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SelbstgeMACHT: Deocreme ohne Zinkoxid

Wie es aussieht, bin ich was mein Deo-Problem betrifft nun wirklich eeeendlich am Ziel angekommen:

Ein selbstgemachtes Deo ohne Zinkoxid, das wirklich funktioniert!

Ich hatte vor längerer Zeit schonmal die Deocreme von Wolkenseifen getestet, mit der ich auch zufrieden war, nur das Zinkoxid hat mich etwas gestört, da es unschöne weiße Flecken auf der Kleidung hinterlässt, und man im Sommer auch mit weißen Achseln rumläuft… Spätestens Abends hat die Wirkung dann auch meistens nachgelassen.

Das erste Naturkosmetikdeo, das mich zu 100% überzeugt hat, ist das Cremedeo von Manna (einziger Wermutstropfen: das Aludöschen). Ich hatte mir ein kleines Probedöschen „Taufrischer Morgen“ bestellt, und war schon nach kurzer Zeit begeistert. Es konnte problemlos mit meinem Rexona Aludeo mithalten, mehr noch: es war sogar besser! Kein unangenehmer Schweißgeruch, niemals.

Das 15ml-Döschen hat jetzt ungefähr 8 Wochen lang gereicht und kostet 5,90€. Ein relativ stolzer Preis, finde ich. Nachdem mein kleines Döschen nun fast leer ist, wollte ich versuchen anhand der Zutatenliste ein ähnliches Deo selberzumachen:

Sheabutter, Kokosöl, Natron, Maisstärke, und ätherische Öle Rosengeranie, Kampfer und Ylang Ylang.

Hier gibts ein Rezept mit den gleichen Hauptzutaten, daran hab ich mich mengentechnisch ein bisschen orientiert.

Allerdings hab ich die Gesamtmenge erstmal halbiert, um ohne große Verluste testen zu können, und ein bisschen mehr Natron und Stärke genommen, weil mir die Konsistenz noch zu flüssig war (da kommt es wohl ein bisschen auf die Sheabutter an, meine von BaccaraRose ist ziemlich weich).

Hier also mein Rezept für etwa 20ml:

  • 1 TL Sheabutter (BaccaraRose)
  • 1/2 TL Kokosöl (Aman Prana)
  • 1 1/4 TL Natron (5kg-Eimer Natriumhydrogenkarbonat bei ebay)
  • 1 1/4 TL Maisstärke (Speisestärke vom Bauckhof)
  • je 5 Tropfen ÄÖ Rosengeranie, Kampfer, Ylang Ylang (BaccaraRose und Primavera)

cremedeo_1

Zuerst Sheabutter und Kokosöl miteinander verrühren, dann Stärke und Natron dazugeben, und zum Schluss die ätherischen Öle. Das wars schon! 🙂

Nächstes Mal rühre ich es allerdings gleich in einem passenden Behälter an, dann entfällt das lästige Umfüllen 😉 Den Tiegel hab ich noch mit einem schicken Klebeband aufgehübscht:

cremedeo_2

Ich muss sagen, ich bin vom Ergebnis restlos begeistert! Die Konsistenz ist fluffig, samtig-cremig, zartschmelzend, zum Auftragen sogar noch angenehmer als das Manna-Deo, das relativ fest ist und zuerst zwischen den Fingern geschmolzen werden muss. Die Duftmischung ist mir auch schon ganz gut gelungen, ein bisschen werd ich aber noch dran rumtüfteln.

cremedeo_3

Und ich hab mir mal die Mühe gemacht auszurechnen, was meine selbstgemachte Deocreme im Vergleich zur gekauften kostet: sagenhafte 1,25€ ! (+ einmalig 1,59 € für den wiederverwendbaren Violettglastiegel).

Ich bin jetzt seit knapp über 2 Monaten 100%ig aludeofrei, und habe den Eindruck, sogar weniger zu schwitzen als vorher, und wenn, dann auch nicht mehr so, dass ich mich selbst nicht mehr riechen kann. Genial! Da hätt ich auch schon mal früher drauf kommen können.

Ein weiterer (wichtiger) Punkt auf meiner DIY-Liste abgehakt, YEAH! 🙂

Bleibt nur noch abzuwarten, ob die Deocreme auch im Sommer ihre Dienste tut…

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Projekt „Weg mit dem Plastikdreck“ goes „Zero Waste“

Es ist wirklich unglaublich, wieviel wir als vierköpfige Familie so an Müll produzieren. Und wir achten schon ein bisschen drauf, keinen unnötigen Müll zu produzieren wie Plastiktüten beim Einkaufen, z.B. Wenn sich doch mal ne Plastiktüte zu uns verirrt, dann wird sie zumindest als Mülltüte recycelt 😉 Auch wenn mir das angesichts der riesigen, wachsenden Müllberge weltweit wie ein Tropfen auf den heißen Stein vorkommt. Aber wo anfangen, wenn nicht im Kleinen, bei sich selbst? Aus dem ursprünglichen Vorhaben, kein Plastik mehr im Haus zu haben, wurde mit der Zeit das Ziel, generell

  • ALLES zu Vereinfachen,
  • das Konsumverhalten zu überdenken,
  • und nur noch so wenig wie möglich Müll zu produzieren.

