Abwechslung aufm Teller, Einfach leben, Essbare Wildpflanzen, Küchenzauber, Kräuter, ReWilding, Selbermachen

Update: es wird WILD!

Hallo ihr Lieben,

ganz schön ruhig ist es geworden hier! Wer ist noch da? Macht mal Piep 😉

Ich glaub ich bin euch mal ein Update schuldig. Die Funkstille hier hat mehrere Gründe: die Kids sind mittlerweile schon 5 und 7 Jahre alt (waaaas? Wo ist nur die Zeit geblieben??) und gehen in den Kindergarten und in die Schule. Und ich durfte quasi durch „Zufall“ (gibts nicht, ich weiß! 😉 ) eines meiner Hobbys zum Job machen und arbeite jetzt als Seifenfee bei Nelumbo Kosmetik, einer kleinen Naturkosmetik-Manufaktur.

Letztes Jahr habe ich dann nach langer Suche nach einer Ausbildung die Wildpflanzen-Ausbildung von Dr. Markus Strauß gefunden und erfolgreich absolviert, und bin jetzt „Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen“.

Und ich schreibe die Rezepte für das GartenWeden-Magazin. Monatlich gibt es dort neue Wildkräuter-Rezepte von mir mit Fotos.

Es geht also so langsam voran damit, meine Leidenschaften zum „Beruf“ zu machen 😉

Fürs Bloggen bleibt nur noch wenig Zeit, deswegen bin ich mittlerweile mehr auf Instagram unterwegs als in der Bloggerwelt. Ich habe mir aber vorgenommen, gerade zu den Essbaren Wildpflanzen wieder mehr Beiträge zu schreiben, das ist schon eine ganze Weile mein absolutes Lieblingsthema. Vor allem, wie man ganz unkompliziert im Alltag mehr Wildes Grün für die ganze Familie auf den Tisch bringen kann. Zum Beispiel so:

Beeriger Obstsalat mit Giersch, Löwenzahnkekse und Brennesselsuppe. Diese drei- Giersch, Löwenzahn und Brennessel– reichen eigentlich schon, um sich mit wertvollen wilden Nährstoffen zu versorgen! Man muss nicht 50 verschiedene Wildkräuter kennen, um loszulegen.

Ich hoffe, ich kann euch mit meiner Begeisterung ein bisschen anstecken 😉

Abwechslung aufm Teller, Küchenzauber, Selbermachen

Der perfekte Möhrenkuchen

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Wie vermutlich die meisten hab ich spätestens an Silvester nach dem ganzen weihnachtlichen Süßkram erstmal überhaupt keine Lust mehr auf irgendwas Süßes. Die letzten Plätzchen warten vergebens darauf, dass sie jemand isst…

Mir steht der Sinn jetzt eher nach frischem Gemüse, Rohkost, Salaten in allen möglichen Formen.

Was aber trotzdem geht, ist Möhrenkuchen. Ist ja auch Gemüse drin 😉 Komischerweise jedes Jahr um die gleiche Zeit, wenn es in Richtung Imbolc geht, also JETZT, hab ich plötzlich Lust drauf. Nur ist Möhrenkuchen nicht gleich Möhrenkuchen. Den besten bisher hab ich in Australien gegessen. Ewig war ich auf der Suche nach DEM Rezept. Und hier hab ich es gefunden:

Möhrenkuchen mit Walnüssen und Frischkäse-Frosting

Meine abgewandelte Variante (Originalangaben in Klammern):

  • 300ml Öl oder flüssige Butter
  • 4 Eier
  • 200 (300) g Zucker
  • (Vanilleextrakt) 1 Msp. Vanillepulver
  • 260 (300) g Mehl + 40 g Kokosmehl
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • 300 (200) g geraspelte Möhren
  • 120 g gehackte Walnüsse
  • 120 g gehackte weiße Schokolade

Topping:

  • 250 (300) g Doppelrahmfrischkäse
  • die 60 g Butter hab ich ganz weggelassen
  • je 1 TL Saft und Schale von einer Bio-Zitrone
  • 120 (250) g Puderzucker
  • evtl. frische Orangenschale zum Verzieren

