Minimalismus im Bad

Der erste Beitrag dieses Jahr, Yeah! 😉
Minimalismus ist gerade ein sehr großes Thema bei mir, was man auch an der Beitragszahl hier sieht *räusper*

Vor kurzem bin ich über einen sehr inspirierenden Artikel von Jennifer von happygaia über natürliche Körperpflege gestolpert. Sie ist vegane Rohköstlerin und benutzt von Kopf bis Fuß eigentlich hauptsächlich Wasser, was ich ziemlich cool finde 😉

Sie hat mich dazu gebracht, in punkto Körperpflege und Ernährung nochmal einiges zu überdenken und zu reduzieren. Von „Nur-Wasser“ zwar noch weit entfernt, aber so sieht es von oben nach unten kosmetiktechnisch momentan bei mir aus:

kosmetik-minimal

Haare

  • Haarwäsche mit Lavaerde momentan ca. alle 10-14 Tage, mit dem Ziel, bald nur noch Wasser bzw. Zitronenwasser zu benutzen. Was die Lavaerde angeht, habe ich eine für mich bessere Andwendungsmethode gefunden: Einfach 1-2 EL Erde (je nach Haarmenge) in einem kleinen Messbecher mit ca. 500ml Wasser auflösen, und die dann ziemlich flüssige Erde über die Kopfhaut kippen und einmassieren. Funktioniert bei mir viel besser, als die Erde mit nur wenig Wasser anzurühren.
  • Außerdem wird fast täglich gründlich gebürstet, mit einer Paddlebrush aus Holz.
  • Und für meine trockenen Spitzen habe ich eeeendlich DAS ultimative Produkt gefunden: Sheabutter pur 🙂

Gesicht

  • zum Waschen nur Wasser, aber nicht unbedingt täglich, außerdem
  • Rosenwasser als Gesichtswasser
  • Sheabutter oder Jojobaöl auf die feuchte Haut, sonst fühlt es sich zu trocken an. Seit ein paar Tagen experimentiere ich noch mit Wildrosenöl, das wäre insofern besser, da regionaler 😉
  • Makeup verwende ich außer Kajal kaum noch, wenn dann Mascara und Kompaktpuder von Dr. Hauschka
  • für Pickel einen Tropfen Teebaumöl

Zähne

Deo

benutze immernoch meine selbstgerührte Deocreme, (mit Sheabutter, Kokosöl und Natron) und kann mir momentan nix besseres vorstellen. Außer, gar kein Deo mehr zu brauchen 😉 Wer weiß, ich versuche gerade wieder mehr Rohkost in meine Ernährung zu integrieren, vielleicht erübrigt sich das Deo dann ja auch bald…

Körper

  • Duschen nur mit Wasser und hinterher Kokosöl als Bodylotion, oder ab und zu ein
  • Öl-Salz-Peeling (z.B. mit Traubenkernöl, Meersalz und ein paar Tropfen Lavendelöl, da kann frau kreativ werden :-)) Probiert das unbedingt aus, ich hatte noch nie so schöne, samtweiche Haut!
  • rasiert wird nicht mehr, zumindest nicht im Winter, im Sommer mal sehen 😉
  • Magnesium-Öl, selbst hergestellt aus Magnesiumflakes, für die tägliche Dosis Magnesium

Sheabutter pur nehme ich außerdem noch als Lippenbalsam und Handcreme. Hab ich schon erwähnt, dass ich Sheabutter lieeebe? Wenn sie nur nicht von so weit her kommen würde… Ich kaufe sie immer beim Stübener Kräutergarten, wenn ich sowieso eine Kräuterbestellung mache.

Also, zusammengefasst:

  • Lavaerde,
  • Sheabutter,
  • Kokosöl,
  • Rosenwasser,
  • Kajal,
  • Zahnputzpulver/Xylit,
  • Deocreme,
  • Magnesium-Öl

Wozu gibts nochmal Drogerieläden? 😉

Schwangerschaftsgedanken IV: 31. SSW

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Der Countdown läuft! Noch 10 Wochen bis zum ET.

Bauch innen und außen

Der Bauch fühlt sich an und sieht aus wie mindestens 35. Woche! Umfang misst 106 cm! Wo soll das noch hinführen?

Noch strampelt und tritt der Zwerg was das Zeug hält, gerne auch mal so, dass ich richtig wackle.

Wehwehchen

Die vermehrten Kontraktionen haben sich letztes Mal so um die 25. Woche bemerkbar gemacht, in der 26. SSW war ich dann ein paar Tage im Krankenhaus und danach lag ich die meiste Zeit auf dem Sofa. Diesmal merke ich immernoch nichts, bis auf ein gelegentliches Hartwerden, das aber normal ist. Vielleicht „weiß“ mein Körper, dass ich mir das diesmal nicht leisten kann, mit kleiner Wuselmaus um mich herum… Allgemein fühle ich mich viel fitter als bei der letzten Schwangerschaft. Ob das an der Ernährung liegt?

Ab und zu zieht der Ischias, v.a. bei nasskaltem Wetter und nach langen Spaziergängen. Dagegen hat mir die Hebamme das Kreuzbein-Massageöl von Ingeborg Stadelmann gegeben. Eine Massage mit dem Igelball und eine warme Wärmflasche helfen auch ganz gut.

