Plastikfreies AttachmentParenting

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Unsere kleine Maus ist tatsächlich schon DREI Wochen alt! Wo ist nur die ganze Zeit hin? Gedanklich bin ich immernoch oft bei der Geburt selbst. Es war einfach ein unglaublich intensives Erlebnis, das wirkt nach… Dazu werde ich noch einen extra Beitrag schreiben.

Jetzt erstmal zum „Alltag“ mit Baby:

Es macht so viel Spaß, unsere AttachmentParenting Pläne in die Tat umzusetzen 🙂 Sie schläft bei uns im Bett, wird viel im Tragetuch herumgetragen, nach Bedarf gestillt und mit Stoffwindeln gewickelt. An windelfrei haben wir uns erstmal noch nicht herangetraut, es gab aber schon die ersten Versuche mit Töpfchen beim Stillen. Allerdings mit viel Geschrei, woran das liegt müssen wir noch herausfinden 😉

Was braucht man sonst noch so für ein Baby?

Ein Streifzug durch herkömmliche Babyausstattungs-Abteilungen gleicht für mich mittlerweile einem Ausflug ins Gruselkabinett. Wegwerfwindeln, Fläschchen, Schnuller, Kinderwagen, geziert von einem potthässlichen Schwammkopf oder niedlichen pink-rosa-lila-glitzer Prinzesschen und umweht von einem grausligen Plastikgestank…

Neben all den Dingen, die vom durchschnittlichen Konsummenschen, der zum ersten Mal Mutter oder Vater wird für notwendig erachtet werden, gibt es allerlei und immer mehr totalen Schwachsinn zu kaufen. Natürlich alles aus Plastik. (Da stellt sich die Frage- für WEN gibt es den ganzen Plunder denn überhaupt- für das Baby, oder für die Eltern? Babys brauchen in den ersten Wochen schließlich wenig mehr als Wärme, Muttermilch, ganz viel Liebe und Nähe von Mama und Papa…)

Da man Dinge wie Kinderwagen, Schnuller, etc. entgegen der landläufigen Meinung keinesfalls „unbedingt“ braucht (siehe dazu auch die Seite „Attachment Parenting“), will ich hier mal die Dinge zeigen, die wir momentan wirklich brauchen, bzw. welche plastikfreien Alternativen wir gefunden haben:

Wickeln

  • Statt Wegwerfwindeln: Stoffwindeln, oder eben gleich windelfrei. Wir benutzen Mullwindeln in Kombination mit Strickbindewindeln und Wollüberhosen. Bis jetzt hält alles dicht, und Babys Po fühlt sich wohl.

  • Statt Windeleimer aus Plastik: Blecheimer von Ikea mit Windelsack.

  • Statt gekaufter Feuchttücher mit fraglichen Inhaltsstoffen: Stofftücher aus einem alten Flanellbettlaken, Mandelöl, Calendula-Öl von Weleda und den Windelbalsam von Ingeborg Stadelmann.

  • Statt Wickelunterlage aus Plastik: mehrfach gefaltetes Flanellbettlaken oder/und Decken mit wasserdichter Unterlage und Moltontuch obendrauf
  • einen großen Stapel Mullwindeln: als Spucktücher, Windeln, Stilleinlagen (ich sag nur Milcheinschuss), „“Kopfkissen“, „Lagerungskissen“, Wickelunterlage, … kurz: UNVERZICHTBAR!

Stillen

  • Statt Schnuller: wenn nötig Mamas kleiner Finger 😉
  • Stillkissen mit Füllung aus Kapok und selbstgenähtem Bezug aus alter Bettwäsche.

  • Statt Einmal-Stilleinlagen: waschbare Stilleinlagen aus Wolle/Seide.

Tragen

  • Statt Kinderwagen: Tragetuch. Soooooooooo kuschlig! Wir verwenden hauptsächlich einen Sling und ein Tragetuch in der Größe 6 für die Wickelkreuztrage.

Und hier nun die Plastikartikel, wie wir mangels Alternativen (?) doch benutzen bzw. angeschafft haben:

  • Asiatöpfchen (ärgert mich im Nachhinein besonders, weil natürlich „Made in China“): sehr praktisch, wenn man man schnell ein Geschäft auffangen will oder windelfrei praktiziert.
  • Föhn: wunderbar zum Wärmen & Beruhigen(!!!) beim Wickeln, wenn das Baby friert. Nachteil: man braucht jemanden, der ihn hält. EDIT: Mittlerweile ist ein Wickelheizstrahler eingezogen, weil zwei Hände zum Wickeln und Föhnen einfach nicht ausreichen 😉
  • Plastikeimer: zum Einweichen der vollgekäckerten Windeln. (Hier erspare ich euch das Foto 😉 )
  • Babybadewanne: wenigstens nicht neu gekauft, sondern von mir vererbt.