(Die Fotos sind allerdings schon vom letzten Jahr ;-))Das Natron im Teig ist vermutlich das Geheimnis, das gibt diesen typischen Geschmack. Wie immer hab ich weniger Zucker als im Originalrezept genommen. Dafür kann man von dem Frischkäsefrosting ruhig ein bisschen mehr machen. Ratet mal, was meine kleine Maus als erstes von dem Kuchen genascht hat 😉

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2 unter 2, Abwechslung aufm Teller, Elternsein, Gedankensalat

Internetfasten- und nun?

Was hat mir das Internetfasten nun eigentlich gebracht?

Die eine Woche hat mir wirklich gut getan, ich schlafe wieder besser (ein) und der Gedanken-Kopfsalat hat sich etwas beruhigt. Ich hatte endlich mal die Ruhe, das Montessori-Buch zu Ende zu lesen und darüber nachzudenken, ohne dass mir ständig andere Gedanken dazwischenfunken.

Wieviel Internet brauche ich?

Eigentlich kann ich auch ganz gut ohne Internet. Im Urlaub z.B. vermisse ich es nicht einmal. Aber ein bisschen Input & Inspiration brauche ich im Alltag dann doch ab und zu.

Da ich momentan sowieso an einem strukturierteren Tagesrhythmus arbeite, werde ich mir feste Tageszeiten für Internet-Dinge einrichten: Morgens nach dem Frühstück kurz Mails checken, nachmittags & abends eine halbe Stunde Surfen und Blogeinträge verfassen. Oder so ähnlich.

Die Angst, irgendetwas zu verpassen hat meinen Feedreader auf knapp 200 Feeds anwachsen lassen. Keine Chance das alles zu lesen. Deswegen werde ich mich jetzt erstmal auf meine 25 Lieblingsblogs beschränken. Dabei vertraue ich dann einfach darauf, dass das was ich wissen muss schon irgendwie zu mir kommt 😉

Und einen internetfreien Tag pro Woche werde ich auf jeden Fall beibehalten.

Und: Was ist mir momentan wirklich wichtig?

Mit dieser Frage im Hinterkopf sortiere ich ab sofort gleich aus, ob ich einen Link jetzt anklicke oder nicht. Am dringendsten und wichtigsten ist mir bspw. momentan:

  • einen festen Tages- und Wochenrhythmus für uns einzurichten, um den Alltag mit den zwei Kids reibungsloser zu gestalten. Dazu werde ich bald noch einen extra Beitrag verfassen.
  • Montessori in unseren Alltag und unsere Wohnung zu integrieren,
  • und endlich mal wieder abwechslungsreicheres Essen auf dem Tisch, nachdem es jetzt gefühlt wochenlang nur Nudeln/Kartoffeln/Reis mit Karotten/Rote Bete/Zucchini gegeben hat 😉

Alles was nichts mit diesen 3 Punkten zu tun hat, versuche ich zu ignorieren.

Und zu guter Letzt: Achtsamkeit.

Wie Wilde Wölfin schon kommentiert hat, ist Achtsamkeit wirklich der Schlüssel um die schönen Momente im Alltag nicht zu verpassen. Es kostet einiges an Übung, sich immer wieder in den Moment zurückzuholen, lohnt sich aber für alle Beteiligten.

Wieviel Internet „braucht“ ihr so?

Abwechslung aufm Teller, Küchenzauber, Primal/Paleo

Neuentdecktes Gemüse

Da wir ja jetzt als Beilagen schon länger keine Nudeln, Kartoffeln, Reis & Co. mehr essen, gibt es vieeeel mehr Gemüse als vorher.

Da wandert dann schonmal was in den Einkaufskorb, was ich vorher liegen lassen habe. Neu entdeckt haben wir:

gemüseBildquellen: http://fddb.info/db/de/lebensmittel/naturprodukt_steckruebe/foto.html#23003, http://foodbilder.huettenhilfe.de/kategorie/freigestellte-bilder unter der CC-Lizenz by-nc-sa
 

die Steckrübe, Spitzkohl und Butternut Kürbis. Drei ganz neue Geschmacksrichtungen, und wirklich alle sehr lecker.

