Hausgeburt, Schwangerschaft, Schwangerschaftsgedanken, Spirituelles, Yoga

Schwangerschaftsgedanken II

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Bauch innen und außen

Von außen kann man nun schon erahnen, dass da ein kleines Menschlein wächst… Ich warte sehnsüchtig auf die ersten zarten Bewegungen, das letzte Mal war es so in der 17. Woche, als ich das erste Mal was gespürt habe, und beim zweiten soll frau es ja früher spüren. Das kleine Zauberböhnchen müsste jetzt schon etwa 8-9cm groß sein, unglaublich, dass ich davon noch nichts merke!

Wehwehchen

Halten sich in Grenzen, eigentlich fühl ich mich wohl momentan, soweit das mit einem Puls von 100/60 geht 🙂 Ich muss vor allem drauf achten, genug zu trinken, da hapert es noch ein wenig, v.a. weil ich ja die Maus auch noch stille. Alles andere (Sodbrennen, Krampfadern, usw.) lässt hoffentlich noch ein wenig auf sich warten.

Medikamente, Kräuter, Pülverchen

Seit der 13. Woche spritze ich nun wieder jeden Abend Clexane. Bin auf die Idee gekommen, mir die Spritzen in einem bestimmten Muster in den Oberschenkel zu stechen, dann hab ich nicht nur verteilt lauter rote Punkte, sondern wenigstens ein cooles Einstech-Tattoo 😉

Angst

Als die Müdigkeit und die Übelkeit so in der 12./13. Woche plötzlich weg waren, hatte ich mal kurz Panik, jetzt geht es aber wieder. Bis zum nächsten Ultraschall bei der FÄ dauert es noch 6 Wochen, aber Anfang Februar muss ich wieder zur Hämatologin, die macht normalerweise auch immer einen US, das sollte mich dann hoffentlich beruhigen. So ganz cool wie gewünscht bin ich offenbar leider doch nicht.

Die Hebamme war heute zum ersten Mal da. Sie hat auch ein tragbares US-Gerät, damit hat man aber leider noch nichts eindeutiges hören können.

Am größten ist momentan aber die Angst, es einfach nicht zu schaffen mit zwei so kleinen Mäusen. Im Alltag geht die Schwangerschaft noch ziemlich unter, ganz anders als beim letzten Mal. Erst Abends, wenn ich mir den Bauch mit dem Schwangerschaftsöl einreibe, wird mir so richtig bewusst, dass ich ja schwanger bin. Wie wird es, wenn der Bauch langsam dicker wird und alles beschwerlicher wird? Die Maus ist ja noch zu klein um zu verstehen, dass ich dann nicht mehr alles machen kann…

Spirituelles

Als „Mitwachsendes Projekt“ hab ich mich für die allererste Idee entschieden, eine Perlenkette. Die erste Perle ist aus dem Griff einer alten Olivenholzbürste. Am Ende hab ich dann 28 verschiedene Perlen (weil ich ja erst in der 13. Woche damit angefangen habe), vielleicht auch einen Greifling für den kleinen Zwerg 🙂

Ich habs tatsächlich geschafft, einmal Yoga mit der DVD zu machen. Danach hab ich mich richtig gut gefühlt- fit, mit frischer Energie aufgetankt. Will ich nun auf jeden Fall regelmäßig machen, wenigstens einmal pro Woche.

Den Schwangerschafts-Altar hab ich erstmal auf meinem normalen Altar eingerichtet, es fehlen aber noch ein paar Dinge: Ein US-Bild, eine Schale für die Perlen (katzensicher!), eine Kerze.

Sonstiges

Ich hab mir tatsächlich die Belly Chimes von Amy Swagman bestellt. Allerdings warte ich noch auf die Ankunft des Päckchens, es kann bis zu 6 Wochen dauern.

