Landleben, Luxusprobleme, Minimalismus, Selbstversorgung

Wir sind dann mal… raus aus der Stadt!

blaubeerwald

Irgendwie kommts mir gerade so vor, als ob alle ihre Wohnungen bzw. Häuser abgeben, ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen und auf Weltreise gehen… wiiiiir machen das Gegenteil 😉 Obwohl der Weltreise-Gedanke auch schonmal kurz im Raum stand…

Als der kleine Bruder vor drei Jahren auf die Welt gekommen ist, haben wir schon angefangen, nach etwas Größerem zu suchen, und nun endlich unser „Haus auf dem Lande“ gefunden! Wir haben es angeschaut, und den Mietvertrag noch an Ort und Stelle unterschrieben.

Es ist zwar nur eine 100qm große gemietete Doppelhaushälfte mit einem kleinen Garten, aber irgendwo muss man ja mal anfangen, oder? Es ist wirklich sehr nahe an einem kleinen Wald, was mein Kräuterhexenherz ganz besonders freut! Die tägliche Parkplatzsuche hat dann endlich ein Ende (eigene Garage!), und es gibt eine nette Eierfrau im Dorf mit freilaufenden Hühnern 🙂 Und endlich haben wir dann soviel Platz, dass nicht ständig etwas oder jemand im Weg ist, egal was man macht. Das kann auf Dauer ganz schön nerven… Unsere jetzige Stadtwohnung hat 3 Zimmer und 75qm, davon nutzen wir aber nur ca. 60qm, weil ein Zimmer quasi als Lagerkeller dient. Zu viert wirds jetzt langsam ganz schön eng!

Wenn alles klappt wie geplant, feiern wir das Julfest dieses Jahr schon dort, und haben dann endlich auch Platz für einen richtigen Julbaum.

Ich freu mich schon so aufs draußen Essen (na gut, im November vielleicht nicht mehr ;-), aber Stockbrot über der Feuerschale auf der Terasse, morgens barfuß eine Runde im nassen Gras zu drehen, spielende Kinder im Garten, einen Hängesessel im Wohnzimmer, eine zweite Toilette, (wo das Katzenklo reinkommt ;-)), ein großer Esstisch mit genug Platz für Gäste (bis jetzt mussten wir uns immer in der Küche auf einer Tischseite entlang stapeln, und mehr als 10 Leute ging gar nicht), und v.a. auf die Gartenplanung 🙂 Da wird es nächstes Jahr bestimmt ein paar Beiträge zu „Selbstversorgung mit Mini-Garten“ geben 🙂

Vermissen werde ich allerdings die spontanen Besuche von Freunden hier in der Stadt, den großen Bioladen in 2 Minuten Entfernung (das ist echt praktisch, wenn man Abends um halb 10 nochmal schnell Schokolade holen kann!) und meine wirklich schöne Küche :-/ Tja, Loslassen…

Da in ein paar Wochen der Umzug ansteht, bietet es sich ja geradezu an, unseren ganzen Kram noch weiter auszusortieren und zu reduzieren. Es ist zwar schon deutlich weniger geworden, aber immer noch vielzuviel. Ich geh dann gleich mal ausmisten… Und stell das Zeug entweder hier bei ebay-Kleinanzeigen rein, oder in einem „zu verschenken“-Karton auf die Straße 😉

 

 

Uncategorized

Ein Wochenende in Giselas Schokoladenhimmel- von So-la-la zu WOW!

Laaange stand er auf meinem Wunschzettel.

„Kann ich mir nicht leisten“ &  „zu weit weg“, waren meine Gründe, mich noch nicht angemeldet zu haben, bis mich dann die Workshop-Fotos von Ute von NordischRoh im Frühling dazu bewogen haben, mein Sparschwein zu plündern und mich endlich auf die Warteliste setzen zu lassen (mittlerweile war der Kurs natürlich schon ausgebucht):

der Rohkost-Schokoladen-Workshop bei Gisela Bayer von TheGlowingGourmet.

Und dann ein paar Monate später Anfang August kam tatsächlich eine Email von Gisela, dass noch ein Platz frei geworden ist!

Ich hab ja schon ab und zu mal rumprobiert mit rohköstlicher Schokolade, mit dem Rezeptbüchlein von Ute-Marion Wilkesmann, oder mit einem  Schokoladen-Set von Chocqlate, aber irgendwie waren die Ergebnisse immer nur „So-la-la“ und kein richtiges „WOW!“. Kein Wunder, weil es bei Schokolade eben auf bestimmte Feinheiten ankommt. Und die hab ich jetzt gelernt!

Es waren zwei Tage vollgepackt mit tollem Essen, natürlich rohköstlich, ganz viel Praxis, inspirierenden Gesprächen, und gaaanz viel Schokolade. Gisela hat uns morgens immer mit einem extrem leckeren Frühstück empfangen:

glowinggourmet-gisela

Leider hatte ich am ersten Tag meine Kamera vergessen. Am zweiten Tag gab es einen Weizengrassaft-Shot für jeden, und Buchweizen-Granola mit fermentierten Ingwer-Äpfeln und Cashew-Joghurt. Mjam!

glowinggourmet-fruhstuck

Zuerst stand weiße Schokolade auf dem Programm, dann wurde es langsam dunkler, bis hin zu Zartbitter und Carobschokolade, und zum Abschluss noch kandierte Nüsse, Ingwer, Orange, und Buchweizencrispies.

Wir durften mit Giselas gesamten Schätzen experimentieren:

glowinggourmet-zutaten

Von A wie Acai bis Z wie Zimt, so viel tolle Sachen zur Auswahl, dass mir die Entscheidung immer ganz schön schwer fiel 😉

Und das war das Ergebnis nach einem Tag harter Arbeit:

glowinggourmet-schoki

Am zweiten Tag kamen dann die komplizierteren Sachen wie gefüllte Pralinen und Trüffel an die Reihe:

glowinggourmet-pralinen

glowinggourmet-pralinen2

Zur Stärkung gab es Mittags immer ein tolles Buffet mit Rohköstlichkeiten:

glowinggourmet-buffet

Die Stunden vergingen an beiden Tagen wie im Flug, wir waren alle im totalen Schokoladen-Flow 🙂

Und hier meine gesamten Schokoladen-Kreationen der beiden Tage:

glowinggourmet-schokotraum

Hier noch die kandierten Nüsse, die sind wirklich der absolute Hammer! Da können die „normalen“ gebrannten Mandeln echt nicht mithalten:

glowinggourmet-nusse

Außer einer großen Tasche voll Schokolade und jede Menge Rezepte zum Ausprobieren hab ich noch einen Kopf und ein Herz voller Inspiration, und tolle neue Bekanntschaften mitgenommen.

Das wird bestimmt nicht mein letzter Workshop bei Gisela gewesen sein!