Meine momentanen Lieblingsrezepte mit den drei Neuen:

Steckrüben-Eintopf

Einfach aus Gemüseresten, Brühe und Suppenfleisch einen Eintopf kochen, schmeckt am besten nach mindestens zweimal Aufwärmen 😉

Paleo Butternut Lasagne

frei nach diesem Rezept– da brauch ich echt keine „richtige“ Lasagne mehr, soooooo gut! Als Lasagneplatten nimmt man Kürbisscheiben.

Spitzkohl-Karotten-Gemüse

mit viel Butter, sehr lecker zu Fisch.

Was macht ihr so aus Steckrübe, Spitzkohl und Butternut Kürbis?

(Heute wollte ich nachschauen, wann ich eigentlich den ersten Blogartikel veröffentlicht habe- auf den Tag genau vor genau vier Jahren!)

(F)Rohkost, Abwechslung aufm Teller, Du riechst so gut!, Einfach leben, Frühling, Kraftplätze, Kräuter, Selbermachen

Hallo Bärlauch!

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Eigentlich wollten wir am Wochenende nur mal gucken, ob man denn den Bärlauch schon rausspitzen sieht- tatsächlich kann man schon welchen pflücken!

Und auch junge Gierschtriebe, Scharbockskraut,  und Löwenzahn haben wir für unseren ersten Wildkräutersalat dieses Jahr mitgenommen.

Die Wildkräutersaison ist also eröffnet, juhuuu 🙂

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Abwechslung aufm Teller, Küchenzauber

Projekt: Abwechslung aufm Teller, Nr. 1

Zugegeben, als offiziell erstes Rezept in der Reihe „Abwechslung aufm Teller“ hab ich mir nicht unbedingt das gesündeste ausgesucht (alle Ernährungsberater oder Abnehmer bitte nicht weiterlesen). Aber schonmal vorneweg: Es war äußerst lecker! 😉

Da wir hier momentan so ein bisschen den letztjährigen Irland-Flitterwochen nachtrauern, gabs für den Gatten zum Geburtstag ein kulinarisch-irisches Wochenende. Geplant war eigentlich:

Zum Frühstück Porridge,

als Mittagessen Fish & Chips,

Scones zum High Tea

und abends dann Sodabread.

Letztendlich waren wir aber vom Mittagessen so satt, dass es erst spääät abends noch aus dem Rest Bierteig ausgebackene Bananen mit Schokoeis gab *räusper*. Scones und Sodabread dann eben nächstes Wochenende 🙂

So, und hier das Rezept, nach dem die Fish & Chips gemacht wurden:

Fish & Chips

Wir haben zu zweit tatsächlich 500g Fischfilet verdrückt *ähem*, und das, obwohl ich derzeit ja eine schwangerschaftsbedingte Magenverkleinerung habe… Das mit dem Fisch war übrigens der erste ernsthafte und sehr gelungene Frittierversuch meinerseits, mich haben immer die Unmengen an dafür notwendigem Fett und der Bierteig abgeschreckt. Im Wok braucht man aber gar nicht sooo viel Fett, und der Bierteig ist supereinfach und schnell angerührt. Die Chips bzw. Pommes hab ich allerdings nicht auch noch frittiert, sondern auf dem Blech im Ofen gebacken. Foto gibts leider keines, weil zu lecker und darum zu schnell aufgefuttert.

Für die gebackenen Bananen einfach Bananen in kleine Stücke schneiden, durch den restlichen Bierteig ziehen und solang im Fett ausbacken, bis sie goldbraun sind. Und nein, man schmeckt tatsächlich nicht, dass im gleichen Fett vorher Fisch frittiert wurde. Noch heiß mit Eis servieren, ein Traum!

Fazit: Frittiert schmeckt wahrscheinlich alles gut… 😉 Wird aber auf jeden Fall in den Rezeptefundus aufgenommen.