Fortsetzung folgt…

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8 Gedanken zu „Plastikfreies AttachmentParenting

  1. huhu!

    ich weiche die Kackwindeln einfach eine Stunde vor dem Waschen im Waschbecken oder der Dusche ein, ( keine Ahnung, wie bei euch die räumlichen Gegebenheiten sind). Bis dahin trocknen sie mit den anderen Windeln in der Tonne an. Gegen den Geruch hab ich immer ein paar Tropfen Lavendel oder Teebaumöl auf einem Läppchen obendrauf liegen. Ansonsten: einen Topf zum Windeltopf ernennen und dann im Zweifelfall auch nehme, wenn wirklich mal was an Kinderwäsche ausgekocht werden muss.

    Lieben Gruß.

    Pia*

    • Bei mir sind selbst wenn ich die Windeln gleich nach dem Wickeln bis zur Wäsche einweiche hinterher noch übelste gelbe Flecken drin (ohne Auswaschen). Momentan wasche ich das Gröbste gleich nach dem Wickeln aus und weiche dann gleich ein, dann sind die meisten nach der Wäsche auch sauber.
      Vielleicht liegts aber auch am Waschpulver bzw. der Temperatur?
      Ich nehm das Konzentrat von Ecover und wasche bei 90°C.
      Kennt jemand eine Wunderwaffe gegen dieses gelbe Teufelszeug von Muttermilchstuhl?…

  2. Ich stimme dir auf jeden Fall zu, keine Ahnung wozu man den ganzen Kram braucht!!!
    Unsere Zwei sind sehr gut ohne Schnuller und Co groß geworden, der Kinderwagen kam erst später dazu, als mir das Tragen auf langen Touren oder mit vielen Einkauftaschen einfach zuviel wurde.

    Wir haben immer so ein Einmalflies mit in der Windel liegen, damit kann man die Kacka ganz einfach aus der WIndel nehmen und wegschmeißen, die Windel kommt direkt in den Wäscheeimer und das Einweichen entfällt ;-).Die Dinger gibt es auf der Rolle, sind ein wenig fester als Klopapier aber „kompostierbar“. Klar ist das ein Wenig mehr Aabfall als ohne, aber das Kackawaschen entfällt und gerade wenn der Milchstuhl dann von „normaler Kinderkacke“ abgelöst wird …..
    Ja, Teebaumöl im WIndeleimer kann ich auch sehr sehr empfehlen 😉

    • Windelvlies haben wir auch, ich finde es aber unangenehm auf der Haut weil so fest und rauh. Hattet ihr da keine Probleme mit Wundsein?

  3. Babybadewanne haben wir zweimal benutzt, dann wurde die abgelöst. Ging viel schneller, das Kind im Waschbecken zu baden oder mit zu uns in die Wanne zu nehmen. So oft müssen die ja nicht gebaded werden. Ich wurde früher in einem großen Emaile-Asch gebaded 🙂

    Statt Asiatöpfchen gabs bei uns eine nichtbenutzte Tuppschüssel (das Rührei). Liess sich durch die längliche Form und den Griff perfekt zweckentfremden 🙂

    Schön, wie du den Artikel geschrieben hast. Dem stimme ich voll und ganz zu.

    Sollte mir langsam auch mal wieder Gedanken zu besagten Themen machen….Ist ja wieder aktuell.

    • Bin auch mal gespannt, wie lang die Wanne im Einsatz ist- der erste Versuch mit Papa in der großen Wanne war ein echter „Brüller“, im wahrsten Sinne des Wortes 😉
      Und unser Waschbecken ist leider zu klein zum drin Baden, selbst für ein Baby, also werden wir erstmal bei der Plastikwanne bleiben.
      Das Asiatöpfchen werd ich bestimmt auch kein zweites Mal kaufen, es kippt so leicht! Und wenn man den Inhalt dann auf dem Boden statt in der Windel hat, ist auch nicht viel gewonnen *räusper*
      Ich verfolge übrigens gespannt deine Schwangerschaftsberichte auf deinem Blog, irgendwie vermisse ich das Schwangersein ein kleines bisschen… 🙂

  4. …die gelben Flecken bleichen ratzfatz in der Sonne aus. Ansonsten könnest Du wohl nur fiese chemische Waschmittel mit Bleiche nehmen, und das soll es ja nicht sei, gell.

  5. Edit vom 20.1.12:
    Seit wir windelfrei praktizieren, hat sich das Problem mit den gelben Flecken gelöst, gekäckert wird jetzt ins Töpfchen 🙂

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