2 unter 2, Elternsein

Ein Tag mit 2 unter 2 oder: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Ich hab mal spaßeshalber mitprotkolliert, „was ich denn so mache den ganzen Tag“. Falls mich das mal wieder jemand fragen sollte, bitteschön:

6.30 Aufwachen, Kind Nr. 1 stillen, Kind Nr. stillen, kuscheln und Handpuppenspiel zum Aufwachen

7.30 Aufstehen, Bett machen, kurz Emails checken, Sonnengruß machen, Morgentoilette für Mama

8.00 Papa verabschieden, Baby anziehen, Waschmaschine anstellen, Großkind pieselt ins Wohnzimmer, Paket annehmen

8.30 Baby stillen, aufs Lammfell legen zum Schlafen, Tee kochen, Frühstücken

9.00 Großkind waschen & anziehen, Windelwäsche wegräumen

9.30 Paket auspacken, Winterschuhe anprobieren, Telefonieren mit Oma und Schuhe nochmal zwei(!) Nummern größer bestellen

10.30 Windelwäsche aufhängen, Großkind erneut neue Hose anziehen, und endlich mal was Trinken!

11.00 Baby wacht auf, stillen, wickeln

11.15 Mittagessen wärmen, Katzen füttern, einhändig Mittagessen mit Baby aufm Schoß

11.45 Mittagsschläfchen. Beide Kinder sofort eingeschlafen, Wohooo!

12.30 Hermes klingelt uns wach, nochmal einschlafen. Argh.

13.45 alle wieder wach, Baby stillen.

14.00 Aufstehen, wickeln x2

14.30 Wäsche weiter aufhängen, mit Großkind „Baby Bich“ anschauen (ihr Fotoalbum vom ersten Jahr)

15.15 Teezeit & Lesen, Baby schläft wieder auf dem Lammfell

16.00 Küche aufräumen, Kartoffeln schälen fürs Abendessen, Telefonieren mit Papa

17.00 Baby wieder wach, stillen, wickeln

17.15 Bad putzen, Baby turnt solang nackig aufm Wickeltisch. Nachbarin befreien (wurde von ihrer Tochter eingesperrt)

17.30 Turnmatte für Großkind ins Wohnzimmer, Blumenkohl & Kartoffeln fürs Abendessen kochen

18.00 Waschmaschine Nr. 2 anstellen, Baby schreit und wird in die Manduca geschnallt

18.30 Papa kommt heim, Töpfchensitzung mit Großkind

19.00 Abendessen mit meckerndem weil müdem Baby

19.30 Babymassage & beide Kids bettfertig machen, Papa hängt Wäsche auf

20.30 Baby ist eingeschlafen, angefangenes und nun kaltes Abendessen fertig essen, Yogitee kochen, bisschen Surfen im Internet

21.00 Küche aufräumen, Abwaschen

abwaschstapel

22.30 Feierabend. Internet. Diesen Blogeintrag schreiben.

23.30 Bett. Endlich.

ca. 1 Uhr, 4 Uhr und 6 Uhr: Stillen.

Langeweile? Fehlanzeige 😉

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2 unter 2, Haushaltsverschönerung, Jahreskreisfeste, Julzeit, Kinder, Kreatives, Selbermachen, Vereinfachen, Weg mit dem Plastikdreck, Wollsucht

DIY-Adventskalender oder: Babysöckchen-Recycling

Letztes Jahr gabs „nur“ einen Bildchenkalender von der kleinen Elfe. Dieses Jahr ist die Große ja schon zwei, und nun muss einer mit Füllung her!

Von den mit ziemlich viel (Plastikk-)Ramsch fertig gefüllt zu kaufenden Adventskalendern halte ich nicht so viel, grade das Basteln und Befüllen macht doch so viel Spaß!