Auf diese beiden Seiten hier gibt es ein paar witzige Anregungen, wie frau ihre Schwangerschaft dokumentieren kann:

Time Lapse Videos

20 Awesome Ways to Document your Pregnancy

Und: meine Hebamme würde diesmal sogar eine Hausgeburt machen, vorausgesetzt natürlich, es gibt keine größeren Probleme im Vorfeld. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass diesmal zumindest die Chance auf eine Hausgeburt besteht. Ich muss mich selber noch ausführlicher damit befassen, Infos sammeln, lesen… aber zum jetzigen Zeitpunkt fühlt es sich für mich richtig an.

Habt ihr (Lese-)Tipps zum Thema Hausgeburt?

Abwechslung aufm Teller, Küchenzauber, Primal/Paleo

Neuentdecktes Gemüse

Da wir ja jetzt als Beilagen schon länger keine Nudeln, Kartoffeln, Reis & Co. mehr essen, gibt es vieeeel mehr Gemüse als vorher.

Da wandert dann schonmal was in den Einkaufskorb, was ich vorher liegen lassen habe. Neu entdeckt haben wir:

gemüseBildquellen: http://fddb.info/db/de/lebensmittel/naturprodukt_steckruebe/foto.html#23003, http://foodbilder.huettenhilfe.de/kategorie/freigestellte-bilder unter der CC-Lizenz by-nc-sa
 

die Steckrübe, Spitzkohl und Butternut Kürbis. Drei ganz neue Geschmacksrichtungen, und wirklich alle sehr lecker.

Meine momentanen Lieblingsrezepte mit den drei Neuen:

Steckrüben-Eintopf

Einfach aus Gemüseresten, Brühe und Suppenfleisch einen Eintopf kochen, schmeckt am besten nach mindestens zweimal Aufwärmen 😉

Paleo Butternut Lasagne

frei nach diesem Rezept– da brauch ich echt keine „richtige“ Lasagne mehr, soooooo gut! Als Lasagneplatten nimmt man Kürbisscheiben.

Spitzkohl-Karotten-Gemüse

mit viel Butter, sehr lecker zu Fisch.

Was macht ihr so aus Steckrübe, Spitzkohl und Butternut Kürbis?

(Heute wollte ich nachschauen, wann ich eigentlich den ersten Blogartikel veröffentlicht habe- auf den Tag genau vor genau vier Jahren!)

Elternsein, Geburt, Schwangerschaft

Babymiez‘ Geburtsbericht: Hausgeburt im Krankenhaus

Nach über einem Jahr bin ich nun endlich bereit dazu, den Geburtsbericht zu veröffentlichen. Es ist ja doch etwas seeeeehr persönliches. Aufgeschrieben hab ich es gleich kurz nach der Geburt, und ich bin froh darüber, denn viele Details sind inzwischen verblasst.

Ich hatte mir schon gleich zu Beginn der Schwangerschaft eine Beleghebamme gesucht, die auch Hausgeburtshebamme ist. Die Vorsorge habe ich im Wechsel bei der Frauenärztin und bei der Hebamme gemacht. Wegen meinem Gerinnungsdefekt war eine Hausgeburt aber leider von vorneherein ausgeschlossen, was mir eine Weile zu schaffen gemacht hat. Irgendwann habe ich mich dann damit abgefunden, geholfen hat mir dabei unsere Geburtswunschliste, die wir beim Vorgespräch im Krankenhaus mit abgegeben haben.

Nachdem ich ja seit der 26. SSW mit vorzeitigen Wehen bzw. häufigen Kontraktionen zu tun hatte, hatte ich nie daran geglaubt, doch soo nah an den ET heranzukommen…

Vorbereitung

Ab der 21. SSW hab ich angefangen, mich mit „HypnoBirthing“ auf die Geburt vorzubereiten. Zum Buch dazu gibt es eine CD mit Entspannungsübungen, zusätzlich haben wir noch einen Kurs bei Stefanie Glaser besucht. Zu HypnoBirthing werde ich noch einen extra Artikel schreiben. Nach und nach konnte ich das durch die zwei vorangegangenen Fehlgeburten verlorene Vertrauen in meinen Körper wieder aufbauen.

