofern besser, da regionaler 😉
  • Makeup verwende ich außer Kajal kaum noch, wenn dann Mascara und Kompaktpuder von Dr. Hauschka
  • für Pickel einen Tropfen Teebaumöl

Zähne

Deo

benutze immernoch meine selbstgerührte Deocreme, (mit Sheabutter, Kokosöl und Natron) und kann mir momentan nix besseres vorstellen. Außer, gar kein Deo mehr zu brauchen 😉 Wer weiß, ich versuche gerade wieder mehr Rohkost in meine Ernährung zu integrieren, vielleicht erübrigt sich das Deo dann ja auch bald…

Körper

  • Duschen nur mit Wasser und hinterher Kokosöl als Bodylotion, oder ab und zu ein
  • Öl-Salz-Peeling (z.B. mit Traubenkernöl, Meersalz und ein paar Tropfen Lavendelöl, da kann frau kreativ werden :-)) Probiert das unbedingt aus, ich hatte noch nie so schöne, samtweiche Haut!
  • rasiert wird nicht mehr, zumindest nicht im Winter, im Sommer mal sehen 😉
  • Magnesium-Öl, selbst hergestellt aus Magnesiumflakes, für die tägliche Dosis Magnesium

Sheabutter pur nehme ich außerdem noch als Lippenbalsam und Handcreme. Hab ich schon erwähnt, dass ich Sheabutter lieeebe? Wenn sie nur nicht von so weit her kommen würde… Ich kaufe sie immer beim Stübener Kräutergarten, wenn ich sowieso eine Kräuterbestellung mache.

Also, zusammengefasst:

  • Lavaerde,
  • Sheabutter,
  • Kokosöl,
  • Rosenwasser,
  • Kajal,
  • Zahnputzpulver/Xylit,
  • Deocreme,
  • Magnesium-Öl

Wozu gibts nochmal Drogerieläden? 😉

Frausein, Langhaartraum, Naturkosmetik, Selbermachen

Wiederbelebung meines Langhaartraums

Vor ziemlich genau 4 Jahren hab ich angefangen, mich ernsthaft mit dem Züchten von wirklich langen Haaren zu beschäftigen. Interessanterweise kommen manche Themen immer zyklisch zu einem ähnlichen Zeitpunkt wieder zu mir… Nach meiner damaligen Rechnung hätte ich JETZT mein Ziel von langen Haaren bis zum Hintern erreicht haben müssen 😉

Tja, dann kamen da ganz unverhofft zwei kleine Zwerge dazwischen, und das Projekt Langhaartraum geriet in Vergessenheit. Und die Haarpflege stand auch erstmal nicht mehr auf der Prioritätenliste. Zweimaliger übler nachschwangerschaftlicher Haarausfall und (zum Glück!) wie verrückt nachwachsende Haare haben mich zum unfreiwilligen, ständigen Haarbandtragen gezwungen, alles andere sah einfach verboten aus. Meine Haare führten im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein.

Aber nun ist es eeeendlich soweit: der Haar-Nachwuchs ist so lange rausgewachsen, dass nicht mehr alles nur unkoordiniert vom Kopf absteht, es sieht tatsächlich ein bisschen nach Pony aus und lässt sich sogar einigermaßen bändigen. Der Nachwuchs gewährt mir mittlerweile auch ein paar Minütchen täglich für die Haarpflege 😉 Außerdem habe ich nun auch noch eine ganz wunderbare Freundin & Haarfee an meiner Seite <3, perfekte Voraussetzungen, um einen neuen Anlauf in Richtung arschlange Haare zu starten 🙂

Ich starte mit 68 cm Länge nach der SSS-Messmethode, d.h. vom Stirnansatz über den Scheitel bis zu den Spitzen gemessen. Fehlen ja nur noch ca. 40 cm… In punkto Pflege hat sich ein bisschen was getan, ich treibe mich auch schon wieder fleißig im Langhaarnetzwerk rum 🙂

So sieht es pflegetechnisch momentan aus:

