Herbstliches Internetfasten

Jetzt ist zwar keine Fastenzeit, aber ich finde der Herbst läd gerade nur so dazu ein, sich ein bisschen zurückzuziehen von der Informationsflut, die ständig auf einen hereinprasselt.

Ich komme momentan kaum zur Ruhe, und wenn ich Abends/Nachts dann schlafen könnte, kann ich nicht, weil mir die Gedanken nur so durch den Kopf rasen. Meine sowieso schon langen Alltags-ToDo-Listen werden immer länger, weil ich v.a. im Internet ständig neue Sachen entdecke, die ich dann am liebsten auch alle machen will. Was ich aber natürlich nicht alles schaffe. Und so entsteht so ein ähnliches Gefühl von „Nicht-Genug-Sein“ bzw. Unzufriedenheit, wie es die Werbung zum Ziel hat.

Oh, die näht Klamotten selber. Toll, will ich auch! Oh, die macht so tolle Fotos. Das würde ich auch gern können. Montessori. Da muss ich unbedingt mehr drüber lesen. Sauerkraut. Yoga. Seife sieden. Babymassage. BARF für die Katzen. Diesen und jenen Artikel noch lesen. Usw.

Mein Kopf verfängt sich in den Dingen, die noch auf der ToDo-Liste stehen, anstatt sich über den Moment und darüber zu freuen, was ich schon geschafft habe (Mittagessen kochen! Staubsaugen! Aufwaschen! ). Vor lauter Rattern im Kopf verpasse ich es oft, mich über Kleinigkeiten im Alltag zu freuen, und rege mich stattdessen über andere (unwichtige) Kleinigkeiten auf. Dazu kommt noch, dass mein stilldementes Hirn ständig Dinge vergisst.

Ich will einfach mal ausprobieren, ob der Input durch das Internet da ein entscheidender Faktor ist und eine Woche lang „fasten“. Wie die Bäume draußen die Energie auf das Wesentliche konzentrieren und die Blätter abwerfen. Bzw. mir selber darüber klar werden, was für mich eigentlich das Wesentliche ist. Und wieviel Internet ich wirklich „brauche“.

5 Minuten Emails checken am Tag sind aber erlaubt!

Los geht`s am Montag, 21.10., bis Sonntag den 27.10.

Wer Lust hat, kann sich gerne anschließen 🙂

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. jademond
    Okt 17, 2013 @ 20:35:18

    Das klingt toll. Bei mir ist es ähnlich. Da ich aber auf Internet nicht verzichten kann (schon rein jobmässig), mache ich seit Montag schon Twitter-fasten 🙂

    Antwort

  2. wildewoelfin
    Okt 18, 2013 @ 20:16:39

    Jaja, unser Affengeist… ich kenne das nur zu gut und bin in diese Unzufriedenheitsfalle getappt – dabei leisatet man als Mutter sooo viel – und dann auch noch mit zwei Kindern!!!
    Achtsamkeit ist der Schlüssel – ich mache mit – aber ansatt Internet-Fasten, mache ich ne Achtsamkeits-Woche 🙂

    Danke dafür

    Antwort

  3. Trackback: Internetfasten zwischen den Feiertagen «

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