In der 36. Woche starteten wir dann sogar mit geburtsvorbereitender Akupunktur. 3 Termine im wöchentlichen Abstand. Der letzte war am Mittwoch, den 9.11.

Der ET (18.11.) rückte näher und näher, und so langsam wurde ich doch ungeduldig, weil im KH theoretisch am Termin eingeleitet werden sollte wegen der Gerinnungsgeschichte. Natürlich nur, wenn ich auch einwillige, aber ein bisschen unter Druck gesetzt hab ich mich dann seit dem Arztgespräch schon gefühlt. Ich wollte keinesfalls eine Einleitung, lieber hätte ich noch alles mögliche ausprobiert von Rizinuscocktail bis Einlauf.

Mit meiner Hebamme hab ich dann ausgemacht, dass ich mir für Sonntag, den 13.11. Rizinuskapseln besorge, und wir dann einfach gucken was passiert. Sie arbeitet gern Sonntags, und der 13. wäre mein Wunschdatum gewesen, also perfekt 😉

Ich hab mir die Rizinuskapseln gekauft- allerdings in einer geringeren Dosierung als die Hebamme gesagt hat, sodass ich 80 St. hätte nehmen müssen, um auf die 2 EL eines Rizinuscocktails zu kommen. Das war mir dann doch bisschen zu viel, zumal ich nur eine Packung gekauft hatte. Und den Gedanken während der Geburt dann Durchfall zu haben, fand ich auch nicht grade prickelnd.

Kurz vor der Geburt habe ich noch schnell das Buch „Birthing from Within“ bestellt, innerhalb von zwei Tagen durchgelesen und es bereut, dass ich es mir nicht schon früher gekauft hatte. Es ist DAS Buch, das ich gesucht habe. Es hat die praktischen Tipps und Ratschläge, die in „Die selbstbestimmte Geburt“ fehlen, und das Weiblich-Spirituelle, das ich beim „HypnoBirthing“ etwas vermisse. Leider reichte dann die Zeit nicht mehr für die Übungen, aber allein, es noch gelesen zu haben hat mich schon enorm beruhigt. Bei der nächsten Schwangerschaft (also jetzt ;-)) will ich mich damit dann noch viel mehr beschäftigen.

Geburt

Da sich wehentechnisch bis zum 12.11. noch nicht viel getan hat, hab ich also am Samstag abend ein Senfmehlfußbad gemacht, mir dabei mit den letzten Tropfen vom Weleda Schwangerschaftsöl den Bauch einmassiert, und das kleine Kätzchen gebeten, sich doch mal langsam auf den Weg zu machen…

Am nächsten morgen im Bett dann merke ich regelmäßige Kontraktionen, so etwa alle 10 Minuten, ab ca. 6.50 Uhr. Ich werde ein bisschen aufgeregt- geht es tatsächlich heute los? Es ist der 13. ! Sicherheitshalber stehen wir gegen 8 Uhr auf, ich gehe duschen und Haare waschen, wer weiß wann ich das nächste Mal dazu komme 😉

Die Kontraktionen werden tagsüber regelmäßiger, die Abstände langsam kürzer, und allmählich kann ich dann doch auch von „Schmerz“ sprechen. Die schmerzhaften Phasen dauern anfangs noch ca. nur 20 Sekunden.

Wir gehen nachmittags nochmal eine ¾ Stunde lang langsam spazieren, beim Laufen dann kommen die Kontraktionen alle 3 Minuten, ich kann sie am besten aushalten, wenn ich in Bewegung bleibe und mit der Hypnobirthing-Bauchatmung „dagegen“ atme. Zum Aufwärmen nach der Kälte gibt’s Punsch mit extra viel Zimt und Nelken, und Lebkuchen.