Was aber tun, wenn man weder viel Zeit hat noch viel Geld ausgeben will? Eigentlich wollte ich nach einer Idee aus der Landlust aus Wollresten 24 kleine Mützchen stricken. 4 Stück hab ich schon vom letzten Jahr, bleiben noch 20 Stück- bisschen viel für zwei Wochen 😉

Beim Wühlen im Wäscheberg kam mir dann zum Glück die rettende Idee: Babysöckchen! Der kleine Bruder ist schon längst aus seinen ganzen Erstlingssöckchen rausgewachsen, das sind immerhin 10 Paar echte handgestrickte Söckchen. (10 * 2) + 4 = 24  Perfekt!

Fehlen nur noch 24 Holzwäscheklammern, eine rote Filzschnur und natürlich der Inhalt. Der sollte schon wenigstens ein bisschen was mit der Julzeit zu tun haben. Auf meiner Liste stehen momentan:

  • kleine Lebkuchen, Gummibärchen, Hanuta
  • Holztier von Ostheimer
  • Teebeutel
  • Bienenwachsteelichter
  • Sternchenaufkleber
  • kleine Seife mit Weihnachtsduft
  • Stockmar-Wachsmalkreiden

Für weitere Anregungen wäre ich dankbar 🙂

2 unter 2, Abwechslung aufm Teller, Elternsein, Gedankensalat

Internetfasten- und nun?

Was hat mir das Internetfasten nun eigentlich gebracht?

Die eine Woche hat mir wirklich gut getan, ich schlafe wieder besser (ein) und der Gedanken-Kopfsalat hat sich etwas beruhigt. Ich hatte endlich mal die Ruhe, das Montessori-Buch zu Ende zu lesen und darüber nachzudenken, ohne dass mir ständig andere Gedanken dazwischenfunken.

Wieviel Internet brauche ich?

Eigentlich kann ich auch ganz gut ohne Internet. Im Urlaub z.B. vermisse ich es nicht einmal. Aber ein bisschen Input & Inspiration brauche ich im Alltag dann doch ab und zu.

Da ich momentan sowieso an einem strukturierteren Tagesrhythmus arbeite, werde ich mir feste Tageszeiten für Internet-Dinge einrichten: Morgens nach dem Frühstück kurz Mails checken, nachmittags & abends eine halbe Stunde Surfen und Blogeinträge verfassen. Oder so ähnlich.

Die Angst, irgendetwas zu verpassen hat meinen Feedreader auf knapp 200 Feeds anwachsen lassen. Keine Chance das alles zu lesen. Deswegen werde ich mich jetzt erstmal auf meine 25 Lieblingsblogs beschränken. Dabei vertraue ich dann einfach darauf, dass das was ich wissen muss schon irgendwie zu mir kommt 😉

Und einen internetfreien Tag pro Woche werde ich auf jeden Fall beibehalten.

Und: Was ist mir momentan wirklich wichtig?

Mit dieser Frage im Hinterkopf sortiere ich ab sofort gleich aus, ob ich einen Link jetzt anklicke oder nicht. Am dringendsten und wichtigsten ist mir bspw. momentan:

  • einen festen Tages- und Wochenrhythmus für uns einzurichten, um den Alltag mit den zwei Kids reibungsloser zu gestalten. Dazu werde ich bald noch einen extra Beitrag verfassen.
  • Montessori in unseren Alltag und unsere Wohnung zu integrieren,
  • und endlich mal wieder abwechslungsreicheres Essen auf dem Tisch, nachdem es jetzt gefühlt wochenlang nur Nudeln/Kartoffeln/Reis mit Karotten/Rote Bete/Zucchini gegeben hat 😉

Alles was nichts mit diesen 3 Punkten zu tun hat, versuche ich zu ignorieren.

Und zu guter Letzt: Achtsamkeit.

Wie Wilde Wölfin schon kommentiert hat, ist Achtsamkeit wirklich der Schlüssel um die schönen Momente im Alltag nicht zu verpassen. Es kostet einiges an Übung, sich immer wieder in den Moment zurückzuholen, lohnt sich aber für alle Beteiligten.

Wieviel Internet „braucht“ ihr so?