  • vor dem Waschen eine Ölkur mit Olivenöl oder Kokosöl, wenn ich rechtzeitig dran denke über Nacht
  • Haare waschen: 1x pro Woche mit der Manna Haarseife und anschließender Apfelessig-Rosmarin-Rinse
  • tagsüber stecke ich die Haare mit einem Stab hoch, oder mache einen Dutt, kein Mama-Pferdeschwanz mehr! Haargummi immer an derselben Stelle tragen macht die Haare auf Dauer auch kaputt
  • die Spitzen kriegen eine tägliche Portion Pflege, z.B. Kokosöl
  • gekämmt wird nach Bedarf mit grobzinkigem Hornkamm oder Holz-Noppenbürste von dm
  • nachts mache ich einen einfachen Flechtzopf
  • und schlafe mit einem Seidentuch auf dem Kopfkissen, um die Haare zu schonen

Und das ist noch zu tun/auszuprobieren:

  • Was das Waschen angeht, will ich den sogenannten „Scalpwash“ ausprobieren, d.h. nur die Kopfhaut zu waschen, und die Längen trocken zu lassen, wie hier in dem Video von Haartraum, weil ich auch genau das Problem von fettigem Ansatz und trockenen Spitzen habe
  • Zum Waschen will ich unbedingt auch die ayurvedischen Kräuterpulver von khadi ausprobieren
  • die LOC-Methode, die die Haare mit besonders viel Feuchtigkeit versorgen soll. LOC steht für Liquid-Oil-Cream, und heißt: nach dem Waschen in die noch feuchten Haare(=Liquid) ein Öl nach Wahl(=Oil) einkneten und danach noch eine Creme(=Creme, haha ;-))
  • Mehr Wissen über verschiedene Kuren aneignen, testen will ich z.B. Protein-Kuren mit Ei, und Kokosmilch soll auch toll für die Haare sein
  • Das Kopfhautbalsam von haselnussblond
  • und das Protein-Leave-In von Haartraum ausprobieren
  • Ich bin immernoch auf der Suche nach der perfekten Bürste für meine dicken Haare. Ich liebäugle mit dieser Paddle-Brush aus Ahorn, nachdem ich über die positiven Berichte von Holistichabits (Vorsicht, die Videos dieser kanadischen Lady machen süchtig ;-)) und Wuscheline gestolpert bin. Aber vermutlich brauche ich die bei meiner derzeitigen Haarlänge noch gar nicht. Wer noch Bürsten-Tipps hat für welliges Pferdehaar, immer her damit!
  • Ich hab mir das Vitalisierende Haaröl von khadi gekauft und bin schon ganz gespannt es zu testen 🙂 eventuell in Verbindung mit dem nächsten Punkt…
  • Etwas sich erstmal total verrückt anhörendem, wo ich dachte, da hat sich aber jemand einen schönen Scherz erlaubt: die sogenannte „Inversion Method“ (einfach mal bei Google oder youtube eingeben), mit der die Haare schneller wachsen sollen, bis zu 2cm pro WOCHE! Doch nach ein bisschen Recherche hat sich rausgestellt, dass es bei vielen wohl tatsächlich funktioniert, zumindest wachsen die Haare damit schneller als normal. Das wäre natürlich phänomenal! Versuch läuft schon 🙂 Man ölt sich mit warmem Öl gründlich den Haaransatz ein, und lässt dann den Kopf für 4 Minuten kopfüber nach unten hängen und massiert dabei die Kopfhaut. Durch die vermehrte Durchblutung soll das Haarwachstum angeregt werden. Das macht man dann im Idealfall pro Monat eine Woche lang jeden Tag einmal. Manche waschen das Öl kurz danach wieder aus, manche setzen sich über Nacht noch eine Duschhaube auf und kreieren einen Treibhauseffekt.  Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht, dachte ich mir. Im schlimmsten Fall ist es eine etwas zeitaufwändige Haarkur 😉 Ich werde vom Ergebnis berichten…
  • die Pflanzenhaarfarbe von khadi ausprobieren (-> rote Haare! :-)))
  • und natürlich: Frisuren lernen!