Gegen 17 Uhr rufe ich die Hebamme an, dass es heute evtl. noch was werden könnte… Regelmäßige Wellen alle 5 Minuten, aber schmerzhafte Phase noch keine 40-60 Sekunden. Ich soll mich ablenken und versuchen zu entspannen, wenn ich will kann ich in die Wanne. Mache ich auch, gegen 18 Uhr. In der Wanne werden die Wellen zuerst weniger, als ich wieder draußen bin dafür die Abstände wieder kürzer und auch die schmerzhafte Phase länger, jetzt bin ich bei 40-60 Sekunden! Oha!

Ich mache weiter die Bauchatmung, stöhne leise vor mich hin und lasse mein Becken dabei kreisen, das macht einiges aus in Punkto Schmerzempfinden. Auf dem Gymnastikball Spiralen kreisen ist auch gut. Ich versuche, auf dem Sofa zu entspannen, chatte noch kurz mit einer Freundin. Sie fragt, ob ich denn noch einschlafen könnte mit den Wellen- ich verneine- bei der Intensität könnte ich sicher nicht mehr schlafen- und sie rät mir, dringend mal nach dem Muttermund zu tasten. Was ich sofort mache.

Ich bin total aus dem Häuschen, ich komme zwar mit dem Finger nur grade so hin, kann aber deutlich spüren, dass der Mumu schon mindestens 2-3 cm offen ist und das Köpfchen bzw. die Fruchtblase(?) hervorschaut.

Jetzt wird es also wirklich, wirklich ernst!

Ich sag aufgeregt meinem Schatz Bescheid, und wir fangen hektisch an, die letzten Sachen in die Kliniktasche zu packen. Gegen 22.30 Uhr telefoniere ich nochmal mit der Hebamme, sie meint, ich soll Bescheid sagen, wenn ich mich in Obhut begeben will, dann fährt sie sofort los. Ich will noch nicht ins KH, lieber noch so lange wie möglich daheim bleiben. So gegen 24 Uhr halte ich es dann langsam nicht mehr aus, ohne mich irgendwo festzuhalten und anzulehnen und schon etwas lauter dabei zu stöhnen.

Also die Hebamme zum dritten Mal angerufen und Startschuss gegeben, wir treffen uns gegen 0.30 Uhr im KH. Mit dem Auto brauchen wir nur knapp 5 Minuten, wir fahren vor bis zur Eingangstür, Schatzi muss das Auto dann noch wegbringen, ich warte solange im Eingangsbereich. Die Zeit kommt mir vor wie die Ewigkeit…

Wir klingeln an der Tür zum Kreißsaal. Zuerst geht es ins CTG-Zimmer, regelmäßige Wellen alle 3 Minuten. Dann kommt auch schon meine Hebamme dazu, tastet den Mumu, der mittlerweile schon bei 6-7 cm ist! Der Kopf von Babymiez steht oberhalb vom Schambein.

Ich ziehe meine „Geburtsklamotten“ an, und wir ziehen ins Wehenzimmer nebenan um. Kreißsäle sind in dieser Nacht tatsächlich ALLE belegt! Die Hebamme improvisiert…holt einen Gebärhocker, eine Matte zum Draufknien, einen Geburtsball, eine Duftlampe aus dem Bad nebenan.

Ich befinde mich in einer Art dämmerndem Wachzustand, weit weg von der Außenwelt, arbeite mich von Welle zu Welle.

Irgendwann fange ich an am ganzen Körper an zu Zittern, die Hebamme gibt mir dagegen Gelsemium C30. Irgendwann hab ich trotz Wollsocken eiskalte Füße, ich bekomme eine Fußmassage mit einem Stadelmann-Öl. Um 3 Uhr ist der Muttermund bei 7-8 cm. Ich probiere verschiedene Stellungen aus: im Knien auf dem Bett, mit den Armen auf dem Kopfteil abgestützt, dabei massiert die Hebamme mein Steißbein, sehr angenehm.

Dann stütze ich mich im Stehen vor dem Bett auf dem Geburtsball ab, der auf dem Bett liegt. Warten auf die nächste Welle, mitatmen, tönen… Zeitgefühl hab ich absolut keines mehr. Mein Kopf ist vollkommen leer, ich bin einfach nur HIER, und gleichzeitig weit weg. In „Labour Land“, wie es auf Englisch so treffend heißt. Versuche, mit dieser unglaublichen Kraft mitzugehen.