2 unter 2, Farbenrausch, Haushaltsverschönerung, Herbst, Jahreskreis, Kreatives, Selbermachen, Vereinfachen

Laterne, Laterne…

Eigentlich feiern wir St. Martin gar nicht, aber man kann ja trotzdem Laternen basteln, oder?

Als ich die Anleitung für die Faltlaterne bei Jademond gesehen habe war ich so angetan, dass ich sie unbedingt nachbasteln wollte.

Verwendet habe ich Skizzenpapier in DIN A3, Wasserfarben, Salz und Sonnenblumenöl.

Und so sieht unsere aus:

Macht Spaß, Kind kann mit „helfen“ (sie hat nicht mit Wasserfarben das Papier bemalt, wie ich mir das dachte, sondern mit dem Wasser die Tischdecke ;-)), ist einfach und geht recht schnell, und was am Wichtigsten ist: lauter schnell unterbrechbare kleine Einzelschritte, genau das Richtige für eine 2-unter-2-Mama 😉

Die Farben hätten wir ruhig noch ein bisschen kräftiger machen können, beleuchtet sieht sie leider etwas blass aus. Aber für die erste selbstgebastelte Laterne nicht schlecht.

Diese hier will ich auch noch machen, so eine hab ich mal in der Schule gebastelt.

Und hier ganz unten, die Nr. 8 sieht auch toll aus, so wie ich das sehe ist das ja nur eine kleine Abwandlung von Jademonds Anleitung.

2 unter 2, Babykram, Elternsein, Kinder

2 unter 2: Schokolade & Oropax

Tja, wie ist er nun, der Alltag mit zwei Kindern unter zwei?

Vor allem eines: Anstrengend. Oft sind zwei Hände für zwei Kinder einfach zu wenig.

Der Abstand zum letzten Blogpost lässt erahnen, wieviel Zeit mir für mich selber bleibt…  So ein Blogpost lässt sich auch im Stehen mit Baby vorm Bauch tippen (Ein Hoch auf mein aus einem Laptop-Betttablett selbstgebautes Stehpult). Duschen geht aber prinzipiell nur am Wochenende, und in Ruhe aufs Klo gehen würd ich auch gern mal wieder 😉

Die abendliche Internetsession hab ich seit ein paar Wochen lieber gegen Schlaf ausgetauscht, es gibt nix Schlimmeres als zwei schreiende Kinder, die gleichzeitig was von einer total übermüdeten Mama wollen. So gehen wir momentan alle miteinander gegen 20.30 Uhr ins Bett, dann bleibt auch für mich annähernd genug Schlaf übrig.

Der kleine Bruder hat mit 10 Wochen (WAAAS? Schon 10 Wochen?) schon stattliche knappe 7kg und 62cm und strapaziert meinen Rücken ganz schön.

Der Alltag hat sich mittlerweile so eingespielt, dass wir zumindest alle satt werden, wir nicht komplett im Chaos versinken und ich sogar schon wieder ab und an mal Zeit habe für ein kleines DIY-Projekt.

In all dem alltäglichen Stress, den ich manchmal nur mit Schokolade und Oropax (und evtl. auch einem Holzhammer) zu überstehen glaube, gibt es aber auch die Momente, wo mir vor lauter Mamaglück die Tränen in die Augen steigen: wenn sich die Große an meinen Rücken kuschelt während der Kleine nuckelt. Oder beide aneinandergekuschelt auf dem Lammfell liegen. Hach! Hätte mir vor drei Jahren jemand gesagt, dass ich bald gleich zwei solche kleinen Wunder im Arm haben werde, ich hätte ihm NIEMALS geglaubt…

 

Ich hoffe, ich schaffe es in nächster Zeit hier wieder öfter zu berichten, was frau mit zwei Händen und zwei Kindern so anstellt 🙂 Die Große hat bald Geburtstag und Weihnachten steht auch quasi vor der Tür, es sind also schon mehrere Selbermach-Projekte in der Warteschlange…