Die Zero-Waste-Bewegung hat mich angesteckt 🙂 Einige schaffen es tatsächlich, keinen Müll zu produzieren (siehe Links ganz unten). Auch wenn es bei uns bis hin zu wirklich Zero Waste noch ein weiter Weg ist, wenn man erstmal anfängt, finden sich bestimmt Lösungen für Probleme die man bisher für unlösbar hielt.

Das größte Einsparpotenzial sehe ich bei uns vor allem in den zwei Bereichen Lebensmittel und Kosmetik.

Lebensmittel

Da ist einfach viel zu viel (in Plastik) eingepackt. Wir wollen weniger Abgepacktes im Laden, dafür mehr direkt vom Erzeuger kaufen, wie z.B. Eier, Gemüse, Fleisch, Honig. Und Getreide, Reis, Hülsenfrüchte wenn möglich gleich im Großgebinde (z.B. hier).

Alle Vorräte werden schon lange in großen Schraub- oder Bügelverschlussgläsern aufbewahrt, wie z.B. hier unsere Frühstücksgläser:

Beim Bioladen habe ich angefragt, ob sie mir Käse und Fleisch auch in mitgebrachte Behälter abfüllen würden (da bekomme ich hoffentlich eine Antwort, wenn die Chefin aus dem Urlaub zurück ist ;-)).

Für unterwegs haben wir inzwischen eine kleine Sammlung von Glasbehältern (gibts mittlerweile sogar bei IKEA), und unsere selbstgemachten Foodwraps. Für kleine Dinge wie Nüsse tuts auch ein einfaches kleines Schraubglas.

Außerdem sollen bald noch ein paar unzerbrechliche Edelstahl-Brotdosen einziehen.

Für unsere Trinkflaschen aus Glas will ich noch für jeden eine hübsche Hülle filzen, damit sie unterwegs auch bruchsicher verstaut werden können.

Kosmetik & Putzmittel

Zahnpasta, Shampoo, Deo, Rasierschaum, etc., eigentlich alles unnötig in Plastik-Einweg oder Alu verpackt.

Was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe ist, alle gekauften Putz- und Waschmittel sowie Kosmetikartikel durch Selbstgemachte zu ersetzen. Um weniger Müll zu produzieren, um genau zu wissen was drin ist, weil es günstiger ist, und einfach weil es mir Spaß macht 🙂

So nach und nach haben sich nämlich doch wieder gekaufte Sachen eingeschlichen und angesammelt, weil sich z.B. Lavaerde zum Haarewaschen oder das selbstgemachte Deo bei mir leider nicht bewährt haben. Ich gebe aber noch lange nicht auf und suche weiter nach wirklich wirksamen, selbstgemachten Alternativen!

Das ist meine Liste mit den bisherigen Produkten/und dem Ziel (erreichtes fettgedruckt):

Kosmetik:

  • Zahnpasta (Sole Zahncreme von Weleda/Zahnputzpulver)
  • Gesichtsöl (Dr. Hauschka Gesichtsöl/eigene Rezeptur mit ätherischen Ölen finden)
  • Seife zum Händewaschen und Duschen: selbstgesiedet (zum Duschen hab ich Seifensäckchen aus Sisal bestellt, Danke an Sabrina für die Idee :-))
  • Deo (Deocreme von Manna/ Edit am 10.3.15: selbstgerührte Deocreme)
  • Haarshampoo (Haarseife von Manna & alverde/selbersieden)
  • Sonnenschutz (Kokosöl/Ölmischung mit höhere LSF wie das hier)
  • Mascara (Dr. Hauschka)
  • Puder (Dr. Hauschka)
  • Rasierseife für den Mann: selbstgesiedet

Putzmittel:

  • Handspülmittel (Bio-Geschirrspülmittel/ Versuche mit Efeu und Kastanien)
  • Spülmittel für die Geschirrspülmaschine (ganz normale Tabs)
  • Badreiniger (bisher: Melaleuca)
  • Waschmittel (bisher: dm-Hausmarke)

Für alle Punkte hab ich schon Rezepte gefunden, ich muss sie nur noch ausprobieren 🙂 Dazu gibt es dann jeweils einzelne Beiträge.

Und hier noch ein paar interessante Links und Blogs zum Thema:

Original Unverpackt Laden in Berlin

Béa Johnsons Zero Waste Home und Videos von ihrem Haus

Zero Waste Chef

keinheimfürplastik, Familie Krautwaschl aus Österreich

Lauren Singer von trashisfortossers