Um kurz vor 5 schickt mich die Hebamme aufs Klo zum Pullern, mit der Absicht, die Fruchtblase zum Platzen zu bringen. Ich zieh mir den Bademantel an, setz mich aufs Klo, die nächste Welle kommt, ich stöhne dazu und „PFLATSCH“- ist sie auch schon geplatzt, und ein Schwall Fruchtwasser plätschert ins Klo. Wie eine Wasserbombe hat sich das angehört, ich war total baff!

Um 5.10 Uhr ist dann der Mumu auch schon vollständig offen, das Fruchtwasser klar, Baby steht bei Beckenmitte. Ab jetzt kann ich dann nicht mehr mit der Hypnobirthing-Bauchatmung weitermachen, ich muss richtig laut mit den Wellen mitstöhnen, hab ab da dann kurz und tief ein- und lange auf Aaaaaaaaaaaa ausgeatmet.

Dann sitze ich kurz mal auf dem Geburtshocker, dann im Knien vor Schatzi, der auf dem Geburtsball sitzt. Immer wenn eine Welle kommt, werfe ich mich ihm auf den Schoß, in der Pause zwingt die Hebamme mich wieder hoch.

Das war mit der anstrengendste Teil der Geburt, weil die Phase recht lang gedauert hat. In jeder Pause zwischen den Wellen muss ich einen Schluck trinken, weil mein Mund vom Stöhnen (mittlerweile schon fast Schreien) so trocken ist. Ich kann mich aber in den kurzen Pausen ganz normal unterhalten, nur wenn die nächste Welle anrollt, bin ich wieder „weg“. Und die rollen immer heftiger an…es ist ein unglaublicher Druck nach unten, als ob ich groß aufs Klo müsste. Und auch der Druck wird immer größer. Die Hebamme macht zwischendurch immer wieder Dammassage und legt Kompressen auf den Damm.

Dann sitze ich auf dem Geburtshocker, Schatzi hinter mir zum Anlehnen, er muss ganz schön dagegenhalten. Und ich muss den inneren Schweinehund überwinden und obwohl es schon ganz schön wehtut, noch mehr mitpressen, es war tatsächlich ein PressDRANG, gegen den ich gar nichts machen kann. Der „Ring of fire“ ist dann gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Das Köpfchen zwischen den Beinen mit der Hand zu berühren, ein unglaubliches Gefühl…Um 6 Uhr gibt die Hebamme mir Coffea C 200, die Ärztin kommt mit dazu.

Ich gebe alles, presse was das Zeug hält, und habe das Gefühl, gleich explosionsartig groß zu müssen- einfach ignorieren, trotzdem mitdrücken.

Um 6:15 Uhr ist der Kopf durch, die Hebamme zieht kurz, der Rest flutscht hinterher und:

SIE IST DA!

Es ist geschafft, ich kann es kaum glauben. Spontangeburt in der 1. HHL. Sie sieht ein bisschen blau aus, Kopf, Arme, Beine, alles dran. Da war tatsächlich ein echter kleiner Mensch in meinem Bauch! Unfassbar. Sie ist ganz ruhig, kein einziger Schrei.

Ich fühle mich wie im Traum… Sehe das rote Handtuch zum Vorwärmen auf der Heizung, da hab ich sie auch schon im Arm und bin vom ersten Augenblick an total fasziniert.

Die Nabelschnur war um Schulter und Hüfte gewickelt, deswegen ist sie in der Austreibungsphase immer wieder zurückgerutscht, was die ganze Phase um etwa eine Stunde verlängert hat.

Um 6.25 Uhr schneidet Papa die Nabelschnur durch, die Hebamme nimmt das Blut für die pH-Wert-Bestimmung ab, und muss noch ein zweites Mal abnehmen, weil der erste Wert laut der anwesenden Ärztin „zu gut“ für eine solche natürliche Geburt ist.