Und zum Schluss nun noch ein aktuelles Längenfoto (sorry für die miserable Qualität und den Wuschelkopf, ich will hier wirklich nur den Ausgangspunkt zeigen ;-)):

laengenfoto-februar2015

Geplant ist ein ca. monatliches Update, es soll ja nicht zu einem Haarblog ausarten hier 😉

Einfach leben, Frausein, Konsumwut, Kreatives, Minimalismus, Vereinfachen

Projekt „Minimalistischer Kleiderschrank“ oder Wieviel Klamotten braucht frau wirklich?

Ich bin grade dabei, so ziemlich ALLES zu entrümpeln. Irgendwann fängt das ganze Zeug was man so anhäuft an, einen zu erdrücken, die Luft zum Atmen zu nehmen. Ich hab schon seit einiger Zeit einen richtigen Drang, Ballast loszuwerden. Bis jetzt allerdings ohne großes System dahinter. Ich nehm mir einfach immer wenn ich Zeit habe einen Bereich in der Wohnung vor, den ich gründlich ausmiste und neu organisiere. Mein Ziel ist es, nur noch Dinge zu besitzen, die wir auch wirklich brauchen und benutzen, und genau zu wissen, WO ich was finde. Als nächstes ist der Kleiderschrank dran.

Mein Schrank ist übervoll, trotzdem steh ich oft ratlos davor und „hab nix zum Anziehen“. Und ich ziehe bestimmt nur einen Bruchteil vom Gesamtinhalt regelmäßig an, der Rest verstaubt. Ein Zeichen, endlich etwas zu ändern! Einmal richtig gründlich ausmisten, neu organisieren und Up- bzw. Recycling ist angesagt.

Bezüglich unseres Konsumverhaltens was speziell Klamotten angeht sind mir vor kurzem noch ein paar interessante Videos im Internet begegnet:

  • Die Doku „Schick aber schädlich“ zeigt eindrucksvoll, wer den eigentlichen Preis für die günstigen Klamotten von H&M und Co. zahlt- die Arbeiter nämlich, die nicht selten ihr Leben aufs Spiel setzen, um die neueste Mode für uns zu produzieren-, und dass auch Bio-Kleidung nicht wirklich Bio ist, weil meist zwar die Baumwolle biologisch angebaut wird, aber erstens nicht garantiert werden kann, dass nicht vom nicht-bio Nachbarfeld doch Pestizide herüberwehen, und zweitens trotzdem synthetisch (das heißt mit giftigen Substanzen) gefärbt wird.
  • Und die Video-Serie „Sweatshop – Deadly Fashion“, in der drei junge Modeblogger aus Schweden für 10 Tage nach Kambodscha reisen, um sich die Bedingungen vor Ort anzuschauen, und erschüttert werden. Auch wenn das für mich ein bisschen konstruiert wirkte, es ist auf jeden Fall ein Augenöffner.

Ich wusste zwar, dass die Klamotten unter widrigen Bedingungen hergestellt werden, aber die Bilder haben das nochmal mehr verdeutlicht. Da will ich nicht mehr mitmachen.

Gehört es zum glücklichen Frausein tatsächlich dazu, jede Saison einen neuen Stapel Klamotten zu kaufen, so wie es uns die Werbemaschinerie glauben machen will? Bestimmt nicht. Auch dann nicht, wenn alles irgendwann tatsächlich alles fair produziert werden sollte.

Mit dem ständigen Mehr-Wollen und Mehr-Kaufen befriedigen wir andere, tiefer liegendere Bedürfnisse, die uns vielleicht gar nicht so bewusst sind. Die Wilde Wölfin hat vor kurzem den schönen Beitrag „Haben und Sein“ dazu geschrieben.