Kräuter, Pülverchen

Da mein Eisenwert nicht der beste ist, nehme ich jeden Tag mindestens 2x Blutquick vor dem Essen. Außerdem trinke ich jeden morgen ein Glas Zitronenwasser auf nüchternen Magen, damit hab ich auch gleich noch das Sodbrennen abgeschafft.

Angelehnt an das Rezept aus dem Buch „Alchemilla“ hab ich mir meinen eigenen Schwangerschaftstee gemischt (Ohne Himbeerblätter, wegen den vorzeitigen Wehen):

Frauenmantel, Brennessel, Zinnkraut, Schafgarbe, Goldrute, Melisse, Johanniskraut zu gleichen Teilen.

Davon gibt es jeden Abend eine große Tasse, mit ein paar Spritzern Zitronensaft (-> Eisen).

HypnoBirthing

Wenn ich es schaffe, setze ich mich Abends mit Strickzeug aufs Sofa und höre mir nebenbei die Affirmationen an, die Entspannungsübungen im Bett vorm Schlafen, und die Atemtechniken versuche ich im normalen Tagesablauf mit einzubauen.

Sonstiges

Der Nestbautrieb ist ausgebrochen, aber so richtig! Ausmisten, Sortieren, Listen schreiben und abarbeiten… und endlich auch ein bisschen Stricken, auch wenn ich lange nicht soviel Zeit dafür habe wie letztes Mal.

Schlafen wird langsam zur echten Herausforderung- ich wälze mich von einer Seite auf die andere, wache ziemlich oft auf, und zerbreche mir dann den Kopf über über Plazentanosoden, Lotusgeburt, Stoffwindeln, Bauchabdrücke, usw…

Und die Gedanken drehen sich zunehmend um die Geburt.

Für die Maus hab ich das Buch „Runas Geburt“ gekauft, auch wenn sie vermutlich noch ein bisschen zu klein dafür ist. Angucken tut sies jedenfalls gerne 🙂

Neumond, Zeit der Roten Zelte

„Wollte man in der
Indianischen Kultur ein
Dorf zerstören, dann
zerstörte man einfach
die Moonlodge, den Ort der Weisheit.
So liegt es nahe, dass wir unser globales Dorf
am schnellsten wieder aufbauen können, indem wir
unser weibliches Wissen zurückfordern
und die Tradition
der Moonlodge wieder
aufleben lassen.“ (Tanishka)

red-tentBildquelle:  http://www.gudrunsjoeden.de/

Angeblich soll die Tradition der Roten Zelte schon uralt sein, früher soll es in jedem Dorf eines gegeben haben. Das Buch „The Red Tent“ von Anita Diamant hat diese Tradition wieder aufleben lassen.

Das Rote Zelt oder die Moon Lodge ist einfach gesagt eine Versammlung von Frauen, die zu jedem Neumond stattfindet. Genau dann, wenn Mädchen und Frauen Unterstützung, Rückzug und Ruhe am meisten brauchen. Eine zeitlose Tradition, die es in vielen alten Kulturen gab und immernoch gibt. Sie dient als ein regelmäßiges Forum, um die eigene weibliche Individualität zu bestärken.

Tanishka von www.starofishtar.com hat einen schönen Flyer dazu zusammengestellt, was das Rote Zelt genau ist. Sie bietet auf ihrer Webseite mittlerweile auch Onlinekurse für Frauen an, die ein Rotes Zelt organisieren wollen. Mit ihrer Erlaubnis möchte ich den Flyer hier übersetzt veröffentlichen. Man bzw. frau verzeihe mir eventuelle Übersetzungsfehler und etwas holprige Formulierungen 😉

Hier gibt es den Flyer als pdf zum Runterladen:

In Amerika gibt es schon eine richtige Bewegung, Rote Zelte schießen überall aus dem Boden 🙂 Bei Alisa Starkweather gibt es noch mehr darüber zu lesen: Red Tent Temple Movement

Auch der Trailer zum Film „Things we don’t talk about: Women’s Stories From The Red Tent“ macht auf jeden Fall Lust auf mehr, ich bin jedesmal wie elektrisiert, wenn ich ihn anschaue:

Ich würde sehr gerne dabei helfen, diese Tradition des Roten Zeltes auch hier bei uns wiederzubeleben, ein Projekt dazu reift schon seit geraumer Zeit in meinem Kopf. Dazu hier vielleicht bald mehr…

Was wäre, wenn es wirklich bald in jeder Stadt, in jedem Dorf, ein Rotes Zelt gäbe?

Milchproduktfasten

Weil ich schon länger den nagenden Gedanken mit mir rumtrage, dass Milch Säuglingsnahrung für Kälber ist, und nicht für erwachsene Menschen,

und ein Verzicht auf Milchprodukte sich laut „Frauenkörper, Frauenweisheit“ positiv auf das PCO (Polyzystisches Ovarialsyndrom) auswirken soll, hab ich mir zum Ziel gesetzt ab Aschermittwoch vorerst mal 4 Wochen lang keine Milchprodukte mehr zu essen/trinken.

Vielleicht verlängere ich auch freiwillig…

Als Ersatz gibts Sojaprodukte und vegane „Milch“ (aus verschiedenen Nusssorten), die ja sowieso schon ab und zu auf meinem Speiseplan standen.

Bin sehr gespannt, ob und was sich verändert.

*