Dann kriege ich zwei Akupunkturnadeln in den Bauch neben dem Bauchnabel verpasst, um die Plazentageburt anzuregen, und Babymiez darf an meiner Brust saugen. Der nun leere Bauch fühlt sich ganz schwabbelig an, wie ein Wasserbett…

Die Hebamme drückt kurz auf meinen Bauch, und um 6.30 Uhr wird die Plazenta geboren. Dem ersten Eindruck nach ist sie vollständig, d.h. es muss keine Ausschabung gemacht werden- die Gefahr bestand, weil sich die Plazenta aufgrund der vorherigen zwei Ausschabungen an Narbengewebe hätte festsetzen und nicht vollständig lösen können.

Die Hebamme geht dann kurz mit Papa und Babymiez zur Erstversorgung, ich bleibe alleine im Zimmer, und versuche das Erlebte irgendwie zu begreifen… ich hab das Gefühl, es passt nicht alles in meinen Kopf hinein.

Die Plazenta wird eingepackt, wir nehmen sie mit. Dann wird Babymiez mit Krankenhaus-Klamotten angezogen, in einen Schlafsack gepackt. Um 7.40 Uhr wird die U1 gemacht, ich bin nochmal kurz alleine.

Draußen dicker, grauer Novembernebel.

Um 9:10 Uhr ziehen wir um auf die Wochenstation. Wir frühstücken erstmal- Hunger hab ich ganz schön! – und schlafen dann alle eine Runde. Ich mit Babymiez im Bett, Schatzi im Sessel. Dann stehe ich zum ersten Mal ohne Babybauch auf, ein komisches Gefühl. Wir packen unsere Sachen, Babymiez wird dick in Wolle eingepackt und wir fahren nach Hause, nur 5 Stunden nach der Geburt.

Zu dritt- alles ist anders, alles ist neu.

Der Nebel ist weg, und die Sonne scheint!

Wie ich es mir gewünscht hatte, war es eine ganz natürliche Spontangeburt, ohne Medikamente oder Geburtsverletzungen, und  Dafür bin ich soooo dankbar! Inwieweit ich das der Vorbereitung, sowohl psychisch als auch physisch, zu Verdanken habe kann ich nicht sagen. Geschadet hat es denke ich aber keinesfalls. Und wir waren die ganze Zeit über, bis kurz bevor Babymiez geschlüpft ist, nur mit unserer Hebamme alleine. Eine „Hausgeburt im Krankenhaus“.

(F)Rohkost, Gesundheit, Primal/Paleo

Ernährung: Radiant & Primal

In Punkto Ernährung ist auch dringend mal wieder ein Update nötig. Letztes Jahr hat sich bei mir so einiges getan, dazu hab ich hier bis jetzt noch gar kein Wort verloren.

Nach der Schwangerschaft, als Babymiez so in etwa ein halbes Jahr alt war habe ich noch voll gestillt, fühlte ich mich total ausgelaugt, müde, antriebslos und ohne jede Energie. Ende April hab ich mich bei Leonie Dawsons Goddess Circle angemeldet, und Anfang Mai startete der Radiant Goddess e-course:

„A 21-day nutrition, movement & meditation journey to revitalise your body, mind & soul! You’ll be guided by gorgeous menu plans, movement plans, spirit + inspiration projects, and meditations to guide you as you reawaken your Radiant Goddess self. This is perfect if you’re ready to be moving, meditating, eating & discovering in a joyful, spirited goddess way. Ready to feel blissed out, inspired & radiant?“

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Das hörte sich genau nach dem an, was ich brauchte, also machte ich gleich mit. Der e-course ist in der Mitgliedschaft mit inbegriffen, ansonsten kostet er 89$.

Jeden Tag gab es ein Coaching-Video von Leonie, einen Ernährungsplan mit hauptsächlich Rohkostrezepten, außerdem Meditationen und Vorschläge für kreative Projekte und Bewegung.