In Zukunft werde ich deshalb:

  • nichts mehr bei den Billigklamottenläden kaufen (ich finde dort sowieso kaum noch was, weil mittlerweile fast überall Kunstfasern mit verarbeitet sind und ich die aktuelle „Mode“ einfach nur schrecklich finde)
  • wenn was gebraucht wird, dann entweder Second Hand oder wirklich Bio kaufen, vor allem für die Kids
  • nur hochqualitative Schuhe kaufen (wenn aus Leder, dann chromfrei gegerbt), die zwar teuerer sind, aber dafür auch jaaaaaahrelang halten. Ich bin zum Beispiel großer ElNaturalista-Fan:-)
  • Was Schuhe betrifft bin ich schon relativ minimalistisch, denke ich. Ein paar hübsche Sandalen hätte ich gern noch, da suche ich schon seit letztem Jahr. Das ist meine „Schuhsammlung“:
schuhe
Römersandalen, FlipFlops, Outdoorsandalen, Zehenschuhe, Ballerinas, Spangenschuhe, Stiefeletten, höhere Stiefel, warme Winterstiefel und Wanderschuhe. Ach, und ein paar Gummistiefel fehlt noch auf dem Bild. Das wären dann zusammen 12 Paar fürs ganze Jahr. Im Sommer lauf ich aber sowieso fast nur barfuß 😉

Und was den jetzigen Klamottenbestand angeht:

  • eine Bestandsaufnahme machen und gründlich ausmisten,
  • mit dem Ziel eines „minimalistischen Kleiderschranks“ wie es hier bei The Project 333 beschrieben ist, d.h. zu versuchen, mit nur 33 Teilen inklusive Jacken, Schuhen und Accessoires auszukommen, und alle 3 Monate zum Saisonwechsel den Kleiderschrankinhalt zu rotieren
  • schauen, ob und wie ich aussortierte Sachen re- oder upcyclen kann, und z.B.
  • aus zwei alten Shirts eines machen  und
  • aus alten Klamotten neue Kindersachen nähen

Ich werde berichten, wie es vorangeht, und auf jeden Fall Vorher-Nachher-Fotos machen 😉

 

Links zum Thema:

http://kleinerdrei.org/2015/02/genug-gehabt/

http://theproject333.com/

 

Farbenrausch, Frausein, Kraftplätze, Rotes Zelt, Selbermachen

Mein Rotes Zelt & Mondblutgedanken

Es ist wieder soweit, Neumond, Mondblutzeit 🙂 Mein Zyklus hat sich tatsächlich so langsam ziemlich mondsynchron eingependelt.

Vor einiger Zeit hab ich mir mein allererstes Rotes Zelt im Wohnzimmer aus einem roten Teppich, einer roten Sofadecke, einem bestickten Kissen, und einem Sarong eingerichtet. Auch wenn es nur provisorisch war, es fühlte sich auf jeden Fall besonders und schon nach einem echten Kraftplatz in der Wohnung an. Was die Farbe Rot allein schon bewirkt! Ich fühlte mich förmlich zurückversetzt in ein vor langer Zeit wirklich dagewesenes Rotes Zelt, mit anderen Frauen verbunden, im Kreis sitzend, …

Normalerweise ist die Farbe Rot im Alltag ja eher weniger anzutreffen. In einer von Männern beherrschten Welt ist Rot hauptsächlich eine Signal- und Warnfarbe und hat eher negative Bedeutung… In unserer Gesellschaft ist es ja auch üblich, möglichst zu verstecken, dass frau gerade blutet. Warum eigentlich? Was ist denn bitte so schlimm daran? Sollten wir nicht endlich anfangen, unsere „Tage“ als etwas Positives zu sehen, ja sogar stolz darauf sein, und es vielleicht auch nach außen hin zeigen? Ich glaube ja, dass viele Menstruationsprobleme mit der eigenen (negativen, anerzogenen?) Einstellung dazu zusammenhängen…

Ich zumindest habe, seit ich meine Mondblutzeit wirklich als etwas Positives sehe, bis auf ein gelegentliches leichtes Ziehen keine negativen Begleiterscheinungen mehr. Und seit ich nur noch Stoffbinden (von Kulmine) und nicht mal mehr eine Menstruationstasse oder Schwämmchen benutze, ist meine relativ starke Blutung sogar schwächer und kürzer geworden. Mittlerweile freue ich mich tatsächlich auf das Rote Zelt 🙂