Das hier war z.B. mein Vision Board zum Thema „Radiance“:

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Die 3 Wochen waren total schnell rum, und es hat echt viel Spaß gemacht! Es waren soviele tolle Anregungen für den Alltag dabei, und einige der Rezepte wurden zu absoluten Lieblingen, die heute noch immer mal wieder auf den Tisch kommen. Am Ende des Kurses gab es noch eine Linkliste, unter anderem auf Leo Babautas zenhabits, bzw. einen Artikel mit einer Liste von inspirierenden Fitnessblogs. Gleich der erste war Mark’s Daily Apple. Ich hab ihn angeklickt und kam tagelang nicht mehr los von der Seite. Es war genau das, wonach ich gesucht hatte. Im Prinzip leben wie die Steinzeitmenschen, aber eben modern: „Primal Living in a modern world.“ Unsere Gene sind größtenteils noch die unserer steinzeitlichen Vorfahren, weshalb unsere Körper auch heute am besten funktionieren, wenn wir „steinzeitlich“ leben. Das heißt, v.a. kein Getreide und Zucker essen, sondern Pflanzen und Tiere. Sich viel und langsam bewegen (Stichwort Jäger und Sammler), ab und zu schwere Sachen heben und einen Sprint hinlegen (Jagd oder Flucht), genügend schlafen und ausruhen, auch mal spielen, Sonnenbaden, und möglichst viel barfuß laufen. Die Ernährung spielt seiner Meinung nach eine sehr große Rolle, etwa 80% der körperlichen Verfassung werden dadurch bestimmt.

Ab Juni haben wir es dann einfach mal ausprobiert. Kein Getreide mehr, dafür viel Gemüse, kleine Mengen Bio-Fleisch, relativ viel gute Fette wie Kokosöl, Olivenöl, Butter & Ghee. Komischerweise hatte ich plötzlich wieder Lust auf Fleisch, nachdem ich jahrelang Vegetarierin und zeitweise sogar Veganerin war. Und siehe da: die 3-4 Kilos zuviel, die seit Jahren wie Zement an mir dranhingen, verschwanden nach und nach, obwohl ich mehr Fett aß als je zuvor. An meinen Armen wurden plötzlich Muskeln sichtbar. Die Müdigkeit, die nach einem kohlehydratreichen Essen ziemlich zuverlässig immer kurz nach dem Essen kam, weg. Kein aufgeblähter Bauch mehr. Meine Haut wurde besser. Kurz gesagt, es musste was dran sein. Über Weihnachten dann kam ein Rückfall in alte Gewohnheiten (woran teilweise auch die Schwangerschaftsgelüste Schuld sind ;-)), es gab Plätzchen, Pizza, und auch mal wieder Brot. Ich merke aber, dass es mir nicht gut tut, und nun will ich langsam wieder auf den Primal/Paleo-Zug aufspringen…

Ob ich damit nun MEINE Ernährungsweise gefunden habe, kann ich noch nicht sagen, aber ich bin auf jeden Fall näher dran als je zuvor.

Attachment Parenting, Bücherstapel, Einfach leben, Elternsein, Kinder, Schwangerschaft

Neu auf dem Lesestapel

So, ich denke das neue Outfit ist gefunden 🙂

Und gestern gab es Neuzugänge auf meinem Lesestapel:

  • Momma Zen – Walking the crooked path of motherhood von Karen Maezen Miller, gefunden auf Leonie Dawsons Top 15 Business, Self Help & Parenting Books of 2012
  • Nein aus Liebe von Jesper Juul
  • Aus Erziehung wird Beziehung ebenfalls von Jesper Juul
  • Organized Simplicity von Tsh Oxenreider (hier ihr Blog simplemom)
  • Wie ein Baby entsteht von Peter Tallack
  • die aktuelle unerzogen, hab ich als Abo, und komischerweise passt das aktuelle Thema immer haargenau

Mehr dazu, wenn ich mich durch den Stapel durchgewühlt habe…