Rot umhüllt, wärmt, gibt Kraft, es ist für mich die Farbe der Lebenskraft und Weiblichkeit schlechthin. Allein schon sich während des Mondblutes in Rot zu kleiden, oder auch nur bewusst ein einzelnes Rotes Accessoire zu tragen, wie z.B. Ohrringe oder einen Schal, macht einen enormen Unterschied. Raus aus dem Versteck! Ich trage zur Mondblutzeit immer eine Kette mit einem roten Jaspis, und je nach Lust und Laune ein einzelnes rotes Kleidungsstück. Außerdem hab ich vor, mir ein paar schöne Rituale für die Mondblutzeit auszudenken, Rezepte, Teemischungen, usw. Dazu bald mehr 🙂

Für das „richtige“ Rote Zelt hab ich mir ähnlich wie auch Stefanie bei ebay Kleinanzeigen verschiedene rote Organzavorhänge zusammengesammelt, und die dann alle zu einer großen Stoffbahn zusammengenäht. Dann einfach mit einer dicken Schnur durch die Schlaufen aufgefädelt, und an einen Haken in der Decke gehängt:

roteszelt

So ein Rotes Zelt ist leicht, transportabel, und ruckzuck auf- und wieder abgebaut. Besonders schön bestimmt auch im Sommer unter einem Baum 🙂 Und es lässt sich bei Bedarf natürlich auch noch weiter vergrößern, sowohl in die Länge als auch in die Breite. Noch nutze ich es meist alleine, wenn sich nicht gerade ein Kind oder eine Katze mit dazukuschelt, und ich hoffe, dass der Kreis bald größer wird… Wer Interesse hat und in der Nähe wohnt, darf sich gern bei mir melden 🙂

 

 

Frauengesundheit, Frausein, Kraftplätze, Rotes Zelt, Spirituelles

Neumond, Zeit der Roten Zelte

„Wollte man in der
Indianischen Kultur ein
Dorf zerstören, dann
zerstörte man einfach
die Moonlodge, den Ort der Weisheit.
So liegt es nahe, dass wir unser globales Dorf
am schnellsten wieder aufbauen können, indem wir
unser weibliches Wissen zurückfordern
und die Tradition
der Moonlodge wieder
aufleben lassen.“ (Tanishka)

red-tentBildquelle:  http://www.gudrunsjoeden.de/

Angeblich soll die Tradition der Roten Zelte schon uralt sein, früher soll es in jedem Dorf eines gegeben haben. Das Buch „The Red Tent“ von Anita Diamant hat diese Tradition wieder aufleben lassen.

Das Rote Zelt oder die Moon Lodge ist einfach gesagt eine Versammlung von Frauen, die zu jedem Neumond stattfindet. Genau dann, wenn Mädchen und Frauen Unterstützung, Rückzug und Ruhe am meisten brauchen. Eine zeitlose Tradition, die es in vielen alten Kulturen gab und immernoch gibt. Sie dient als ein regelmäßiges Forum, um die eigene weibliche Individualität zu bestärken.

Tanishka von www.starofishtar.com hat einen schönen Flyer dazu zusammengestellt, was das Rote Zelt genau ist. Sie bietet auf ihrer Webseite mittlerweile auch Onlinekurse für Frauen an, die ein Rotes Zelt organisieren wollen. Mit ihrer Erlaubnis möchte ich den Flyer hier übersetzt veröffentlichen. Man bzw. frau verzeihe mir eventuelle Übersetzungsfehler und etwas holprige Formulierungen 😉

Hier gibt es den Flyer als pdf zum Runterladen:

In Amerika gibt es schon eine richtige Bewegung, Rote Zelte schießen überall aus dem Boden 🙂 Bei Alisa Starkweather gibt es noch mehr darüber zu lesen: Red Tent Temple Movement

Auch der Trailer zum Film „Things we don’t talk about: Women’s Stories From The Red Tent“ macht auf jeden Fall Lust auf mehr, ich bin jedesmal wie elektrisiert, wenn ich ihn anschaue:

Ich würde sehr gerne dabei helfen, diese Tradition des Roten Zeltes auch hier bei uns wiederzubeleben, ein Projekt dazu reift schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf. Dazu hier vielleicht bald mehr…

Was wäre, wenn es wirklich bald in jeder Stadt, in jedem Dorf, ein Rotes Zelt gäbe?